Der ASK Case IH St. Valentin hat nach dem Abstieg aus der OÖ Liga eindrucksvoll geantwortet und sich in der Landesliga Ost sofort an der Spitze festgesetzt. Die Mannschaft von Trainer Mario Jaksch sicherte sich mit 36 Punkten und einem beeindruckenden Torverhältnis von 40:10 den Herbstmeistertitel. Nur eine Niederlage in der gesamten Hinrunde unterstreicht die Konstanz, verlässlichster Torschütze ist Julian Riedl mit 13 Treffern.
Der sportliche Leiter, Jovica Sormaz, spricht von einer klaren Steigerung gegenüber den ursprünglichen Zielsetzungen. „Das Ziel vor der Saison war ganz klar ein Platz unter den Top fünf. Dass wir jetzt nach der Hinrunde an der Spitze stehen, haben wir in dieser Form nicht erwartet.“ Gerade nach einem Abstieg sei es nicht selbstverständlich, sofort wieder so dominant aufzutreten, zumal der Kader auch verändert worden sei.
Ausschlaggebend für den starken Herbst sieht Sormaz vor allem die Stabilität im gesamten Mannschaftsgefüge. „Wir sind defensiv sehr gut aufgestellt. Der Trainer hat in der Viererkette sogar öfter durchgewechselt, das spricht für Qualität und Breite im Kader.“ Gleichzeitig hebt er die Offensivqualität hervor, die St. Valentin in dieser Liga auszeichnet. Mit Julian Riedl, Marco Bühringer und Yusuf Efendioglu verfüge man über ein Sturmtrio, das konstant für Torgefahr sorge und Spiele entscheiden könne.
Mit dem Herbstmeistertitel haben sich die Zielsetzungen naturgemäß verändert. „Top-Fünf ist jetzt kein Thema mehr. Wenn man nach der Hinrunde auf Platz eins steht, dann will man diesen Platz auch verteidigen“, stellt Sormaz klar. Intern sei offen kommuniziert worden, dass der Wiederaufstieg in die OÖ Liga das erklärte Ziel sei. Das sei auch als Anerkennung für die Arbeit des gesamten Trainerstabs rund um Mario Jaksch zu verstehen. „Da haut sich sowohl Mannschaft als auch Trainerteam jeder für den anderen rein, das merkt man in jedem Spiel.“
Im Winter gab es kleinere personelle Veränderungen. Alen Zuban geht leihweise nach St. Florian, Sebastian Madl legt aufgrund seines Studiums in Wien eine Karrierepause ein. Auf der Zugangsseite kehrt mit Ivan Stanic ein alter Bekannter von Donau Linz zurück, der bereits früher das Trikot von St. Valentin getragen hat. „Das ist ein Spieler, der keine lange Eingewöhnungszeit braucht. Er kennt den Verein und wird uns sicher weiterhelfen“, so Sormaz.
Die Vorbereitung läuft bereits seit Anfang Jänner. Trainiert wird sowohl am Platz als auch mit intensiven Krafteinheiten, ein erstes Testspiel wurde schon absolviert. Beim klaren 4:0 Sieg gegen Regionalligist Dietach trat der ASK St. Valentin laut Sormaz sehr gut auf. „Wir waren defensiv sehr kompakt, taktisch gut eingestellt und haben die Konterchancen konsequent genutzt.“ Besonders erfreulich sei zudem, dass verletzte Spieler aus dem Herbst wieder in den Kader zurückkehren. Ein Trainingslager von 11. bis 15. Februar in Kroatien ist fix eingeplant und soll den letzten Feinschliff für das Frühjahr bringen.