Frauen in OÖ

VORCHDORF- Ladies möchten „Solo“ mit ihrem Kampfgeist wieder an erfolgreiche frühere Meisterschaften anschließen!

Nach der punktelosen Saison 2025/26 in einer Spielgemeinschaft mit dem TUS Kremsmünster stehen die Mädels um Neo- „Spielertrainerin“ Christina Pesendorfer vor einem Neustart in der Frauenklasse Süd; das Ligaportal sprach mit  "Pionierin" und „Mastermind“ Anna Sattler:

Ligaportal: „Anna, Du warst maßgeblich als nimmermüder „Motor“ an der Installierung Eures Frauenteams beteiligt, wie sieht Eure „Kommandobrücke“ jetzt aus?

Anna Satttler: „Haupt-Trainerin ist „Chrisi“ Pesendorfer, sie wird uns auch als Spielerin unterstützen, allerdings könnten sie Kniebeschwerden manchmal daran hindern. Josef Steiner agiert als ihr „Co“, der erfahrene Daniel Freilinger hilft uns als Betreuer und ich mache mich organisatorisch „nützlich!“

Ist Josef Steiner ein Neuzugang?

„Nein, „Sepp“ ist schon seit längerem eine ganz große Stütze von unserem Team. Er bringt enorm viel Erfahrung mit, regelt mit großer Fachkompetenz z.B. Spieleranmeldungen, auch sonstige Angelegenheiten mit dem OÖFV, ist regeltechnisch beschlagen, schlichtet diplomatisch „Missverständnisse“ im Team, usw… usf…ich denke, er ist unentbehrlich für uns und wir schulden ihm großen Dank!"

Ihr geht jetzt wieder als Einzel-Team an den Start, warum erfolgte die Auflösung der Spielgemeinschaft mit dem TUS Kremsmünster, wegen „Erfolglosigkeit“ oder in erster Linie wegen logistischer Schwierigkeiten?

„Die "negative Punkteausbeute“ war nur ein kleines Detail, in erster Linie scheiterte es an der Logistik. Aus Vorchdorf stammte der Großteil der Mannschaft, die Fahrten zu den Trainings waren für einige Spielerinnen zu beschwerlich, auch in organisatorischer Hinsicht klappte es trotz großer Bemhungen nicht unbedingt nach Wunsch. Es war besser, die Spielgemeinschaft zu beenden, wir bedauern aber jene Mädels aus Kremsmünster, die nun kein komplettes Team mehr stellen können. Menschlich wollen wir und sind wir mit ihnen nach wie vor freundschaftlich verbunden“.

Noch einmal zurück zu Eurer krassen „Delle“ in der sonstigen Erfolgsgeschichte: es gab ja auch „unverdiente“ Niederlagen?

„Ja, wir waren bei manchen Spielen schon auf einem guten Weg und hätten uns z.B. gegen die Temas des ASV Niederthalheim 1 b, St. Pantaleon ( jeweils 2:3) oder in Weibern (1:2) nach dem Spielverlauf unbedingt Zähler verdient, aber es fehlte das berühmte Quäntchen Glück und wir wurden dann unter unserem tatsächlichen Wert geschlagen. Im Lauf der Saison ging dann leider unser größter Trumpf, die Motivation, verloren, denn in der Vergangenheit haben wir etliche Siege nur durch unsere großartige Einstellung, nicht wegen unserer herausragenden „Spielkunst“ eingefahren.“

2022/23 habt Ihr als „Neulinge“ mit 3 Punkten abgeschlossen, Euch in der nächsten Saison schon auf 19 Punkte gesteigert (Platz 6!!), auch die 14 Zähler aus 2024/25 konnten sich sehen lassen; peilt Ihr jetzt wieder einen ähnlichen Punktestand am Saisonende an?

„Das Wichtigste ist mir, dass wir gemeinsam wieder die Freude am Fußball zurückgewinnen, eine zu erreichende Punktezahl oder einen Tabellenrang möchte ich deshlab gar nicht vorgeben. Wir werden uns natürlich nach Kräften bemühen und uns über jeden Zähler freuen, aber das ist nicht das vorrangige Ziel.“

Als Spielerin näherst Du Dich in Deiner 5. Saison der „50-er Marke“, bist also die größte „Insiderin“, sind neuer Optimismus und Zuversicht bei Euch zurückgekehrt?

„Wenn es nach meinem äußerst positiven Eindruck von den aktuellen Trainings geht, sind wir auf dem besten Weg dazu, es ziehen alle wieder voll an einem Strang“.

Wann war bei Euch Trainingsauftakt, wie viele Spielerinnen nehmen teil, wie oft trainiert Ihr?

„Am 7. Juli haben wir wieder begonnen, 2 x wöchentlich üben zwischen 14 und 17 Akteurinnen und man merkt in jeder Phase: jetzt geht es wieder aufwärts!“

Wer hat Euren Kader verlassen, wer kommt hinzu?

„Bereits im Winter ist Lisa Maria Steiner zum ASV Niederthalheim gewechselt und hat jetzt dort verlängert, „Pionierin“ Laura Ohler hat im Winter ihre Laufbahn beendet, Leonie Rauch und Elisabeth Brandt folgten jetzt am Meisterschaftsende.

Neu ist Laura Schmidtmayr aus Vöcklabruck und ich denke, dass sich noch einige weitere Neuzugänge bei uns einfinden werden. Sollte uns nicht eine lange Ausfall-Liste passieren, ist der Kader im Moment ausreichend dotiert“.

Werdet Ihr außer dem Testspiel gegen das FNZ Linz Süd Ebelsberg, auswärts am 2.August, weitere Probegalopps absolvieren?

„Wir sind gerade dabei, noch 2-3 weitere Tests zu vereinbaren.“

Im Cup empfängt Ihr am 22. August den Landesligisten Biogena Peuerbach , ein „Bonus-Spiel“?

„Wir sehen das als weiteres Vorbereitungs-Spiel, die Gäste sind Favorit, was aber nicht heißt, dass wir das Spiel nicht mit vollem Einsatz bestreiten“.

Der Meisterschafts-Auftakt erfolgt am 29. August gegen den SV gegen den Antiesenhofen, ein echter Gradmesser für Eure Spielstärke?

„Es ist sicher nicht verwunderlich, wenn wir uns hier nicht von Haus aus 3 Punkte ausrechnen, es gilt ähnliches wie für das Cupspiel. Wir wollen uns zum Auftakt von unserer besten Seite zeigen und voll dagegenhalten, weil das Spiel natürlich ein gewisser „Wegweiser“ für die Herbstmeisterschaft ist".

Deine und Eure Erwartungen in der neuen „8-er“-Liga ?

„Hauptziel ist es, den Kader zu festigen, wieder eine stabile Frauen-Mannschaft zu stellen und uns im Mittelfeld zu platzieren. Früher haben wir oft gezeigt, wozu der legendäre Vorchdorfer Kampfgeist fähig ist , daran wollen wir anknüpfen. Dass es den Frauenfußball, unabhängig von etwaigen „Durchhängern“, weiter in Vorchdorf gibt und Mädchen und Frauen hier eine Anlaufstelle finden, das ist mein und unser größtes Anliegen.“

Helmut Pichler