Vor 20 (!) Jahren betreute er bereits als erster Trainer die Damen in ihrem „Premieren-Jahr“ in der 1. Frauenklasse Oberösterreichs; das Ligaportal führte mit dem „Gründer-Vater“ folgendes Gespräch:
Ligaportal: „Christoph, was hat Dich bewogen, wieder in den „Ring zu steigen“?
„Das Frauen-Team stand kurz vor der Auflösung und es hat sich nicht wirklich ein Trainer gefunden. Es gibt auch einige Mädchen im Nachwuchs, denen bei uns ein Frauen-Team für die Zukunft zur Verfügung stehen soll. So gesehen ist es mittlerweile Tradition beim ASV, ein Frauen-Team zu haben und es ist definitiv eine Bereicherung für den Verein und den Sport, wenn Frauen Fußball spielen“.
Das Team hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich: 2016 Rückzug aus dem Meisterschaftsbetrieb als 4. (!!) der Landesliga, 2023 Rückkehr in die Frauenklasse Nord/Ost, 2024/25 praktisch Letzter, detto in der Vorsaison, wo liegen die größten Schwierigkeiten, stabil zu werden?
„Wir waren damals sogar in der OÖ-Liga, aber irgendwann gründen die Frauen eine Familie und das ist dann ohne Frauen- Nachwuchs ein Problem.
Unser Kader ist sehr jung, das ist zum einen sehr positiv, aber auf der anderen Seite fehlt da einiges an Erfahrung und Stabilität. Wenn man sehr oft verliert, dann ist das auf die Dauer nicht wirklich motivierend, nicht für die Mädels und auch nicht für die Trainer“.
Was planst Du für die neue Saison?
„W e g vom Spielen , das nur „ergebnisorientiert“ausgerichtet ist, h i n zur Freude am Fußballspielen! Mit viel Geduld und Ehrgeiz und dem Hervorheben von kleinen positiven Schritten wollen wir wieder konkurrenzfähig werden“.
Gemeinsam mit Gerald Schönleitner willst Du das Team wieder auf Kurs bringen, oder irre ich da?
„Gemeinsam mit Gerald Schönleitner und Raphael Mayrbäurl. Ich bin auch noch U15 CO-Trainer, wo meine Tochter spielt, und Gerald ist U12- Trainer“.
Reicht der Kader von 23 Aktiven, sind alle Top-Fit?
„Der Kader ist definitiv an der unteren Grenze, aber es haben bereits 3 neue Mädels bei uns angefangen, die bei umliegenden Vereinen auf Grund der Leistung keinen Platz mehr zum Trainieren hatten. Gemeinsam sollen einfach viele Mädchen/Frauen die Möglichkeit haben, diesen wirklich großartigen Sport auszuüben“.
Gab es bisher schon Testspiele?
„Es gab ein echtes Testspiel. Aber aus meiner Sicht ist jedes Spiel im gesamten Herbst und darüber hinaus ein Testspiel. Gemeinsam wollen wir uns Schritt für Schritt verbessern“.
In der Meisterschaft hattet Ihr am Freitag in der 1. Runde die SPG Ladies Perg / Windhaag, absolut kein Gegner „zum Aufwärmen“?
„An den Ergebnissen im Cup (0:6 beim UFC Attergau) und gegen Windhaag (0:12) sieht man, dass wir noch viel Freude am Lernen haben werden. Aber selbst bei diesen Spielen sah ich bereits viele kleine positive Entwicklungen. Wie bereits erwähnt, weg von „ergebnisorientiert“, hin zur Freude am „Kicken“, dann kommen die Erfolge wieder von selbst. Voraussetzung ist viel Geduld und Fleiß, aber ich denke, das konnte ich schon den Mädels intensiv vermitteln. Im Leben und in der Arbeitswelt bist du immer mit Druck konfrontiert, dass muss dann nicht auch noch im Hobby oberstes Prinzip sein“.
Deine und Eure Wünsche für die neue Saison?
„Viel Spaß zu haben und verletzungsfrei zu bleiben“.
Vielen herzlichen Dank für Dein klares Statement mit „Tiefgang“; ich wünsche Euch große Ausdauer auf dem „Aufbauweg“ und dass Ihr Euch schlussendlich für Eure intensiven Bemühungen belohnen könnt!
Helmut Pichler