Frauen in OÖ

TRAINER-ROCHADE: Legt das Frauenteam des ASV Raika Behamberg/Haidershofen erneut den „Frühjahrs-Turbo“ ein?

In der Vorsaison ließen die aktuellen „Nachzüglerinnen“ der Frauenklasse Nord/Ost mit einer sehr erfolgreichen 2. Saisonhälfte aufhorchen, ob es heuer ähnlich verlaufen soll, wollte das Ligaportal vom  wechselnden Cheftrainer Raphael Mayrbäurl in Erfahrung bringen:

 

Ligaportal: Raphael, warum konntet Ihr den Schwung aus dem Frühjahr 2025 nicht in die neue Saison mitnehmen?

Raphael Mayrbäurl: „Wir wollten als gesamtes Trainerteam, also nicht nur ich, sondern auch Gerold Wöntner und Gerald Schönleitner, das gesamte Spielsystem umstellen, z. B. mit Viererkette agieren usw… und waren uns immer bewusst, dass der Umbau nicht ohne Anpassungs-Schwierigkeiten vor sich gehen würde. Allerdings haben wir nicht damit gerechnet, dass es so schwer werden würde.

Dazu kam der fatale Fehlstart mit den 1:5 bei der SPG Eidenberg / Gramastetten / Lichtenberg, worauf aber das positive 0:0 beim späteren Herbst-„Vize“ TSV Ottensheim 1 b folgte“.

Nicht nur gegen das Team von Hary Hel habt Ihr Euch sehr gut geschlagen, auch gegen den Herbstmeister U. Maria Neustift beim 0:2?

„Da konnten wir sogar lange mithalten, aber ich meine, das ist auch eine Kopf-Sache: wenn die Mädels sich nicht von Haus aus große Chancen ausrechnen, spielen sie befreiter!“

Ist es natürlich auch schwerer, das Spiel selbst gestalten zu müssen?

Sicher, sich darauf einzustellen, war auch mit Schwierigkeiten verbunden, weil die Rolle ungewohnt war.“

Was hat Dich in der „durchwachsenen“ Herbst-Saison positiv überrascht?

„Dass die Mädels nicht resigniert, keineswsegs aufgesteckt haben und mit vollem Einsatz trotz des Tabellenstandes mitgezogen haben!“

Sind Punkte in der „kleineren“ Frauenklasse gegenüber 2024/25 schwieriger zu erobern als in der „11-er-Liga“?

„Im Vorjahr trafen wir auf Teams „auf Augenhöhe“, wo wir sogar als leichter Favorit antraten und da schauten einige Zähler mehr heraus für uns“.

Euch gelangen nur 5 Tore in 8 Spielen, woran lag es in erster Linie?

„Und von den 5 Treffern erzielten wir allein schon 4 beim 4:3-Auswärtssieg gegen das FNZ Linz Süd Ebelsberg/Dionysen (seufzt), aber: ich sehe das so: wir begannen die Meisterschaft mit einem 4-4-2-System, erhielten aber sehr viele Gegentore, sodass wir auf 4-2-3-1 umstiegen und kamen dadurch zu mehr Chancen, die wir aber nicht realisieren konnten. Wir agierten teils zu nervös, nachdem wir die Möglichkeiten schon herausgespielt hatten“.

Ihr habt daheim 1 Zähler erobert, auswärts 3, also eigentlich entgegen Eurer sonstigen Heimstärke?

„Im Frühjahr empfangen wir das eine oder andere Team daheim, wo wir im Herbst auswärts verloren haben und mit dem Heimvorteil wieder punkten sollten. Generell haben wir von allen Mannschaften in der 2. Saisonhälfte am wenigstens zu verlieren, denn in der Tabelle kann es nicht mehr weiter nach unten gehen, sind aber sicher nicht schlechter als unseren Tabellen-Nachbarn und können und werden uns verbessern.“

In Eurer Spielklasse herrscht offensichtlich eine „Zweiteilung“ zwischen den Top- 4 und den übrigen Konkurrentinnen?

„Dieses Quartett wird den Titel unter sich ausmachen, da kommt kein anderer „Anwärter“ mehr dazu, da bin ich mir sicher.“

Wie habt Ihr die Winterpause gestaltet?

„Zuerst war abschalten und regenerieren angesagt, 4,5 Wochen nach Meisterschaftsende haben wir wieder mit dem Krafttraining in der Halle begonnen und mit einem Hobby-Kickerl abgeschlossen, aber Hallenturniere haben wir wegen der Verletzungsgefahr nicht bestritten“

Werdet Ihr im Winter ein Trainingslager veranstalten?

„Ja, da kommt es zu einer Premiere: erstmals fährt unser Frauenkader auf ein Camp ins Ausland, wir reisen vom 19.-22. Februar nach Ungarn“.

Welche personellen Veränderungen gibt es bei Euch?

„Eine Abwehrspielerin kehrt nach überwundener Sprunggelenksverletzung zurück und verstärkt unsere Defensive, 2 frühere Kreuzbandverletzte können wieder mit leichtem Balltraining beginnen, die Einsatzzeiten werden aber noch überschaubar sein.

Und dann ist noch eine größere Umstellung im Trainerteam zu vermelden: ich gehöre zwar weiterhin der Trainercrew an, aufgrund einer Veränderung in der Arbeit und größerer zeitlicher Inanspruchnahme agiere ich aber in Zukunft nur als Co-Trainer und statt mr übernimmt ein neuer Haupt-Trainer !“

Du verrätst mir sicher den Namen?

„Ja, es ist Martin Augusta, der zuvor schon die Frauenelf der Union Haag in der Frauengruppe West (Niederösterreich) betreut hat und sehr rasch mit unseren Funktionären handelseins war“.

Für Deine aktuellen News bedanke ich mich ganz herzlich und wünsche Euch, dass Eure „Aufholjagd“ von Erfolg gekrönt ist!

Helmut Pichler