Im Spitzenkampf der höchsten oberösterreichischen Frauenspielklasse standen sich gestern in Wallern die beiden Führenden gegenüber, im MIBAG Stadion Engerwitzdorf gab es ein „Mittelfeld-Duell“; das Ligaportal hörte sich bei den Headcoachs um:
LT1 OÖ Liga Frauen:
SPG SV Zaunergroup Wallern / Krenglbach-- TSV Ottensheim 2:1 (1:1) Tore:Michaela Batarilo, Eigentor; Natascha Füreder.
Aurelia Zeilinger (SPG SV Zaunergroup Wallern / Krenglbach): „Es war natürlich ein großer und wichtiger Schritt in Richtung Meisterschaft, entschieden ist das Titelrennen allerdings erst dann , wenn es auch rechnerisch „durch“ ist. Somit gilt es für uns auch weiterhin, Woche für Woche zu performen, so wie wir es bisher geschafft haben.
Die Enttäuschung nach dem letzten Wochenende (Cup-out!) war natürlich groß. Wir haben das Spiel gut aufgearbeitet, unsere Lehren daraus gezogen und ab Dienstag nur noch den Blick nach vorne gerichtet. Die Spielerinnen waren voll fokussiert, haben ab der 1. Minute eine unglaubliche Energie auf den Platz gebracht, eine mentale Topleistung geboten und verdient den Sieg geholt.“
Moritz Böker (TSV Ottensheim): „Leider sollte es gestern für uns nicht sein. Obwohl wir nicht richtig gut ins Spiel gefunden haben, gingen wir entgegen dem Spielverlauf mit 0:1 in Führung. Kurz darauf traf Simone (Raab) die Stange, das hätte das 2:0 für uns sein können. Nach dem Ausgleich in der 1 Hälfte und dem Führungstor der Gastgeberinnen in der zweiten Halbzeit hatten wir mit einem Lattenschuss erneut Pech. Die Meisterschaft ist für mich dadurch entschieden, da ja auch das direkte Duell an die Spielgemeinschaft Wallern/Krenglbach geht.
Wir haben derzeit einige Ausfälle und haben dadurch unsere Mannschaft weiter verjüngt. Unsere jungen Spielerinnen können bereits super mithalten, das hat man in diesen beiden Duellen auf jeden Fall gesehen. Ich denke, dass in unserer Mannschaft noch sehr viel Potential steckt und wir auch in naher Zukunft wieder Titel holen können. Die erste Chance dazu ergibt sich natürlich im Pokalfinale“.
SPG Schweinbach / Kefermarkt / Hagenberg-- Union Nebelberg 1:0 (1:0) Tor: Lena Gruber.
Cheftrainer Kevin Schinnerl (SPG Schweinbach / Kefermarkt / Hagenberg): „Wir sind grundsätzlich gut in die Partie gekommen und fanden vorerst einige Halbchancen vor. Ab der 20. Minute wurden aus den Halbchancen richtige Einschussmöglichkeiten und wir haben dann das Führungstor in der 25. Minute quasi „erzwungen“, könnte man sagen. Bis zur Halbzeit ist es in dieser Tonart weitergegangen, dass wir das Spiel eigentlich dominiert haben. Wenn Nebelberg aus der eigenen Hälfte herausgekommen ist, dann mit hohen Bällen, allerdings ist nichts bis zu unserem Tor gediehen, weil wir extrem stabil gestanden sind und mit solchen Vorstößen gerechnet haben.
2. Halbzeit mit hektischem Finish
Nach dem Wiederanpfiff sind wir wieder gut hineingestartet, mit 2,3 guten Chancen, aus denen wir eigentlich ein Tor hätten machen müssen. Das haben wir aber leider nicht geschafft, und so haben wir Nebelberg eigentlich immer die „Tür offengelassen.“ Zum Glück waren wir hinten eigentlich immer sehr konsequent, sodass unsere Gegnerinnen im gesamten Spiel nur 2 Abschlüsse auf unser Tor hatten, die aber nicht wirklich gefährlich waren. Zum Schluss wurde es trotzdem noch einmal ein bisschen hektischer, weil sie trotzdem auf das 1:1 drücken wollten, aber es ist zum Glück nie wirklich gefährlich geworden. Wir hätten locker 2:0 oder 3:0 gewinnen können, trafen aber leider vor dem Tor öfter die falsche Entscheidung, oder waren da zu wenig konsequent“.
Tobias Koblmüller (Union Nebelberg): „Wir konnten gestern leider überhaupt nicht umsetzen, was wir uns vorgenommen hatten. In der 1. Halbzeit war uns die SPG Schweinbach/Kefermarkt/Hagenberg klar überlegen. Egal, ob im körperlichen, taktischen oder technischen Bereich- sie haben das Spiel dominiert und sind folgerichtig mit 1:0 in Führung gegangen. In der Halbzeitpause haben wir einige Anpassungen vorgenommen. Diese Umstellungen wirkten sich positiv auf unser Spiel aus und wir konnten in der 2. Halbzeit besser dagegenhalten sowie das Spiel zumindest bis zum Schluss offenhalten. Leider waren wir in der Offensive zu harmlos und konnten kaum zwingende Aktionen setzen. Deshalb haben wir das Spiel verdient mit 0:1 verloren. Gratulation an die SPG Schweinbach/Kefermarkt/Hagenberg, es ist kein Zufall, dass sie als Aufsteiger so gut dastehen!
Für uns gilt nun nur eine Devise: ich hoffe, die Spielerinnen erkennen den Ernst der Situation! Wenn wir im Frühjahr noch Spiele gewinnen wollen, muss jede Spielerin persönliche Interessen hintanstellen und den Erfolg der Mannschaft an die erste Stelle setzen!"
Frauenklasse OÖ Nord/Ost:
SPG Kematen-Piberbach / Neuhofen-Krems / Rohr 1b-- SV Hellmonsödt - 6:3 (3:1) Tore: Jana Schölzl (4), Leonie Pfistermüller, Alina Höllwarth; Elisabeth Schinnerl (2), Dana Allegra Thurn.
Mag. Daniel Nabatame (SV Hellmonsödt):“ Leider eine eindeutige Sache, denn die Gastgeberinnen waren die bessere Mannschaft und fast jeder Fehler von uns wurde mit einem Tor bestraft. Das Spiel hat es uns gut gezeigt, dass die Positionen und Laufwege im Sturm und im Mittelfeld bei einem Gegenangriff noch nicht ganz klar sind. Dran gilt es nun für uns zu arbeiten!“
Helmut Pichler