Landesliga Ost

„Wir wollen noch mehr Konstanz reinbekommen“ – Jagodic steckt bei FC Blau-Weiß Linz Amateure das Ziel klar ab

BW Linz Amateure

Nach der ersten Saison als Aufsteiger in der Landesliga Ost zieht FC Blau-Weiß Linz Amateure-Trainer Svetislav Jagodic ein positives Fazit, bleibt in seiner Analyse aber sehr konkret. Der Coach sieht viele Dinge bestätigt, die sich der Verein vorgenommen hatte, nennt zugleich aber auch klar den Bereich, in dem seine Mannschaft den nächsten Schritt machen soll: mehr Konstanz, weniger einfache Fehler und eine weitere saubere Integration der jungen Spieler.

Spieler mit dem Fuß auf dem Ball

Foto von Hal Gatewood auf Unsplash

Ein Aufsteiger, der mit sich zufrieden sein darf

Jagodic blickt auf die bisherige Entwicklung seiner Mannschaft insgesamt mit Zufriedenheit zurück. „Alles in allem war es für uns eine sehr positive Saison“, sagt der Trainer und macht damit gleich klar, dass er die vergangenen Monate nicht an einzelnen Ausschlägen festmacht, sondern am Gesamtbild. Gerade für ein Team, das als Aufsteiger in die Meisterschaft gegangen ist, ist diese Einordnung durchaus beachtlich. Der Trainer hebt vor allem hervor, dass seine Spieler vieles von dem auf den Platz gebracht haben, was man intern verlangt und erwartet hatte. „Die Jungs haben großteils das umgesetzt, was wir uns vorgestellt haben“, sagt Jagodic. Gleichzeitig bleibt er in seiner Bewertung nicht an der Oberfläche. Er spricht offen an, dass der nächste Entwicklungsschritt nur dann möglich sein wird, wenn die Leistungen von Woche zu Woche stabiler werden. „Wo wir uns verbessern müssen, ist sicher die Konstanz“, sagt er. Dazu komme ein Punkt, der für viele junge Mannschaften typisch ist, den Jagodic aber klar benennt: „Wenn wir einfache individuelle Fehler abstellen, können wir noch erfolgreicher sein.“

Keine externen Neuen, dafür fünf Spieler aus der U18

Auch beim Kader setzen die FC Blau-Weiß Linz Amateure auf einen Weg, der zum bisherigen Kurs passt. Externe Neuzugänge gibt es laut Jagodic derzeit noch nicht. Stattdessen rücken fünf Spieler aus der U18 nach oben. Das allein sagt schon viel darüber aus, wie der Verein die kommende Saison angehen will. Nicht mit einem großen Umbau, sondern mit dem Versuch, die eigene Linie weiterzuführen und junge Spieler schrittweise an den Erwachsenenfußball heranzuführen. Konkret nennt Jagodic dabei Dennis Wesner, den er als Stürmer oder Schienenspieler einordnet, sowie Konstantin Ortner, der als Innenverteidiger oder Sechser eingesetzt werden kann. Dazu kommen drei weitere Nachwuchsspieler aus der U18. Auf der Abgangsseite gibt es hingegen Bewegung. Jagodic nannte mehrere Spieler, die den Verein verlassen haben, darunter mit Samuel Balaj auch einen Innenverteidiger. Insgesamt zeigt sich damit ein Bild, das gut zur bisherigen Ausrichtung passt: Der Kader wird nicht von außen neu gebaut, sondern vor allem aus den eigenen Reihen ergänzt und weiterentwickelt.

Im Trainerstab bleibt alles gleich, bei Elias Altmüller ist Geduld gefragt

Ruhig bleibt die Lage rund um die Mannschaft auch abseits des Spielerkaders. Änderungen im Trainerstab oder bei den Funktionären gibt es nicht, wie Jagodic betont. „Wir sind wie gehabt“, sagt er dazu kurz und klar. Auch bei der Personalsituation klingt der Trainer grundsätzlich zuversichtlich. „Soweit sind alle fit. Ich rechne zum Trainingsstart mit allen fitten Kaderspielern“, erklärt er. Eine Ausnahme gibt es allerdings mit Elias Altmüller. Der Spieler befindet sich nach seinem Kreuzbandriss weiter in der Reha. Jagodic beschreibt den Verlauf dabei als planmäßig, macht aber auch klar, dass hier noch Zeit nötig sein wird. „Das verläuft alles nach Plan, er wird aber vermutlich erst im Herbst ins Training einsteigen“, sagt der Trainer. Damit ist die Ausgangslage für die Vorbereitung insgesamt stabil, ohne dass die Situation beschönigt werden müsste. Dazu passt auch, dass Jagodic bei seinem Blick auf die Liga einen Konkurrenten besonders hervorhebt. Ein Team habe ihn in den vergangenen Monaten beeindruckt, weil die Mannschaft nach seinen Worten „eine sehr starke Rückrunde gespielt“ und sich „wirklich gut verstärkt“ habe.

Der nächste Schritt soll über Konstanz und Entwicklung kommen

Auffällig ist, dass Jagodic im Gespräch keinen einzelnen Spieler in den Mittelpunkt stellt, obwohl er ausdrücklich nach auffälligen Akteuren gefragt wurde. Für ihn steht vielmehr die Entwicklung der Gruppe im Vordergrund. „Da kann man sicher einige nennen, aber ich würde nicht jemanden besonders hervorheben“, sagt er. Stattdessen verweist er auf die Mannschaft als Ganzes und deren Fortschritte „sowohl menschlich als auch sportlich“. Genau dort setzt auch sein Ausblick an. Der Trainer formuliert die Richtung für die nächsten Monate sehr deutlich: „Wir freuen uns auf die Saison, wir wollen den nächsten Schritt nach vorne machen, noch mehr Konstanz in unsere Leistungen bekommen und die Jungen wieder so gut es geht integrieren.“ Das ist keine große Ansage mit viel Pathos, sondern eine bodenständige Beschreibung dessen, was die FC Blau-Weiß Linz Amateure in der kommenden Saison vorhaben. Nach einem positiven ersten Jahr als Aufsteiger soll nun nicht alles anders, sondern vieles noch besser werden.