Wieder wechselte eine Oberösterreicherin zu den früheren Seriensiegerinnen und damit erhöht sich die Zahl der „Exporte“ aus unserem Bundesland auf die „magische Zwölf“:
Aus Graz zur Wienerwald-Elf
Vom ADMIRAL-Frauen-Bundesligisten in der Steiermark, Sturm Graz, übersiedelt die Defensivspezialistin aus Oberösterreich zum Ligakonkurrenten.
Da sie bisher auch noch in der ÖFB-Frauen-Akademie zum Einsatz kam, war es offenbar nicht möglich, die Trainingsverpflichtungen auf beiden Seiten zufriedenstellend zu koordinieren, als Konsequenz waren auch ihre Einsätze für die Grazerinnen überschaubar.
Von Austria-Wien-„Legende“ willkommen geheißen
Dessen ungeachtet freut sich die gebürtige Innviertlerin auf ihre „neuen Aufgaben“ und stellt auch Neulengbachs-Cheftrainer Andreas Ogris fest: „Wir freuen uns sehr, ein Talent wie Emira in unserem Team willkommen zu heißen. Bereits im Nachwuchs-Nationalteam hat sie ihr Können gezeigt; umso schöner, dass sie diesen Weg nun mit uns weitergeht.“
11 „Vorgängerinnen“ aus Oberösterreich bei den früheren Champions“
Ab 2003 dominierte der SV Neulengbach in Österreichs höchster Frauenspielklasse die Konkurrentinnen u.a. mit 10 „Doubles“ (Meisterschaft und Pokal) nach Belieben, bei der Elf aus dem Wienerwald war bis dato länger oder kürzer schon ein komplettes Team aus Oberösterreich tätig:
Pionierinnen ab 2002
Den Anfang machten Claudia Aumüller aus Nebelberg, die Rohrbacherin Susanna Gahleitner (beide 2002-2007), Susanne Just aus Wolfern, die 2003-2008 verpflichtet war und die Oberösterreicherin Simone Peböck von 2006-2020. Trotz starker Konkurrenz, auch international, kamen sie in der Glanzzeit der Niederösterreicherinnen immer wieder zu Einsätzen in der Meisterschaft, im ÖFB-Cup, dem Supercup und auch in der Champions-League.
Kontinuierliche „Zugänge“ aus Oberösterreich
Die aktuelle Manchester City-Legionärin Laura Wienroither war 2016/17 für die Niederösterreicherinnen tätig, die Innviertlerin Jana Scharnböck folgte 2017/18, Katharina Margit Fellhofer bestritt ab 2019 vierzehn Spiele für Neulengbach, ehe mit Claudia Wenger von 2018 bis 2021 eine aktuelle Legionärin der 1. deutschen Frauen-Bundesliga (jetzt Bayer 04 Leverkusen) folgte. Die ÖFB- U 19- Internationale Sandra Mayrhofer spielte 2020-2024 für das Team aus der Stadt mit 8.600 Einwohnern, 2020/21 war die Vöcklabruckerin Lisa Kolb mit 32 Volltreffern in 26 Spielen äußerst erfolgreich für die „Schwarzweißen“.
Als Vorletzte aus unserem Bundesland war die Innviertlerin Anna Schlöglmann in der 1. Hälfte des Jahres 2024 für die früheren „Liga-Dominatorinnen“ tätig, die auch international 2014 mit dem Vorstoß unter die Top-8 Europas in der Champions League für Furore gesorgt hatten,
Mit Emira Makalic stößt nun eines der größten Talente im Abwehrbereich in Österreichs Frauenfußball zur Ogris-Elf, die sich im Gegensatz zu den früheren „Glanzzeiten“ mit internationalen Stars als guter „Nährboden“ für heimische Talente erweist.
Bereits einige internationale Erfolge der jungen Oberösterreicherin
Die 17- jährige Defensivspezialistin aus Hohenzell mit dem „Gardemaß“ von 1,79 Meter landete über den SV Guntamatic in der ÖFB-Frauen-Akademie, wo sie 2025 zum SK Sturm Graz wechselte.
Ihr erstes ÖFB-U 17-Länderspiel betritt die zweikampfstarke Innviertlerin im Februar 2024 gegen Polen (0:1), beim 4:0 gegen Portugal erzielte sie im Rahmen des UEFA WU17 Development Tournaments an der Algarve am 21. Mai 2024 ihr erstes Länderspieltor.
Bisheriger Höhepunkt ihrer internationalen Karriere war die U 17-EM-Endrunde auf den Färöer-Inseln, wo die Abwehrchefin mit ihrem Team bei Punktegleichheit nur „hauchdünn“ wegen der um 2 Tore schlechteren Tordifferenz gegenüber Norwegen das Halbfinale verpasste.
Mit dem ÖFB-U 19-Nationalteam schaffte die kopfballstarke Strategin im Oktober 2025 die Qualifikation für die „Eliterunde“ im heurigen Frühjahr, in der die ÖFB-Auswahl in Schottland auf dem Weg zur EM 2026 in Bosnien und Herzegowina (27. Juni bis 10. Juli) in der Gruppe A4 auf Norwegen, Schottland und Nordmazedonien trifft.
Helmut Pichler