Zum Auftakt der Landesliga Ost musste sich SV HAKA Traun dem SV Gallneukirchen mit 1:2 geschlagen geben. Neo-Trainer Philipp Haslgruber sah vor allem die fehlende Kompaktheit seiner Mannschaft als Hauptgrund für die Niederlage. Nach einem frühen 0:2 kämpfte sich Traun zwar noch vor der Pause durch Nedim Duric zurück, ließ nach dem Seitenwechsel aber die große Chance auf den Ausgleich vom Elfmeterpunkt liegen.

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Philipp Haslgruber machte nach dem Schlusspfiff keinen Hehl daraus, dass sich seine Mannschaft den Start ganz anders vorgestellt hatte. "Wir haben uns für unser erstes Spiel sehr viel vorgenommen, aber wir haben leider nicht sehr gut in die Partie gefunden und waren ziemlich schnell 0:2 hinten", sagte der neue Coach. Schon in der 5. Minute brachte Tobias Killinger den SV Gallneukirchen in Führung. Haslgruber hatte dabei das Gefühl, dass der Gegner praktisch mit der ersten echten Möglichkeit zum 0:1 kam. Als Wolfram Mehlem in der 33. Minute auf 0:2 stellte, war die Lage für die Trauner bereits schwierig. Immerhin kam die Antwort prompt: Nur zwei Minuten später verkürzte Nedim Duric per Elfmeter auf 1:2 und brachte die Hausherren noch vor der Pause wieder näher heran. Mit diesem Zwischenstand ging es auch in die Kabinen.
Gerade weil der Anschluss noch vor der Pause gelang, sah Haslgruber nach dem Seitenwechsel durchaus die Möglichkeit, das Spiel noch einmal ganz auf die Seite des SV Traun zu ziehen. "Nach der Halbzeit haben wir eigentlich gut ins Spiel gefunden", sagte er. Dann kam jene Szene, die er im Rückblick als besonders schmerzhaft einordnete: Wieder bekam Traun einen Elfmeter zugesprochen, doch diesmal blieb die große Chance auf das 2:2 ungenützt. "Hätten wir den Elfmeter gemacht, hätte das das Momentum für uns stark geändert und wir wären wieder super in der Partie gewesen", meinte Haslgruber. Statt des Ausgleichs blieb es beim offenen Spiel. Der SV Traun versuchte weiter, das zweite Tor zu erzwingen, bot dem SV Gallneukirchen dadurch aber auch Räume für Umschaltmomente. Am Ende, so Haslgruber, sei die Niederlage "nicht unverdient" gewesen, zumal seine Mannschaft auch wegen vieler Urlauber nicht imstande gewesen sei, noch den Ausgleich zu machen.
In seiner Analyse kam Philipp Haslgruber immer wieder auf denselben Punkt zurück. "Der Gegner war defensiv kompakter, hat weniger Torchancen zugelassen und wir waren einfach zu weit auseinander", sagte der Trainer. Vor allem im Zentrum habe den Traunern die nötige Zweikampfstärke gefehlt. Haslgruber sprach davon, dass sein Team "nicht den hundertprozentigen Willen" gehabt habe und die Zwischenräume zu groß gewesen seien. Genau dort habe Gallneukirchen seine Vorteile gefunden. Auch das zweite Gegentor ordnete er in dieses Bild ein: Nach einem Eckball gegen Traun sei die Situation nicht aktiv genug herausverteidigt worden, dazu sei der Ball noch abgefälscht gewesen. Diskussionen über den Unparteiischen wollte Haslgruber dagegen gar nicht erst aufkommen lassen. "Die Schiedsrichterleistung war komplett in Ordnung. Die Elfmeter waren beide zu Recht, sonst hat es keine spielentscheidenden Momente gegeben", sagte er. Für den SV Traun bleibt damit zum Auftakt eine Niederlage, aus der die Baustellen klar herauszulesen sind: enger stehen, kompakter verteidigen und in den entscheidenden Momenten konsequenter sein.