In der Landesliga Ost hat der USV St. Ulrich gegen die DSG Union Metallbau Blauensteiner Naarn mit einem späten 1:1 noch einen Punkt geholt. Nach torloser erster Hälfte brachte Jakub Rusnak den Aufsteiger in Minute 63 in Führung, ehe Christoph Kugfarth in der 90. Minute ausglich. Trainer Andreas Milot sprach danach trotzdem von einer klar enttäuschenden Vorstellung seiner Mannschaft und fand deutliche Worte.

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Das Ergebnis liest sich für den USV St. Ulrich am Ende noch versöhnlich, die Einordnung von Andreas Milot fiel danach aber sehr nüchtern aus. Der Trainer machte keinen Hehl daraus, dass ihm der Auftritt seiner Mannschaft über weite Strecken nicht gefallen hat. „Es war eine geschlossene, schlechte Mannschaftsleistung von unserer Mannschaft. Wir hatten sehr viele Abspielfehler und dadurch unnötige Ballverluste“, sagte Milot. Damit war auch der Grundton für seine Analyse gesetzt. Zur Pause stand es zwar noch 0:0, wirklich zufrieden war der Trainer mit dieser Ausgangslage aber nicht, weil der USV St. Ulrich laut seiner Wahrnehmung nie den nötigen Rhythmus fand. Dass seine Mannschaft zumindest eine große Möglichkeit auf die Führung hatte, verschwieg Milot dabei nicht. Aus seiner Sicht wäre dabei das 1:0 möglich, vielleicht sogar ein muss gewesen.
Dass die Partie danach in Richtung der Gäste kippte, erklärte Milot auch mit den Rahmenbedingungen der vergangenen Tage. „Ich denke, dass sicher die Müdigkeit und die Hitze der letzten Tage und der letzten Spiele noch in den Knochen gesessen ist“, meinte der Trainer des USV St. Ulrich. Im Vergleich dazu habe die DSG Union Metallbau Blauensteiner Naarn frischer gewirkt. „Sie hatten keine englische Woche, waren spritziger und handlungsschneller“, sagte Milot, der dem Gegner insgesamt einen guten Auftritt attestierte. Er habe eine enge Partie erwartet, und genau so habe sich das Spiel dann auch entwickelt. Nach dem 0:0 zur Pause schlug die DSG Union Metallbau Blauensteiner Naarn in der 63. Minute zu, als Jakub Rusnak zum 0:1 traf. Auch diesen Rückstand ordnete Milot ohne große Ausreden ein. Der Gegner sei ambitioniert aufgetreten und habe sich seine Möglichkeiten gut erarbeitet, sagte er und lobte vor allem die geschlossene Mannschaftsleistung der Gäste.
Dass der USV St. Ulrich in der Schlussminute durch Christoph Kugfarth doch noch zum 1:1 kam, änderte an Milots Gesamturteil nur wenig. Natürlich bewahrte dieser Treffer die Heimischen vor einer Niederlage, doch der Trainer wollte den späten Ausgleich nicht dazu benutzen, die Leistung schöner zu reden als sie aus seiner Sicht war. „Man kann der Mannschaft nicht absprechen, dass sie es versucht hat. Aber es war am Samstag einfach nicht mehr drinnen“, sagte Milot. Gerade deshalb blieb seine Analyse auch nach dem Schlusspfiff klar. „Solche Tage gibt’s. Wir haben heuer schon sehr gute Leistungen am Platz gebracht, gestern war die Mannschaftsleistung einfach nicht gut genug für drei Punkte.“ Immerhin brachte der Treffer von Kugfarth noch den ersten Punkt für den USV in dieser Saison. Am Grundton seiner Analyse änderte das nichts: Der Punkt bleibt, die kritischere Botschaft nach diesem Remis aber ebenso.