Frauen in OÖ

DUELL zwischen dem Georg von Peuerbach-Gym und dem BRG Rohrbach wurde lückenlos fortgesetzt!

Die beiden stärksten Teams der Mädchenfußball-Liga lagen auch nach dem Oberösterreich-Finale wieder an der Spitze; Oberösterreichs U 14- Cheftrainerin Katrin Mindl war aufmerksame Beobachterin der Landesmeisterschaft:

Ligaportal: Katrin, welchen Eindruck hattest Du von der Finalrunde?

Katrin Mindl: „Gruppe B mit dem BRG Georg von Peuerbach-Gym, SMS Wolfsegg, dem Ramsauer-Gymnasium, dem Gymnasium Ried und der MS Gramastetten erschien mir stärker besetzt als der A-Pool mit: dem BRG Rohrbach, der MS Ternberg, der SMS Lambach, der SMS Kleinmünchen und der MS Neukirchen/Vöckla, vor allem, weil einige Mannschaften mit klingenden Namen aus ihrer Vergangenheit als Landessiegerinnen total „verjüngt“ antraten“.

Die späteren Finalistinnen des Peuerbach-Gym kamen erst später auf Touren, weil sie 2 x torlos remisierten, oder irre ich da?

„Das ist richtig, erst im Halbfinale gegen die MS Ternberg, lief es wie geschmiert, Valentina traf 3 x zum glatten Erfolg und dann auch im Endspiel waren sie das bessere Team, kämpften aber unglücklich.“

Wie verlief das Finale?

„Dem BRG Rohrbach gelang durch Anja Penz das frühe 1:0 und diesem Rückstand lief dann das Peuerbach-Gym erfolglos hintennach. Luisa Gabriel, eine große Stütze, schied auch noch verletzt aus, trotz zahlreicher Chancen war aber die Abwehr des BRG Rohrbach nicht zu knacken. Die technisch besseren Linzerinnen scheiterten auch an der groß gewachsenen Keeperin der Mühlviertlerinnen und versuchten sie auch -vergeblich-mit „hohen Bällen“ zu bezwingen. Übrigens: auch das Tor des Peuerbach-Gym hütet eine Spielerin mit Affinität zum Faustball, die ihre Sache ausgezeichnet machte".

In der Vorrunde in Linz hatte das Peuerbach-Gym das bessere Ende für sich?

„Ja, dieses Endspiel gegen Rohrbach ging mit 2:0 an die Mädels von Cheftrainerin Katharina Gahleitner, BEd, nachdem sie zuvor alle „Hürden“ mit 20:0-Toren bewältigt hatten!"

Machten sich auch die körperlichen Anstrengungen bemerkbar?

„Ja, irgendwie bekam ich den Eindruck, dass schon „die Luft“ bei den höheren Temperaturen heraußen war, das Niveau wurde gegen Ende überschaubar.“

Was hat Dich an der Veranstaltung begeistert, wo siehst Du „Optimierungs-Bedarf“?

„Die Mädels sind mit so viel Herzblut, großem Kampfgeist, aber immer fair in jedem Spiel dabei, dass sie sich mehr Aufmerksamkeit der Medien und der Öffentlichkeit verdienen würden. Immerhin wurden da ja die o.ö. Landesmeisterschaften ausgetragen und das sollte stärker angekündigt werden und viel größeres öffentliches Interesse hervorrufen!“

Jetzt vertreten beide Finalisten demnächst Oberösterreich beim Bundesfinale vom 21.-24. Juni in der Bundessportschule Obertraun, wie schätzt Du ihre Chancen ein?

„Durchaus sehr gut, denn das BRG Rohrbach hat in den letzten 3 Jahren mit lauter Spitzenplatzierungen aufhorchen lassen und das Georg von Peuerbach-Gymnasium hat heuer schon beim Hallenturnier mit dem Bundes-Vizemeister-Titel voll überzeugt!"

Helmut Pichler