Frauen in OÖ

AUSWÄRTSSTART in der Steiermark als gutes „Omen“ für die SPG SV Wallern/Krenglbach?

Bei den Vorjahrsgegnerinnen des FC Oberes Feistritztal startet die Elf von Cheftrainerin Aurelia Zeilinger am kommenden Wochenende in die Relegation zur 2. Frauen-Bundesliga; dem Ligaportal gab die Meistertrainerin vor dem Auftakt folgendes Interview:

ÖFB 2. Frauen Bundesliga Relegation Mitte, Samstag, 13.6., 16.00 Uhr: FC Oberes Feistritztal-- SPG SV Zaunergroup Wallern / Krenglbach

 

Ligaportal: Aurelia, im Vorjahr seid Ihr gegen denselben Gegner daheim mit 4:1 in die Relegation gestartet, erwartet Ihr große Veränderungen bei den Steirerinnen?

Aurelia Zeilinger, BEd (SPG SV Zaunergroup Wallern / Krenglbach ): „Die Steirerinnen können nach einer sehr torreichen Saison mit Selbstvertrauen und auch mit der Erfahrung der letzten Relegation in dieses Spiel gehen. Es wird ein spannendes Spiel, wir wollen den Fokus auf uns richten und unseren Fußball auf das Feld bringen“.

Auswärts anzutreten, bedeutet einerseits natürlich eine schwierigere Position, aber die Gegnerinnen zu „kennen“ einen großen Vorteil?

„Ja, das hält sich die Waage, da sie uns ja auch vom Vorjahr kennen“.

Könnt Ihr auf die Unterstützung treuer Fans am kommenden Samstag rechnen, der Spielort Birkfeld in der Steiermark ist ca. 230 Kilometer von Krenglbach entfernt?

„Wir werden mit einem Bus anreisen und hoffen natürlich, auf lautstarke Unterstützung“.

Habt Ihr Informationen über die „neuen“ Kontrahentinnen aus Sachsenburg, was wisst Ihr über den Kärntner Meister?

„Wir versuchen grundsätzlich immer, gut vorbereitet in unsere Spiele zu gehen. Dazu gehört eben auch, über Spielanlagen, Key-Spielerinnen usw. des Gegners Bescheid zu wissen. Da es selbstverständlich ein Spiel von großer Wichtigkeit ist, haben wir auch diesen Gegner genauer unter die Lupe genommen. Nichtsdestotrotz wollen wir gegen jeden Gegner unseren Fußball mit unserer Spielidee auf den Platz bringen“.

Nach der Saison 2021 hat der SV Fenastra Krenglbach zuerst bei Wernberg (Kärnten) mit 2:1 gewonnen und dann das Rückspiel mit 4:2 für sich entschieden samt Aufstieg, ist diese Reihenfolge generell ein Vorteil?

„Ich glaube, dass die Reihenfolge nicht relevant ist. Aus der Relegation mit 3 Teams ergibt sich folgendes Szenario: Gewinnt man beide Spiele, ist man durch – Punkt. Es gilt, egal ob auswärts oder daheim,  das eigene Leistungsvermögen bestmöglich auf den Platz zu bringen“.

Wurde bei Euch nach Ende der LT1-O.Ö.-Liga das Training „normal“ fortgesetzt oder noch intensiviert?

„Wir haben über die ganze Saison hinweg einen Periodisierungsplan gelegt und sind diesem, mit kleinen Anpassungen, auch gefolgt. Auf Grund einiger spielfreier Wochenenden ergab sich eine enorm lange Wettkampfphase, das hat uns schon vor Herausforderungen gestellt“.

Steht Euch als Trainer-Crew der gesamte Kader topfit zur Verfügung?

„Stand jetzt, haben wir keine verletzten Spielerinnen. Aus persönlichen Gründen wird aber vermutlich in jedem Relegationsspiel jeweils eine Spielerin fehlen“.

Zwischen den beiden Aufstiegsspielen testet Ihr noch am 20. Juni gegen die Frauenfußball-Akademie OÖ, um im „Rhythmus“ zu bleiben?

„Wir hatten bereits vor und nach dem letzten Meisterschaftsspiel ein spielfreies Wochenende. Hätten wir kein Testspiel, so hätten wir 4 Spiele immer im 2-Wochen Rhythmus, das ist natürlich alles andere als optimal. Insbesondere vor dem letzten Spiel ist eine Pause, unserer Meinung nach, kontraproduktiv und macht es umso schwerer, sich für das Saisonfinale im letzten Spiel nochmals richtig hochzufahren. Daher sind wir froh, dass wir mit der FFA OÖ einen Testspielgegner gefunden haben, was Mitte Juni natürlich auch nicht leicht ist“.

Nach dem unglücklichen Scheitern im Vorjahr wird Euch heuer sicher nicht nur Oberösterreichs Frauen-Unterhaus alle Daumen, drücken, dass Ihr den Aufstieg schafft, oder?

„Ich bin schon der Meinung, dass es für den oberösterreichischen Fußball eine gute Sache wäre, wenn es neben der SPG Geretsberg/Bürmoos noch einen reinen oberösterreichischen Vertreter in der 2. Frauen Bundesliga gibt“.

Vielen Dank für Deine wertvolle Zeit, ich wünsche Dir mit Deinem Team einen optimalen Start in die Relegation!

Helmut Pichler