Ein einziger Treffer fiel beim heutigen „Frauenfußball-Gipfel“ in Linz: Cheftrainerin Jasmin kommentierte ihr "Debüt"; beim Landesliga-Titelduell setzte sich heute die Union St. Stefan Waldmark durch:
ADMIRAL Frauen Bundesliga - Qualifikationsgruppe
FC Blau-Weiß Linz / Kleinmünchen--- LASK 0:1 (0:1) Tor: Betty Nemcova.
Cheftrainerin Jasmin Pistotnik (SPG BW Linz/Kleinmünchen): „Zu Beginn des Spiels waren unsere Mädels noch nervös, dann haben wir gut ins Match gefunden. In der 2. Halbzeit haben wir dann ganz stark gespielt, leider nur Latte und Stange mehrmals getroffen und 1 Ball hat die LASK-Torhüterin einfach unglaublich pariert, sie hat überragend gehalten. Ich hätte lieber das 1:1 genommen als die „rote Karte“, denn in Unterzahl sind die Teams oft noch zu größeren Steigerungen fähig. Ein Unentschieden hätte meiner Meinung nach dem Spielverlauf eher entsprochen, sogar ein knapper Sieg wäre für uns möglich gewesen, aber wenn der Ball partout nicht "ins Eckige findet"...... Ich bin mit der Leistung nicht unzufrieden, wir haben gezeigt, dass wir in der Liga mithalten können, technisch habe ich meine Mädels sogar besser gesehen als den LASK. Schade, dass sie sich nicht belohnen konnten“.
Der Matchbericht der Siegerinnen: „Nach fast einmonatiger pflichtspielfreier Zeit (bedingt durch die Länderspielpause und eine Spielabsage) ging es für die Athletikerinnen am Sonntagnachmittag nicht nur um drei Punkte, sondern um jede Menge Prestige, denn es war: „Derbytime!“Sichtlich beflügelt starteten sie in die Partie, ehe sich bereits in der zehnten Spielminute die erste schwarz-weiße Jubeltraube bildete. Einen Abpraller nach Fukumoto-Abschluss versenkte Kapitänin Bety Nemcova souverän im Eck – 1:0. Nur zehn Minuten später jubelten die Athletikerinnen erneut. Der Treffer nach einem energischen Svibkova-Solo wurde zur Verwunderung der LASKlerinnen aber aufgrund eines angeblichen Fouls zurückgenommen. Die Schwarz-Weißen waren klar tonangebend, kamen durch Florentina Wagner zu einem Hochkaräter, der knapp übers Gehäuse ging (38.). Danach war es Andrea Svibkova kurz vor dem Halbzeitpfiff, die mit einem gewaltigen Lattenknaller für Aufhorchen sorgte. Mit der Linzer Pausenführung ging’s in die Katakomben.
2. Spielhälfte: ohne Treffer trotz guter Chancen der Gastgeberinnen
Kurz nach dem Seitenwechsel dezimierten sich die Linzer Athletikerinnen. Nach einem langen Ball in die Tiefe stürmte Lea-Sophie Nimmrichter aufs Tor zu und ausgerechnet Ex-Blau-Weiß-Spielerinn Siena Breitwieser zog die Notbremse. Der LASK fortan zwar zunehmend mit der Defensive beschäftigt, probierte es dennoch durch schnelle Umschalter via Andrea Svibkova immer wieder in die Tiefe zu kommen. Die bis dato beste Blau-Weiß-Chance fand Kapitänin Valerie Sprung vor, die einen Schlenzer ans Kreuzeck‘sche Aluminium ließ (63.). Auch Hochkaräter Nummer zwei gehörte den Gastgeberinnen: Jana Koflers Distanzschuss lenkte Emilie Gavillet stark über die Querlatte (68.). Einen abgefälschten Schuss von Linda Kammerer lenkte sie ebenso übers Tor. Die LASK-Schlussfrau fand einen überragenden Nachmittag vor, vereitelte im Nachgang noch eine Kopfballchance nach dem resultierten Eckball (86.). An Gavillet gab es an diesem Nachmittag kein Vorbeikommen und die LASKlerinnen dürfen sich verdient Derbysiegerinnen nennen.
Cheftrainer Markus Eitl: „Es freut mich, dass wir gewonnen haben – das ist die Hauptsache in einem Derby. In der ersten Hälfte waren wir dominant und hätten das Spiel entscheiden können. Durch den Ausschluss wurde es dann verzwickt. Unsere Mannschaft hat den Kampf aber angenommen und verdient den Derbysieg geholt.“
Landesliga:
Union St. Stefan / Waldmark--- TRUCKCENTER Altenfelden 2:0 (1:0) Tore: Lena Marie Prammer, Nora Hetzmannseder.
Erst nach 34 (!!) Meisterschaftsspielen musste sich das Team von Stefan Reisinger erstmals geschlagen geben! Ein Rekord, der sehr lange Bestand haben dürfte, Gratulation!
Mit nunmehr 4 Punkten Vorsprung dürfte der Mannschaft von Helmut Brandl der – längst verdiente- Meistertitel nicht mehr zu nehmen sein, auch wenn der Coach noch „bremst“!
Frauenklasse OÖ Nord/Ost:
Union Maria Neustift --SPG Kematen-Piberbach / Neuhofen-Krems / Rohr 1b - 0:1 (0:0) Tor: Theresa Brüllmeir (93. Minute).
Ein Gegentreffer in der Nachspielzeit kostete die Heimelf die Tabellenführung, mit 28 Punkten rutschten sie auf Rang 3 zurück, die Siegerinnen liegen mit 29 Punkten auf Platz 2 hinter den punktegleichen Ottensheimerinnen.
Ottensheim 1b-- SPG Eidenberg / Gramastetten / Lichtenberg 1:1 (0:0) Tore: Lisa-Maria Halbweis; Julia Rechberger.
Den Punkteverlust von Maria Neustift konnten die Gastgeberinnen nur teilweise nützen, rückten aber trotzdem auf Platz 1 vor.
FC McDonald’s Perg Ladies-- SV Hellmonsödt 10:4 (6:1) Tore: Katharina Schinnerl, Miray Dedecan (je 4), Alexandra Puchner, Nina Mairhofer; Mavie Hammer, Dana Allegra Thurn, Emely Winter, Anna Reitmeier.
Am ”Handball-Ergebnis” beteiligten sich 8 Spielerinnen, Miray Dedecan übernahm mit 18 Toren die Spitze der Scorerinnen-Liste, ihre Vereinskollegin Schinnerl zog mit der gestrigen Rekordschützin (8 Tore!) mit 15 Treffern gleich.
Frauenklasse OÖ Süd/West:
UFC Attergau-- SPG Eberstalzell / Pettenbach / Ried i.Trkr. 2:3 (2:0) Tore:
Larisa Manaj (2); Sarah Feichtinger, Christine Rapberger, Leoni Breitwimmer.
Die Gäste konnten einen 0:2-Rückstand noch „umdrehen“, Doppeltorschützin Manaj schied leider verletzt aus, gute Besserung!
Helmut Pichler