Auch wenn die Resultate in der Vorbereitungsphase noch nicht mit der Steigerung Schritt halten konnten, die Mädels aus der Werndl-Stadt befinden sich im „Aufwind“; das Ligaportal sprach mit Cheftrainer Edis Karaman:
Ligaportal: Edis, am Wochenende habt Ihr nach dem Testspiel bei St. Stefan/Waldmark trotz des 2:4 großes Lob vom gegnerischen Trainer Helmut Brandl für Eure spielerische Leistung erhalten?
Edis Karaman: „Diese Anerkennung freut uns natürlich sehr und ist Ansporn für die Rückrunde. Wir setzten 3 Vierzehnjährige ein und trafen da auf ein Team, das ja nach den Leistungen in den letzten Jahren sicher die Spielstärke einer Mannschaft der LT1-O.Ö.- Liga aufweist, mit hoher Qualität.“
Wie ist Euer Trainingslager verlaufen?
„Wir hielten in den Semesterferien in Medulin (Kroatien) 4 Tage lang ein Camp ab und waren mit 6 Einheiten und einem zusätzlichen Trainingsspiel sehr fleißig.
18 Feldspielerinnen und 2 Torhüterinnen nahmen teil, dadurch war es uns Trainern möglich, etliche Umstellungen anzugehen".
Einige Testspielergebnisse waren negativ, aber ich nehme an, Dir und Euch ging es ja in erster Linie um den längerfristigen Aufbau?
„Richtig, mein Motto ist: „Die Zeit ist unser stärkster Verbündeter“, für diese junge Mannschaft muss man die Geduld aufbringen. Keinesfalls soll Druck ausgeübt werden, die Talente sollen in Ruhe reifen und das der Vergleich mit den letzten Jahren ist nach dem Abgang etlicher Schlüsselspielerinnen ohnedies unzulässig.
Welche personellen Veränderungen gibt es bei Euch?
„Leider hat sich uns Kader etwas „verdünnt“, eine Stammspielerin hat sich beim Skilauf einen Kreuzbandriss zugezogen, wir wünschen ihr rasche Besserung! Wie erwähnt, haben wir aber 3 Nachwuchskräfte „hochgezogen“. Im Frühjahr werden wir ihnen genügend Einsatzzeiten geben, auch wenn manchmal der „Sprung ins kalte Wasser“ dabei sein wird, wir schenken ihnen auf jeden Fall unser Vertrauen. MIt der Trainingsbeteiligung können wir sehr zufrieden sein".
Am nächsten Wochenende habt Ihr Pflichtspiel-Auftakt im voest-Alpine- Ladies-Cup in Kematen gegen die SPV Kematen-Piberbach / Rohr-Neuhofen?
„Da halten wir es mit der alten Fußballer-„Weisheit“: der Cup hat eigene Regeln. Wir wollen die Gastgeberinnen so lange wie möglich „ärgern“, treffen aber natürlich auf sehr viel Qualität und ein Aufgebot mit vielen „gestandenen“
Fußballerinnen. Gerüchteweise kämpfen sie auch mit Ausfällen, aber deren Kader strotzt schon von Routiniers.
Auf die Herausforderung im Pokal folgt das Heimspiel gegen den Herbst-„Vize“ TSV Ottensheim, der aber in Steyr auch schon „Probleme“ hatte?
„Hoffentlich bleibt das so (schmunzelt), aber im Ernst: die Gegnerinnen verfügen über einen Kader, der in der Breite und Tiefe noch verbessert wurde. Wir können ohne Druck spielen und rechnen uns von Haus aus nicht all zu viel aus“.
Es folgen 4 Auswärtsspiele gegen die LASK -Juniors, Union Nebelberg, Dorf/Pram und die SPG Wallern/Krenglbach, ein Nachteil für Euch?
„Das kann ich Dir erst in einigen Monaten sagen (lacht), aber ich denke, auf jedem Platz wird nur Fußball gespielt und wir werden unser Bestes geben.“
Deine Wünsche für das Frühjahr?
Dass alle verletzungsfrei und gesund bleiben und sich das junge Team ohne Druck so entwickelt, dass wieder einige „Bausteine“ als Investition in die Zukunft herausschauen.“
Herzlichen Dank für das Gespräch, ich wünsche Euch, dass Ihr den Aufwärtstrend auch in Tore und Punkte ummünzen könnt!
Helmut Pichler