In der Landesliga Ost lieferte sich der SV HAKA Traun mit der ASKÖ Oedt ein torreiches Duell, am Ende stand für die Gastgeber aber eine 3:4-Niederlage. Neo-Trainer Philipp Haslgruber sprach trotzdem von einem „beherzten, super Auftritt“ seiner Mannschaft. Ausschlaggebend waren aus seiner Sicht der komplett verschlafene Beginn, das 2:3 kurz vor der Pause und die umstrittene Szene vor dem entscheidenden Gegentor.

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Der Spielbeginn war aus Sicht von Philipp Haslgruber der Knackpunkt, weil seine Mannschaft überhaupt nicht in die Partie fand. „Den Start haben wir leider komplett verschlafen“, sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff. Eigentlich wollte SV HAKA Traun in einer 3-4-3-Ordnung hoch attackieren, doch genau das funktionierte in der Anfangsphase nicht. Die Gastgeber hingen zu tief, kamen nur teilweise ins Pressing und wurden dafür früh bestraft. Okan Aydin brachte ASKÖ Oedt schon in der 2. Minute mit 1:0 in Führung, in der 13. Minute legte Elvir Hasic das 2:0 nach. Haslgruber erklärte offen, dass sein Team erst nach der Umstellung auf das gewohnte 4-2-3-1 wieder Zugriff bekam. „Dann sind wir auch viel besser wieder ins Spiel zurückgekommen“, so seine Einschätzung.
Mit der Systemumstellung änderte sich das Bild deutlich. SV HAKA Traun wurde mutiger, attackierte höher und fand über schnelle Umschaltmomente wieder in die Partie. Nedim Duric verkürzte in der 19. Minute auf 1:2, Kerim Ramic stellte in der 28. Minute auf 2:2. Für Haslgruber war dieser Zwischenstand keineswegs glücklich, sondern verdient erarbeitet. „Wir haben dann nicht unverdient aus schnellen Umschaltmomenten das 2:1 und das 2:2 gemacht“, sagte er. Bitter war aus seiner Sicht dann aber, dass die starke Phase nicht in die Pause gerettet wurde. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit traf Belmin Cirkic zum 3:2 für ASKÖ Oedt. Haslgruber sprach dabei von einem „Traumtor nach einer Standardsituation“ und ärgerte sich vor allem über den Zeitpunkt. Nach Wiederbeginn blieb seine Mannschaft aber dran, und Ivan Milos stellte in der 51. Minute auf 3:3. Gerade diese Reaktion unterstrich für den Trainer, dass seine Mannschaft nach der schwachen Anfangsviertelstunde ein anderes Gesicht zeigte.
Dass es am Ende trotzdem nicht zu Punkten reichte, begründete Haslgruber mit zwei Dingen: mit fehlender Routine in einzelnen Situationen und mit der aus seiner Sicht spielentscheidenden Szene vor dem 3:4. Den Treffer von Belmin Cirkic in der 74. Minute ordnete der neue Trainer klar ein. „Spielentscheidend war meiner Meinung nach ganz klar der Elfmeter“, sagte er und machte auch keinen Hehl daraus, dass er mit der Leistung von Schiedsrichter Ljubicic insgesamt „nicht wirklich zufrieden“ war. Gleichzeitig legte er den Schwerpunkt aber nicht nur auf diese Entscheidung, sondern auch auf die Entwicklung seiner jungen Mannschaft. „Nach den ersten 20 Minuten sind wir viel mutiger geworden“, meinte Haslgruber. Er lobte das hohe Attackieren, die enge Raumaufteilung und das deutlich kompaktere Defensivverhalten. Die ASKÖ Oedt bezeichnete er als Topfavorit auf den Meistertitel und hob hervor, dass man einem solchen Gegner mit Disziplin und einer kompakten Leistung dennoch Probleme bereiten könne. Trotz der dritten Niederlage und weiterhin null Punkten am Konto nimmt er daher auch Positives mit: „Wir haben Potenzial und können für die nächsten Spiele darauf aufbauen.“