Spielberichte

„Wir hatten das Spiel im Griff“ – ASKÖ Schwertberg hadert mit unglücklichem 0:1

Union Ansfelden
ASKÖ Schwertberg

Zum Auftakt der Landesliga Ost hat die ASKÖ Steinbach Schwertberg bei der Union ZAUNERGROUP Ansfelden trotz einer starken ersten Halbzeit mit 0:1 verloren. Trainer Dominik Scheuringer sprach danach von einer „sehr unglücklichen Niederlage“, weil seine Mannschaft vor der Pause vieles im Griff gehabt habe, die eigenen Chancen aber liegen ließ. Am Ende entschied aus seiner Sicht jene Szene die Partie, die in der 73. Minute zum Treffer von Viktor Vrebac führte.

Ersatzbank mit Sportplatz im Hintergrund

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Vor der Pause besser, aber ohne Ertrag

Der Ärger bei Dominik Scheuringer hing vor allem an jenen 45 Minuten, in denen die ASKÖ aus seiner Sicht den Grundstein für ein anderes Ergebnis hätte legen können. „Wir waren in der ersten Halbzeit richtig gut im Spiel, haben die Partie im Griff gehabt und eigentlich gar nichts zugelassen“, sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff. Dazu kam, dass seine Mannschaft selbst mehrfach gefährlich wurde. Scheuringer sprach von „drei oder sogar vier sehr guten Torchancen“, die aber ungenützt blieben. Deshalb ging es mit einem 0:0 in die Pause, obwohl Schwertberg das Gefühl hatte, mehr aus dieser Phase mitnehmen zu müssen. Genau das war für den Trainer im Nachhinein der Knackpunkt, weil sein Team die gute erste Hälfte spielerisch zwar auf den Platz brachte, sich dafür aber nicht belohnte.

Die Entscheidung fällt nach der Pause

Nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel aus Sicht des Trainers lange eng, auch wenn die ASKÖ Schwertberg nicht mehr ganz an die erste Halbzeit anschließen konnte. „Zweite Halbzeit waren wir dann nicht mehr ganz so aktiv und hatten auch weniger Torchancen“, sagte Scheuringer. Gleichzeitig betonte er, dass auch Ansfelden über weite Strecken nicht zu vielen Möglichkeiten gekommen sei. Die Entscheidung fiel dann in der 73. Minute, als Viktor Vrebac das 1:0 erzielte. Für Scheuringer war genau diese Szene spielentscheidend, weil sie nach seiner Darstellung über einen Elfmeter lief. „Das haben sie schön gemacht. Das muss man sagen“, erklärte er und sprach von einer gut gespielten Aktion. Beim Gegentor habe man auch gesehen, „welche Qualität sie haben“, nämlich „mit einem super Lochpass und einem guten Laufweg vom Flügelspieler“.

Warum Schwertberg das Spiel aus der Hand gab

Die Erklärung des Trainers fiel nach dem Schlusspfiff klar aus. Für ihn lag der Unterschied weniger in einer längeren Druckphase des Aufsteigers als vielmehr in der fehlenden Chancenverwertung seiner eigenen Mannschaft. „Ganz klar hätte uns in der ersten Halbzeit das Tor gefehlt, oder sogar zwei Tore“, sagte Scheuringer. Und er legte sich auch fest, wie er den Verlauf dann eingeschätzt hätte: „Wenn wir das Tor gemacht hätten, bin ich überzeugt, dass wir das Spiel auch gewonnen hätten.“ Dass es nach dem Rückstand nicht mehr zur Wende reichte, sprach er ebenfalls offen an. „In der zweiten Halbzeit hat uns ein bisschen der letzte Wille gefehlt, das nach dem 1:0 noch zu drehen“, meinte der Trainer. So blieb unter dem Strich das Gefühl, dass die ASKÖ lange ordentlich unterwegs war, aber in den entscheidenden Momenten nicht konsequent genug war.

Positiver erster Eindruck trotz Fehlstart

Ganz ohne positiven Punkt wollte Dominik Scheuringer den Auftakt dennoch nicht abhaken. Vor allem die erste Halbzeit sei für ihn „sicher gut, auch spielerisch sehr gut“ gewesen, und genau daran wird sich Schwertberg nach dieser knappen Niederlage festhalten. Auch den Schiedsrichter machte der Trainer nicht zum Thema. „Der Elfmeter war ganz klar ein Elfmeter“, sagte er, und darüber hinaus habe es aus seiner Sicht keine wirklich strittigen Situationen gegeben. Die Leistung des Unparteiischen sei „okay“ gewesen. Das passte zu einem Fazit, das zwar von Enttäuschung geprägt war, aber nicht in Ausreden auswich. Die Niederlage zum Start schmerzt, weil nach Scheuringers Einschätzung mehr drin gewesen wäre. Sein Schlusswort fiel deshalb kurz, aber eindeutig aus: „Hilft nichts. Weiter geht's.“

Landesliga Ost: Ansfelden : ASKÖ Schwertberg - 1:0 (0:0)

  • 73
    Viktor Vrebac 1:0