Spielberichte

„Wir haben nicht aufgegeben“ – Viktoria Marchtrenk dreht Spiel nach schwacher erster Hälfte

St. Magdalena
Viktoria Marchtrenk

In der Landesliga Ost hat der ASKÖ SV Mauky´s Verfliesung Viktoria Marchtrenk zum Auftakt beim SK St. Magdalena einen 2:1-Auswärtssieg geholt. Nach einer schwachen ersten Hälfte lag die Mannschaft von Sportchef Rene Knogler zurück, drehte die Partie nach der Pause aber noch mit mehr Zweikampfstärke, besserem Offensivspiel und viel Moral. Genau darin sah Knogler nach dem Schlusspfiff auch den entscheidenden Punkt.

Ball in Neonfarben auf Rasen vor Tornetz

Foto von Ben Hershey auf Unsplash

St. Magdalena ist vor der Pause klar tonangebend

Was Rene Knogler nach dem Schlusspfiff schilderte, deckte sich mit dem Verlauf der ersten Halbzeit sehr deutlich. „Von der ersten Minute an war es kein gutes Spiel von uns“, sagte der Sportliche Leiter. St. Magdalena war nach seiner Einschätzung stärker, griffiger in den Zweikämpfen und hatte auch mehr Ballbesitz. Dazu kamen die gefährlicheren Offensivaktionen der Heimelf, die in der 21. Minute mit dem 1:0 durch Rafael Perschl auch in Führung ging. Bis zur Pause blieb es dabei, und Knogler machte kein Geheimnis daraus, womit seine Mannschaft in dieser Phase zu kämpfen hatte. „Wir hatten in der ersten Halbzeit große Probleme, ins Spiel zu finden, waren meistens den entscheidenden Schritt zu spät und haben auch die entscheidenden Zweikämpfe verloren“, sagte er.

Sabic trifft sofort, dann wird das Spiel offen

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild allerdings sehr schnell. Knogler hatte schon mit Beginn der zweiten Halbzeit das Gefühl, das seine Mannschaft nun besser im Spiel war, und genau das zeigte sich auch am frühen Ausgleich. In der 47. Minute traf Anes Sabic zum 1:1, und für den Sportlichen Leiter war dieses Tor der eigentliche Wendepunkt. „Eine schöne Einzelaktion unseres Stürmers Sabic. Dieses Tor war sehr wichtig, denn die Mannschaft hat da gemerkt, dass heute wirklich noch etwas gehen könnte“, sagte Knogler. Die Viktoria gewann nun mehr Zweikämpfe, wirkte konzentrierter und fand auch im Offensivspiel deutlich besser hinein. Trotzdem war die Partie in dieser Phase nicht einseitig. Knogler sprach von einem offenen Spiel, weil beide Mannschaften nach vorne spielten und die Urfahraner weiter gefährlich blieben.

Pracalic setzt den späten Punch, dazu Sorgen um zwei Verletzte

Die Entscheidung fiel deshalb erst ganz am Ende. In der 90. Minute erzielte Armin Pracalic nach Vorarbeit von Sabic den Siegtreffer zum 1:2 für die Marchtrenker und bescherte den Gästen damit einen perfekten Start. Knogler formulierte es so: „Wir hatten am Schluss das Glück, noch diesen Lucky Punch zu setzen.“ Dabei wollte er den Sieg aber nicht nur auf dieses eine Tor reduzieren. „Einsatz und Kampfgeist waren entscheidend“, sagte er, weil St. Magdalena über lange Zeit die bessere Mannschaft gewesen sei, seine Chancen aber nicht genutzt habe, während seine eigene Mannschaft nicht aufgegeben habe.

Ganz ohne Wermutstropfen blieb der Abend dennoch nicht, denn Janik Sternbauer und Maximilian Klepp mussten verletzt ausgewechselt werden. Knogler hofft, „dass es nicht allzu schlimm ist“, und sprach beiden Spielern bereits gute Besserung aus. Trotz der drei Punkte blieb er in seiner Analyse klar: Viktoria Marchtrenk müsse künftig „von der ersten Minute an gut im Spiel sein, konzentriert sein, unsere Zweikämpfe gewinnen und dann über unsere Qualität nach vorne die Tore machen“.

Landesliga Ost: St. Magdalena : Viktoria Marchtrenk - 1:2 (1:0)

  • 90
    Armin Pracalic 1:2
  • 47
    Anes Sabic 1:1
  • 21
    Rafael Perschl 1:0