Mit der SPG Geretsberg/Bürmoos wehrt sich die Langzeitstütze in der 2. Frauen-Bundesliga als Spielerin gegen die „Abstiegszone“, mit der U. Biogena Peuerbach A kämpft sie als Cheftrainerin um den Anschluss zum Vorderfeld der Landesliga; das Ligaportal sprach mit der Vorzeige-Fußballerin:
Ligaportal: Alexandra, beanspruchen derzeit beide Teams kräftig Deine Nerven?
Alexandra Aichner: „Aktuell schon etwas, das stimmt. Mit der Union Biogena Peuerbach geht’s hauptsächlich um die noch fehlende Kontinuität der Leistungen und dass der Abstiegskampf, den wir jedes Jahr mit der SPG Geretsberg/Bürmoos führen, an den Kräften zehrt, ist, glaube ich, auch kein Geheimnis“.
In der 2. Bundesliga hattet Ihr mit dem Tabellenführer SVK Wildcats Werderitsch Reisen allerdings auch den im Moment schwierigsten Gegner zu bekämpfen?
„Ja, definitiv. Die waren einfach in allen Belangen überlegen, wobei wir lange tapfer dagegengehalten haben (das Spiel endete 0:5; Anmerkung) Wenn man aber Großteils im Spiel den ballführenden Gegnerinnen hinterherläuft, gehen irgendwann die Kräfte aus“.
Zuvor zeigte sich der eher unberechenbare FC Pinzgau Saalfelden von seiner besten Seite?
„Da haben wir einfach durch die Bank einen ganz schlechten Tag erwischt (ebenfalls 0:5). Wir haben alle unsere Grundtugenden nicht auf den Platz gebracht und wenn die Einstellung nicht stimmt, dann wird’s schwer“.
Nun folgen mit dem FC Wacker Innsbruck am Sonntag und in der übernächsten Runde den starken Aufsteigerinnen, der SPG SV Zaunergroup Wallern / Krenglbach, wieder 2 Auswärts-„Hürden“?
„Beides sind wahrscheinlich ein bisschen richtungsweisende Spiele. An einem guten Tag ist auch gegen Innsbruck etwas drinnen. Die SPG Wallern/Krenglbach macht es aktuell auch richtig gut, auch das wird ein schweres Auswärtsspiel. Aber den Kampf müssen wir annehmen, wenn wir die Liga halten wollen“.
Kommt Euch jetzt zugute, dass Ihr mit der „Routine“ und Erfahrung der letzten Saisonen sicher nicht vorzeitig „die Flinte ins Korn werft“?
„Ja und Nein. Wir haben viele jüngere Spielerinnen dabei, die diese Situation noch nicht ganz so kennen und denen auch in den wichtigen Spielen das Herz ein bisschen in die Hose rutscht, aber grundsätzlich haben wir schon einen guten Stamm, der sicher nicht den Kopf in den Sand steckt, wenn es in ein paar Spielen nicht so läuft“.
E i n voller Erfolg könnte bei der dicht gedrängten Tabelle die Lage schon wieder völlig verändern?
„Das stimmt, darum ist es auch ganz wichtig, dass wir jetzt einmal voll anschreiben und zeigen, dass mit uns zu rechnen ist“.
Seid Ihr bisher von Ausfällen wie schweren Verletzungen usw… verschont geblieben?
„Großteils aktuell ja. Kleinere Sachen gibt es immer wieder, aber das gehört leider dazu“.
Wie lautet Dein Resümee als Headcoach bei U. Biogena Peuerbach in der Landesliga?
„Aktuell ist meine Beurteilung noch etwas zwiegespalten. Wir haben immer wieder überragende Phasen und Partien dabei und dann kommt wieder ein Tag, an dem man einfach mal alles hinterfragt“.
Präsentierte sich zuletzt der bärenstarke Aufsteiger SPG Eberstalzell / Pettenbach / Ried i.Trkr. beim 0:5 als fast „übermächtiger“ Gegner?
„Grundsätzlich war es eine sehr solide Partie von der SPG, die einfach unsere Unachtsamkeiten und Fehler eiskalt ausgenützt haben. Wir haben einfach nicht gemacht, was wir ausgemacht und uns vorgenommen haben und dann geht man gegen einen guten Gegner auch so klar unter“.
In der nächsten Runde geht es gegen die unmittelbaren Tabellen-Nachbarn der Union Lembach, soll jetzt der „Umschwung“ kommen?
„Wir haben in dieser Woche gut trainiert und ich bin zuversichtlich, dass sich die Mannschaft wieder anders zeigen wird. Ich vertraue meinen „11“ am Platz und natürlich auch den frischen Kräften auf der Bank, dass es wieder in die richtige Richtung geht“.
Müsst Ihr Ausfälle kompensieren oder haben die Schwankungen, auch positiv:- Lochen wurde von Euch mit 4:0 abgefertigt- andere Ursachen?
„Wir haben schon Ausfälle, die hatten wir aber gegen Lochen auch schon. Daran lag es nicht. Da waren einfach der Wille und die Motivation viel mehr spürbar als gegen die SPG Eberstalzell!“
Was wünscht Du Dir für die kommenden Wochen?
Dass wir in der 2. Bundesliga endlich mal voll punkten und uns für unsere teils guten Leistungen endlich belohnen können und in der Landesliga wünsche ich mir, dass wir uns stabilisieren und das auf den Platz bringen, was wir können!
Danke Dir vielmals für Deine Zeit und wünsche Dir mit beiden Mannschaften die ehestmögliche „Kehrtwende“ zu Erfolgserlebnissen!
Helmut Pichler