Nach einer Pause von 3 Saisonen coacht der routinierte Betreuer wieder die „Seemädchen“, die mit Markus Empfelseder 2025 in die Landesliga aufgestiegen waren:
Ligaportal: Willkommen zurück, Thomas, welchem glücklichen Umstand verdanken wir, dass Du Dein Comeback feierst?
Thomas Pugl-Pichler: „Danke für den freundlichen „Empfang“, das hat sich irgendwie ergeben. Für Markus (Empfelseder), der seine Sache sehr gut gemacht hat, ist es zeitmäßig „eng“ geworden und so haben sich Kapitänin Yasmin Eichinger und Cornelia Greineder an mich gewandt, ob ich weitermachen könnte. Nachdem wir ja auch eine schöne Zeit gehabt haben, will ich das Team nicht im Stich lassen und habe zugestimmt, einzuspringen.“
Du hast zwischen 2019 und 2023 alles Denkbare mit diesem Team erlebt: 2 x Corona-Herbstmeister (Corona verhinderte die weitere Austragung) , 2022- gelang endgültig derTitel in der FK und Aufstieg, Gastspiel in der LL, Abstieg, was soll in dieser Saison folgen?
„Kürzest gesagt: alles, außer: Abstieg. Im Ernst: wir verfolgen schon sportliche Ziele, verfügen über einen Kader, der genug Qualität hat, um den Klassenerhalt zu sichern oder vielleicht noch ein wenig mehr schaffen kann".
Der Neulings- „Bonus“ mit Aufstiegs-Euphorie und möglicher Unterschätzung durch die Gegnerinnen fällt heuer weg, wird es dieser Hinsicht schwerer?
„Richtig, im Vorjahr haben sie im Herbst als „Neulinge“ gleich sehr beachtliche 16 Punkte erreicht, eine satte Ausbeute für Liga-Neulinge. Heuer haben wir eine 10-er Liga, die für mich sehr hohes Niveau aufweist, wahrscheinlich total ausgeglichen verlaufen wird, sprich: Jeder kann jeden schlagen, aber logischerweise kannst Du auch gegen jede Mannschaft verlieren".
Andererseits: In der 10er Liga sind gleich 4 „Neulinge“ aus den Frauenklassen am Start, wird es für Euch leichter, zu Punkten zu kommen?
„Da möchte ich das Fußball-Genie Franz Beckenbauer zitieren: „Schaun mer mal, dann sehn mer scho.“ Fakt ist, es wird hochspannend ablaufen und es bleibt abzuwarten, wie sich der Punktekampf entwickelt".
Du coachst gemeinsam mit Sarah Schultz den Kader, wer ist noch „an Bord“?
„Ja, und Markus hilft uns noch als Torfrautrainer, insgesamt sind ja doch an die 30 Spielerinnen zu betreuen.
Heuer haben wir ja erstmals auch ein Team in der Mädchen-Hobby-Liga (MHL), das ist ein großes Verdienst von Markus, das hat er richtig gut aufgebaut".
Wann habt Ihr mit der Vorbereitungsphase begonnen?
„Schon am 1. Juli, weil wir die Ausfälle wegen Urlaub und Ferien so gut wie möglich managen wollten. Aktuell sind zwischen 18 und 20 „Fleißige“ 2 x in der Woche intensiv im Training".
Müsst Ihr auf Schlüsselspielerinnen wegen deren Karriere-Ende verzichten?
„ Unser langjähriger Rückhalt, Torfrau Jacqueline „Jacqui“ Schorn wollte die Schuhe schon endgültig an den Nagel hängen, aber mittlerweile arbeite ich daran, sie umzustimmen, uns auszuhelfen, weil wir sie ganz notwendig brauchen“.
Gibt es sonstige Veränderungen in Eurem Aufgebot?
„Wir hoffen, dass eine Langzeitverletzte (Kreuzbandriss) wieder zurückkehren kann".
Welche Testspiele bestreitet Ihr in der Vorbereitungsphase?
„Gegen Elsbethen und Laufen (Bayern) haben wir Aufbauspiele vereinbart.“
Im voest-alpine-Ladies-Cup gastiert in der 1. Runde die SG Steyr Damen bei Euch, Eure Ambitionen?
„Auch wenn das ein Gegner aus der LT1- O.Ö.-Liga ist, wir möchten gewinnen und 1 Runde weiterkommen. Natürlich wissen wir um die Spielstärke der Gäste Bescheid, aber im Pokal gab es schon öfter Überraschungen….
Setzt Ihr auf das treue Heimpublikum, es war ja schon immer Euer großer Trumpf, auch in der neuen Saison?
„Sicher, das sehe ich genauso wie Du.“
Zum Meisterschaftsstart geht es für Euch in die WAIZENAUER-Arena Taufkirchen/Pram, ist das schon eine „Standort-Bestimmung“ für Euch?
„Meiner Meinung nach noch zu verfrüht, weil es erst die 1. Runde ist und wir eine Mannschaft haben, die mit vielen jungen Spielerinnen bestückt ist".
Dein größter Wunsch?
„Dass unser Team und auch die Gegnerinnen, gesund, mit möglichst wenig Verletzungen die neue Saison bestreiten können und wir uns in der Liga mit ansprechenden Leistungen behaupten können.“
Helmut Pichler