Frauen in OÖ

RÜCKKEHRER Markus Kaserer: „Vor allem wollen wir in der Landes-Liga bleiben!"

2023 hatte der Erfolgstrainer die SPG Ladies Münzkirchen/Taufkirchen zum Meistertitel in der Frauenklasse Süd /West geführt, nach „knapper “ Pause 2025/26 übernimmt der erfahrene Coach wieder die Innviertlerinnen; das Ligaportal gratulierte zum Comeback:

Ligaportal: Glückwunsch, Markus, dass Du wieder „an Bord“ bist, was haben die Mädels unternehmen müssen, um Dich zum endgültigen "Return" zu bewegen?

Markus Kaserer: „Danke für Deine Wünsche, aber Du stellst villeicht Fragen (schmunzelt): denn Du weißt ja, wie sehr mir dieses Team am Herzen liegt. Offiziell habe ich erst jetzt wieder im Juli diese Funktion übernommen, aber schon nach dem Abgang von Alex (Klein) habe ich Interimstrainerin Lena (Scherrer) bei den letzten Spielen im Herbst unterstützt"

Deine Auszeit war also eher „kurz“?

„Ja, ich wollte im Vorjahr eigentlich ganz mit den Traineragenden aufhören….“

Hast Du das Abschneiden Deiner "Jetzt- wieder"- Schützlinge auch während Deiner Pause verfolgt?

„Selbstverständlich, und sie haben sich auch sehr gut geschlagen, waren in der Frauenklasse Süd/West voll vorne dabei. Das „Tief“ im Frühjahr kam zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt mit den beiden 0:2-Niederlagen gegen Attergau und die SPG Eberstalzell/Pettenbach/Ried-Tr.

Es ist natürlich sehr erfreulich, dass wir jetzt doch noch in der zweithöchsten Spielklasse Oberösterreichs „mitmischen“ dürfen.“

In der Saison 2023/24 habt Ihr schon in der Landesliga gespielt, seid nach einem „mäßigen“ Frühjahr mit nur 2 Punkten ( insgesamt 9) abgestiegen?

„Da hatten wir eine üble Verletzungsserie im Frühjahr, es war eine „happige“ Zeit mit einem viel zu kleinen Kader".

Trotzdem seid Ihr im O.Ö. ZAUNER-Group-Ladies Cup im Viertelfinale gestanden?

"Weil wir im Herbst Vorchdorf mit 6:0 und Lembach mit 5:3 (beide auswärts) geschlagen hatten, da hatten wir noch einen größeren Kader. In der 3. Runde sind wir dann auswärts bei der SPV Kematen - Piberbach / Rohr – Neuhofen mit 0:10 untergegangen.“

Lena gehört auch jetzt dem Trainerteam an?

„Wir sind beide gleichgestellt, sie ist offiziell meine „Co-Trainerin“, aber wir machen das gemeinsam. Lena ist topmotiviert und fachlich sehr gut aufgestellt, eine tolle Zusammenarbeit ist gesichert.“

Wann seid Ihr mit der Vorbereitung gestartet?

„Schon am 5. Juli, weil ich den Ausfällen durch Ferien und Urlaub schon rechtzeitigngegensteuern wollte".

Wie viele Mädchen und Frauen sind bei Euch im Training?

„Zwischen 15 und 18, da sind auch etliche Talente dabei, die noch nicht 14 Jahre alt sind“.

Wirst Du sie bei Erreichen der „Altersgrenze“ einsetzen?

„Sollte es notwendig sein, ja, wobei mir die Anforderungen der Landesliga durchaus bewusst sind. Aber irgendwann müssen sie den „Sprung ins kalte Wasser“ wagen.“

Welche Testspiele werdet Ihr vor den ersten „Pflichtspielen“ absolvieren?

„Wir proben gegen Peuerbach, Niederthalheim und 2 deutsche Mannschaften.“

Euer Auftakt im voest-Alpine-Ladies Cup erfolgt daheim gegen den „Hochkaräter“ SPV Kematen - Piberbach / Rohr – Neuhofen?

„Das ist für uns ein „Bonus-Spiel“, da rechnen wir uns nicht die größten Erfolgschancen aus.“

In der 1. Runde der Meisterschaft empfängt Ihr die Union Lochen?

„Da können wir wegen Urlaub und beruflicher Erfordernisse leider noch nicht in voller Teamstärke antreten, werden aber natürlich unser Bestes versuchen.“

Wie schätzt Du überhaupt die Landesliga ein?

„Da treten lauter gute Teams an, wo vielleicht sogar an einem „guten Tag“ jeder jeden schlagen kann. Inwieweit die Aufsteiger aus der Frauenklasse den Leistungsunterschied zur Landesliga aufholen können, werden die Spiele beantworten. Von der Tagesverfassung wird meiner Meinung nach sehr viel abhängen, unvorhersehbare Ausfälle können die Teamstärke entscheidend beeinflussen.“

Deine Favoriten für den Meistertitel?

" USV St. Oswald/Freistadt und Union Biogena Peuerbach schätze ich am stärksten ein, aber die Liga ist so ausgeglichen......!

Deine und Eure Ziele für 2026/27?

„Wir möchten unbedingt in der Liga bleiben, zuerst versuchen, anzukommen und so viel Punkte zu machen, wie möglich. Wenn außer dem Klassenerhalt noch ein wenig mehr „herausspringt“, nehmen wir das natürlich gerne an.“

Vielen Dank für das Gespräch, ich wünsche Euch, dass Ihr das „Gastspiel“ in der Landesliga bedeutend länger als zuletzt gestalten könnt!

Helmut Pichler