Im gestrigen Schlagerspiel der zweithöchsten o.ö. Spielklasse standen sich die beiden bärenstarken Aufsteigerinnen im Duell um die Podiumsplätze gegenüber:
Frauen-Landesliga:
SPG Eberstalzell / Pettenbach / Ried-Tr.--- SV Gmunden 3:4 (3:0) Tore: Leonie Breitwimmer (2), Viola Kremsmair; Anna Katharina Stockinger (2), Nina Grieshofer, Eva Ramsimmer.
Ausgangslage: die beiden Liga-Neulinge lagen vor dem Match auf den Plätzen 2 (Gmunden) und 3, im Falle eines Sieges der Gastgeberinnen hätten sie mit der Elf vom Traunsee die Ränge getauscht. Die Heimelf hatte mit Ausnahme des Auftaktspiels (dezimiert 0:2 in Lembach) alle Partien, teilweise hoch gewonnen, Gmunden hatte 1 x remisiert.
Cheftrainer Jürgen Wabitsch (SV Gmundner Milch) zum Spielverlauf: „Wir starteten wieder mit einem frühen Gegentreffer nach wenigen Minuten mit 0:1, das 0:2 fiel aus einem Weitschuss. Anschließend drängten wir auf den Anschlusstreffer und Ausgleich, aber sie wollten uns trotz etlicher Chancen nicht gelingen, zum Überdruss kassierten wir ganz knapp vor dem Pausenpfiff auch noch das 0:3. Meiner Meinung nach wollte die Heimelf im ersten Spiel-Abschnitt den Sieg mehr als wir, spielte sehr gut und so gingen wir mit einem satten Rückstand in die Halbzeitpause. Dort waren sich unsere Spielerinnen einig, „bisher haben wir (fast) immer 3 Tore geschossen, warum sollte es uns heute nicht gelingen“ und gingen entschlossen in den 2. Spielabschnitt.
Große „Wende“ in der 2. Hälfte
Schon in der 46. Minute verkürzte Anna Katharina Stockinger nach einem Eckball per Kopf auf 1:3, 2 Minute später wiederholte sie diese Aktion und binnen 15 Minuten glichen wir auch noch durch Eva Ramsimmer zum 3:3 aus. In dieser Phase schnürten wir die erfolgsgewohnte Heimelf ein und schließlich gelang Nina Grieshofer auch noch der Siegestreffer zum 4:3.
Ich kann diesem Team nur ein Riesenkompliment machen, gegen diese exzellente Mannschaft der SPG Eberstalzell / Pettenbach / Ried-Tr.---, die selbst tollen Fußball zeigte, noch „zurückzukommen“, ist eine besondere „Moralinjektion“ und zeugt von einer vorbildlichen Einstellung der Spielerinnen, die ihresgleichen sucht. Spielmacherin Stefanie Mühlbachler trat sogar erkrankt an. weil wir andere Stützen ersetzen mussten, ganz großes Dankeschön an sie und alle anderen, Hut ab vor diesem Teamgeist!
Trotzdem denken wir von Spiel zu Spiel
Wir sind jetzt saisonübergreifend 12 Spiele ungeschlagen und können mit unseren 13 Punkten den nächsten Spielen „ruhiger“ entgegensehen. Im nächsten Spiel müssen wir wieder auswärts antreten, der klare Titelfavorit USV St. Oswald/Freistadt ist unser Gegner.“
Cheftrainer Andreas Kronegger (SPG Eberstalzell / Pettenbach / Ried-Tr.): „Diese Niederlage schmerzt schon , weil wir das Spiel selbst aus der Hand gegeben haben. Ich habe in der Pause meine Mannschaft noch ermuntert, nicht nachzulassen und nach der 3:0-Führung noch etwas „nachzulegen“. Leider haben wir dann sehr bald aus 2 Standards auch 2 Gegentreffer bekommen und da sind einige Spielerinnen nervös geworden. Beim 4. Gegentreffer haben wir uns auch nicht besonders geschickt angestellt. Dazu kommt, dass wir Akteurinnen haben, die speziell gegen Gmunden an „Blockaden“ leiden, das heißt, gegen diese Mannschaft mit großer Nervosität kämpfen, das war schon in den Vorsaisonen so.
Gmunden hat aber verdient gewonnen und war auch bisher unser stärkster Gegner, ich schätze, dass das Team von Wabitsch/Zolgar bis zum Schluss ganz vorne mitmischen wird. Wir sind noch nicht so weit, sind (noch) anfällig, wenn ein Spiel einmal in eine bestimmte Richtung „driftet“, egal, ob in eine positive oder negative. Allerdings können wir mit dem bisherigen Abschneiden schon zufrieden sein, denn wir sind als Neulinge aufgestiegen und können in dieser Liga an einem guten Tag auch jedes Team schlagen!“
Landesliga Frauen:
Union Lochen-- USV St. Oswald / Freistadt 2:2 (1:1) Tore: Reka Reitzig, Rebecca Lindner; Angelina Steininger, Nadine Maria Ecker.
Durch den heutigen ersten Punkteverlust in der Herbstmeisterschaft liegt der Tabellenführer USV St. Oswald punktegleich mit 13 Zählern gleichauf mit dem SV Gmunden auf Rang 1 und führt mit der um 1 Tor besseren Tordifferenz vor den Liga-Neulingen.
Am kommenden Samstag treffen die beiden Teams um 17.00 Uhr auf dem Sportplatz in St. Oswald aufeinander.
Helmut Pichler