Nach 2 herausragenden Saisonen mit dem Meistertitel in der Frauenklasse Nord/Ost und dem „Vize“ in der Landesliga beendet der Cheftrainer vorläufig seine Tätigkeit; das Ligaportal führte mit ihm folgendes Gespräch:
Ligaportal: Stefan, wie hast Du zuletzt das Derby in Lembach (1:1) erlebt?
Stefan Rieisnger. „ Vor einer großen Kulisse und sehr fairem Publukum war das spannende Spiel völlig ausgeglichen, beide Team spielten auf Sieg, aber keines wollte auch den Lokalschlager verlieren. Das Remis war verdient. Sehr positiv ist auch, dass dadurch die Gastgeberinnen von allen Abstiegssorgen befreit sind. Ich gratuliere ihnen auch zur 1. Saison in der Landesliga, sie haben sich wacker geschlagen.“
Mit Eurem „Durchmarsch“ , wo Ihr in 34 Spielen ungeschlagen geblieben seid, habt Ihr sensationell insgesamt 2 bärenstarke Meisterschaften hingelegt?
„Nicht jeder hat uns das wahrscheinlich zugetraut, auch als wir in die Landesliga aufgestiegen sind, aber 52 Punkte in der zwethöchsten Spileklasse und der „Vizemesiter“ sprechen schon für sich. Wir haben nur gegen St. Stefan 0:2 verloren, kassierten früh das 0:1 und fanden keine Torchance vor, aber das Resultat blieb trotzdem im Rahmen.“
Ihr habt auch als Trainerteam alles für die Erfolge gegeben, wirst Du verlängern?
„Nach diesen intensiven Jahren werde ich selbst jetzt meine Arbeit „ruhen“ lassen, aber meine beiden „Mitstreiter“: Christian Brandl und David Fuchs werden auf jeden Fall weitermachen, wer als neuer Cheftrainer übernimmt, ist noch offen. Es war ja so, dass ich zwar vorne gestanden bin, aber meine beiden Co-Trainer haben dafür mindestens ebenso viel geleistet wie ich. Sie haben ganz viel Zeit investiert und enorme Anstrengungen unternommen und ich möchte mich bei Christian und David auch auf diesem Weg einmal ganz herzlich bedanken!
Nun steigt Ihr in die Top-Spielklasse Oberöstereichs auf, gab es da irgendwelche Bedenken Eurerseits?
„Ganz kurz haben wir überlegt, ob es dafürsteht, sind aber zu dem Entschluss gekommen: die Spielerinne haben sich durch ihren Einsatz diese Auszeichnung verdient, „oben“ zu spielen und ihr Können zu zeigen. Unser erklärtes Ziel ist natürlich der Klassenererhalt, aber sollte uns das nicht gelingen, dann haben wir wenigstens unser Glück versucht".
Mit Eurem Spielstil habt Ihr auch in der Landesliga einige Teams überrascht?
„Mit unserem Ansatz, aus gesicherter Abwehr möglichst schnell unsere flinken Spitzen einzusetzen, haben wir nicht nur positive Kritik geerntet. Es ist aber so, dass wir erst gar nicht versuchen können, spielerisch mit so manchem Team mitzuhalten, dazu sind die Gegnerinnen zu abgebrüht und uns spielerisch überlegen. Deshalb wollen wir das Mittelfeld rasch überbrücken, bisher haben wir sogar im Frühjahr noch Erfolg in der Landesliga gehabt, obwohl wir nicht mehr unbekannt waren“.
Eure „Youngster“ treffen in der LT1-O.Ö.-Liga auf „arrivierte Teams“, hattet Ihr schon Vergleiche?
„Außer St. Stefan kaum, ein (wenig bedeutendes ) Aufbauspiel gegen die Union Nebelberg konnten wir mit 3:1 gewinnen und im Voest-Alpine-Ladies Cup haben wir gegen den Finalisten TSV Ottensheim in der Vorrunde trotz des schließlich klaren 0:6 phasenweise recht gut mithalten können“.
St. Stefan holte den Meistertitel in der LL, Maria Neustift hat es am Freitag in der „Nord/Ost“ geschafft, Gmunden wurde in der „Süd/West“ Erster, lauter „Aufsteiger“?
„St. Stefan möchte ich nach deren großartiger Saison nochmals gratulieren, es war uns eine Ehre, uns mit dieser tollen Mansnchaft zu messen und auch Maria Neustift verdient hohes Lob. In der Vorsaion hatten wir Glück, dort nicht zu verlieren, wir waren lange im Hintertreffen und haben festgestellt, die sind stark, überdies sind bei ihnen Eckbälle „halbe Tore“. Sie haben sich den großen Erfolg erarbeitet. Ich denke, sie halten sich auch in der Landesliga ohneweiters, da werden einige gegnerische Teams vielleicht überrascht sein. Auch Gmunden wird zu beachten sein, offensichtlich ein Team mit spielerischen Qualitäten.“
In der neuen Saison kommt es in der LT1-O.Ö.- Liga bei Euch zu 3 lokalen „Schlagerspielen“?
„Auf die 3„Derbies“ freuen wir uns schon jetzt ganz besonders: Gegen St. Stefan7Waldmark, den TSV Ottensheim, und die Union Nebelberg werden es ganz besondere Spiele werden".
Du gibst also das Kommando wirklich ab?
„Ja, ich möchte eine Pause nach der intensiven Zeit einlegen, drücke den Mädels natürlich weiter die Daumen und wenn „Not am Mann“ ist, bin ich sicher bereit, mitzuhelfen!
Vielen Dank, dass Du Dir Zeit für meine häufigen Anfragen und die klaren Schlussworte genommen hast, ich wünsche Dir weiterhin viel Glück und Erfolg!
Helmut Pichler