Mit nur 4 Punkten Rückstand auf das führende Duo in der LT1-O.Ö. Liga könnte die Elf von Martin Mühlgrabner im Titelkampf noch eine gewichtige Rolle spielen; das Ligaportal befragte dazu u.a. Cheftrainer Martin Mühlgrabner:
Ligaportal: Martin, wie lautet Dein Resüme zu Eurem heurigen Trainingslager ?
Martin Mühlgrabner: „Wir waren von 18.2. bis 22.2. in Lovran (Kroatien) auf Trainingslager. Die Bedingungen waren gut und wir sind mit dem Gesamtverlauf des Trainingslagers sehr zufrieden. Ein Testspiel gegen das Frauenteam von Rijeka konnten wir mit 2 zu 0 für uns entscheiden.“
Zuvor hattet Ihr beim Andrea Binder Hallencup in Grieskirchen noch mit Rang 2 und der „besten Spielerin“, Nadine Ecker, noch glänzend abgeschnitten?
„Der Andrea Binder Hallencup ist für uns immer eines der „highlights“ im Winter Der zweite Platz war okay, Niederthalheim ist ein würdiger Sieger. Nadine Ecker hat sich ob ihres Einsatzes für das Team diese Auszeichnung redlich verdient“.
Wie warst Du mit den Testspielen zufrieden?
„Wir messen die Testspiele nicht an den Ergebnissen. Es fehlen ja doch immer wieder Spielerinnen. Im Großen und Ganzen sind wir zufrieden, - vor allem, dass alles ohne Verletzungen abgelaufen ist“.
Hat sich Eure personelle Situation in der Winterpause verändert?
„Wir starten mit einer unveränderten A- Mannschaft in die Frühjahrssaison. In der B Mannschaft haben wir leider durch das Karriereende von drei Spielerinnen viel an Routine verloren. Wir werden mit einem sehr jungen Team in die Rückrunde gehen“.
Ihr eröffnet das Frühjahr am kommenden Sonntag mit dem Cupspiel gegen das junge Team aus Steyr, als Favorit oder ist auch hier der Pokal eher eine 50:50 -Entscheidung?
„Nachdem wir im Cup das Heimrecht haben, sehen wir uns doch als leichter Favorit. Allerdings ist in einem Spiel immer alles möglich und wir werden sehr konzentriert an die Sache herangehen“.
In der Meisterschaft werdet Ihr sicher das „Zünglein an der Waage“ sein wollen, oder irre ich da?
„Wir möchten auch in der Rückrunde der Meisterschaft der LT1- OÖ. Liga die gewohnt gute Rolle spielen. Was dabei am Ende herauskommt, das werden wir sehen. Die SPG SV Wallern/Krenglbach ist natürlich der erklärte Favorit auf den Titel und auch Ottensheim ist wie in den letzten Jahren sehr stark einzuschätzen. Nachdem wir gegen diese beiden Gegner natürlich auch den einen oder anderen Punkt holen möchten, kann es schon sein, dass wir das Titelrennen dadurch beeinflussen“.
Eure 1b- mischt ebenfalls im Spitzenfeld der Faruenklasse Nord/Ost mit, als „Königmacher“ der neuen Meisterinnen, weil es 2 Auswärtspartien bei den Titelanwärterinnen bestreitet?
„Wie schon gesagt, werden wir ein sehr junges, aber auch sehr ambitioniertes 1b- Team stellen. Unser Ziel ist hier eindeutig die Heranführung der jungen Spielerinnen an den Erwachsenenfußball. Natürlich will man immer gewinnen, aber das steht hier nicht im Vordergrund. Die 2 Auswärtsspiele bei den Titelanwärterinnen werden genauso schwierig oder einfach wie alle anderen Spiele“.
In der Mädchen-Hobbyliga (MHL) hat Neuhofen eine makellose Herbstsaison hingelegt, haben bei Euch die Mädels „rundum“ die Chaance, in einem Spitzenteam Fuß zu fassen?
„Durch die MHL bieten wir ALLEN Mädchen und Frauen die Möglichkeit, auf den verschiedenen Qualitäts-Levels an Mannschaftsbewerben teilzunehmen. Da wir keine Spielerinnen einkaufen, sind wir umso mehr auf die Nachwuchsarbeit angewiesen. Wir sehen darin auch den richtigen und für uns einzigen Weg, um weiterhin auch in der LT1-OÖ. Liga erfolgreich zu sein. Die MHL ist perfekt dazu geeignet, vor allem die ganz jungen Spielerinnen ins große Ganze zu integrieren“.
Bei unseren Interviews in den letzten Jahren hast Du immer wieder auf Respektlosigkeiten von Zuschauern hingewiesen, hat sich das im Herbst gebessert?
Wie beurteilst Du die aktuelle Situation im ö.ö. Frauenfußball?
„Die Entwicklung des Frauenfußballs in OÖ verläuft sehr gut. Nachdem auch der Verband ganz klar den Frauenfußball auf ein höheres Podest gestellt hat und die verantwortlichen Damen Elke Schoissengeier und Eva Dornetshumer mit ihrem Funktionärsteam eine tolle Arbeit leisten, sehe ich die Zukunft für den Frauenfußball in OÖ sehr positiv. Mit unserer SPG möchten wir einen nicht unwesentlichen Teil dazu beitragen“.
Deine Wunschvorstellungen für die weitere Meisterschaft und den Voest-Alpine-Ladies-Cup?
„Wir möchten im Frühjahr unsere Spielerinnen weiterentwickeln, natürlich viele Punkte holen, vor allem aber sollen alle Teams fair miteinander umgehen und alle aktiven Spielerinnen sollen von schwereren Verletzungen verschont bleiben“.
Für Deine kostbare Zeit und Dein präzises Statement möchte ich mich herzlich bedanken und Dir und Euch viel Erfolg bei allen Euren Teams für die 2. Saisonhälfte wünschen!
Helmut Pichler