Frauen in OÖ

NEO-Kleinmünchnerin Emira MAKALIC krönte ihren Turnier-Einstand mit historischem Treffer!

Wegen ausgleichender Belastungssteuerung nahm ÖFB- U 19 Teamchef Dr. Markus Hackl für das gestrige abschließende Gruppenspiel gegen Spanien bei der EM- Endrunde in Bosnien 4 personelle Änderungen vor:

UEFA-U19-Frauen-Europameisterschaft 2025/26 – Endrunde, Gruppe B:

Spanien-- Österreich 2:1 (2:1) Tore: Alba Cerrato (Elfer), Elene Gurtubay; Emira Makalic.

Kräftiger „Input“ kam bei den Änderungen aus Linz: die Neo-Kleinmünchnerin Emira Makalic, Anika Hofschweiger und Ella Herbst (beide ebenfalls SPG BW Linz/Kleinmünchen) und Emily Schäfer (Austria Wien) starteten erstmals in der Anfangsformation. Die Ex- Kleinmünchnerin und Neo-Rapidlerin Sophie Hoke führte als Kapitänin das Team an.

Erste Chance für Emily Schäfer

In der 6. Minute hätte Schäfer beinahe die spanische Torhüterin bei einem guten Abschluss bezwungen, auch Ella Herbst wusste mit „Nadelstichen“ offensiv zu gefallen. Erwartungsgemäß fanden die Favoritinnen mehr Ballbesitz und einige Eckbälle mehr vor. Nachdem Vivian Grabenhofer in der 17. Minute noch sehr gut reagiert hatte, gab es wenig später Elfmeter durch die (schwache) Schiedsrichterin Miriama Bočková aus der Slowakei, die einen harmlosen „Körperkontakt“ von Emira Makalic mit einem Penalty ahndete, Alba Cerrato verwandelte zum 1:0 für Spanien.

Grabenhofer als starker Rückhalt

Grabenhofer zeichnete sich mehrere Male aus, so auch in der 34. Minute, 2 Minuten später verfehlte ihr Pendant im Tor der Spanierinnen einen Rückpass, aber Spaniens Kapitänin konnte den finalen Ball von Denise Lueger noch vor der Linie abwehren.

Zweierlei „Maß“ bei Elfmetern

Dann wurde Lueger im Strafraum ohne Ball gefoult, hier blieb die Pfeife der „Unparteiischen“ stumm. obwohl die Attacke an der Stürmerin wesentlich wuchtiger ausfiel als vor dem 0:1. Österreich steigerte sich offensiv, sodass Spanien in der 43. Minute einen Konter fuhr und diesen erfolgreich zum 2:0-abschloss.

Turbulentes Finish in der 1. Halbzeit

In der 45. Minute konnte Denise Lueger wieder einmal knapp gestoppt werden, den Eckball verwandelte Emira Makalic zum 1:2-Anschlusstreffer!

Historisches Tor nach mehr als 20 Jahren

Damit brach die „Neo-Linzerin“ die Torsperre der Spanierinnen, denn zuletzt hatten die Österreicherinnen Katrin Walzl und Nina Burger am 25. April 2006 (!!) beim 2:4 gegen Spaniens U 19 getroffen, es folgten 2011 ein 0:4, 2016 ein 0:4 und 2018 ein 0:3!

Beinahe wäre in der Nachspielzeit noch der Ausgleich gefallen, aber Katie Richter traf mit ihrem satten Schuss leider nur die rechte untere Stange!

2. Spielhälfte: am Spielstand änderte sich nichts mehr

Im Verlauf der zweiten Spielhälfte hatte der Cheftrainer auch noch Greta Spinn, Tina Krassnig, Teresa Frizbger und Eva Pötzl ins Spiel genommen, der Ausgleich gelang trotz größter Anstrengungen nicht mehr. Sophie Hoke wurde in der 81. Minute getauscht, Makalic, Herbst und Hofschweiger spielten durch.

3. Länderspiel-Tor für Emira Makalic

2 Treffer waren der kopfballstarken Defensivspezialistin Makalic für die ÖFB U 17 gelungen, seit gestern sind es „aller guten Dinge 3!“ Trotzdem haderte die ehrgeizige Fußballerin mit dem Spielausgang: „Es ist sehr schade, weil wir gefühlt vier „Tausender“ hatten und dennoch nur ein Tor erzielt haben. Denise (Lueger) hat vor dem Spiel zu mir gesagt, dass ich ein Kopfballtor machen werde und es ist tatsächlich so gekommen. Ein unglaubliches Gefühl, aber dennoch schade, dass es nicht gereicht hat. Wir können viel lernen aus diesem Spiel und werden uns gut auf Deutschland im Halbfinale vorbereiten.“

Ihre bisherige Karriere:

Die 18- jährige begann ihr Laufbahn 2017 beim SV Hohenzell, über die ÖFB- Frauen-Akademie und den SK Sturm Graz landete sie im Jänner 2026 beim SV Neulengbach. Nach der Auflösung des Traditionsteams hielt sich die ÖFB U 17- und U 19- Nationalspielerin beim Trainingscamp für vereinslose Spielerinnen der younion-Sportgewerkschaft fit. Dort wurde sie mit anderen „heimatlos“ gewordenen Fußballerinnen von Ex-Deutschland-Legionärin Nadine Prohaska und der ehemaligen ÖFB-Torjägerin Stefanie Enzinger betreut. Seit 2. Juli steht sie bei der SPG BW Linz/Kleinmünchen unter Vertrag.

Helmut Pichler