Spielberichte

"Wir hatten mehr vom Spiel" – ASKÖ Schwertberg holt gegen USV St. Ulrich spät noch ein 2:2-Remis

ASKÖ Schwertberg
USV St. Ulrich

In der Landesliga Ost hat die ASKÖ Steinbach Schwertberg am Freitagabend gegen den USV St. Ulrich ein 2:2-Unentschieden geholt und dabei vor allem mit der späten Antwort auf den neuerlichen Rückstand gepunktet. Trainer Dominik Scheuringer sah seine Mannschaft über weite Strecken leicht im Vorteil, sprach von einem verdienten Zähler und hielt fest: "Ich glaube schon, dass wir mehr vom Spiel hatten, aber wir sind zufrieden mit dem Punkt."

Torwart in türkisem Trikot

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Starker Beginn, schneller Ausgleich und eine längere Unterbrechung

ASKÖ Steinbach Schwertberg war nach Einschätzung von Dominik Scheuringer von Beginn an gut in der Partie und legte genau so los, wie es sich die Gastgeber vorgenommen hatten. "Wir sind gut ins Spiel gekommen", sagte der Trainer, und das war auch am Verlauf der Anfangsminuten klar abzulesen. Zuerst traf ASKÖ Steinbach Schwertberg nach wenigen Minuten die Kreuzlatte, kurz darauf fiel dann in der 6. Minute die Führung. Lukas Wurzer verwertete eine gute Vorarbeit von Furkan Yigit zum 1:0. Lange hielt dieser Vorsprung aber nicht. USV St. Ulrich kam schon in der 10. Minute durch Lorenz Egger zum 1:1, wobei Scheuringer auch da anerkennen musste, dass der Treffer "sehr gut herausgespielt" war. Danach wurde das Spiel ausgeglichener, ehe eine wetterbedingte Unterbrechung mit starkem Wind die erste Halbzeit zusätzlich zerteilte. Nach der Pause von rund 15 bis 20 Minuten passierte bis zum Seitenwechsel nicht mehr viel Zwingendes.

Schwertberg drückt, St. Ulrich kontert, Wurzer trifft spät

Nach der Pause hatte ASKÖ Steinbach Schwertberg aus Sicht des Trainers wieder einen besseren Zugriff. Scheuringer sprach davon, dass seine Mannschaft "USV St. Ulrich eigentlich im Griff gehabt" und nur wenig zugelassen habe. Gleichzeitig waren die Gastgeber vorne näher am Tor. Ein Abschluss von Lukas Wurzer wurde stark pariert, nach einem Eckball ging ein Kopfball knapp vorbei, dazu wurde ein weiterer Versuch von Ümit Nuredini noch geblockt. Gerade deshalb tat das 1:2 besonders weh. In der 65. Minute nutzte USV St. Ulrich einen schnell vorgetragenen Konter, den Felix Baumgartner erfolgreich abschloss. "Da haben wir leider den nötigen Zugriff nicht gehabt", sagte Scheuringer rückblickend. ASKÖ Steinbach Schwertberg ließ sich davon aber nicht aus dem Spiel bringen, blieb bis zum Ende auf den Ausgleich ausgerichtet und wurde in der 87. Minute belohnt. Nach einer Balleroberung von Kapitän Mahmut Acuma an der Cornerfahne kam der Ball ins Zentrum, über einen Rückkopfball landete er bei Lukas Wurzer, der zum 2:2 einschob und damit seinen Doppelpack schnürte.

Mit Ball stark, gegen den Ball noch nicht stabil genug

In der Einordnung des Trainers war das Remis kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis eines Spiels, in dem ASKÖ Steinbach Schwertberg vieles ordentlich machte, sich aber erneut nicht durchgehend mit Stabilität belohnte. "Was gut funktioniert hat, ist das Spiel mit Ball", erklärte Dominik Scheuringer. Seine Mannschaft habe nach vorne teilweise "sehr gute Aktionen" gehabt, sei spielerisch gut gewesen und außerdem wieder bissiger und aggressiver in den Zweikämpfen aufgetreten als zuletzt. Auch die beiden Treffer von Lukas Wurzer passten in dieses Bild, weil ASKÖ Steinbach Schwertberg in vielen Phasen mit klaren Aktionen nach vorne kam. Gleichzeitig sprach der Trainer aber auch offen an, wo derzeit noch Luft nach oben ist. "Wo wir noch Verbesserungspotenzial haben, ist im Spiel gegen Ball in der Defensive", sagte Scheuringer. Im Vergleich zum Frühjahr bekomme ASKÖ Steinbach Schwertberg aktuell mehr Gegentore, und genau daran müsse die Mannschaft arbeiten, um wieder so stabil zu werden wie in der vergangenen Rückrunde. Dass USV St. Ulrich aus relativ wenigen Aktionen zweimal traf, passte für ihn genau in dieses Bild.

Ein Punkt, mit dem die ASKÖ leben kann

Am Ende überwog bei der ASKÖ Schwertberg deshalb nicht der Ärger über vergebene Möglichkeiten, sondern die Einschätzung, dass das Unentschieden in Summe in Ordnung geht. Scheuringer betonte zwar noch einmal, dass seine Mannschaft "vielleicht ein, zwei mehr Torchancen" hatte, gleichzeitig verlor er aber auch die Qualität des Gegners nicht aus dem Blick. "Wir wissen, dass der USV St. Ulrich eine sehr gute Mannschaft ist", sagte der Trainer und erinnerte daran, dass die Gäste schon in der vergangenen Saison weit vorne dabei waren. Auch deshalb sei der Punkt absolut akzeptabel. Dazu kam, dass Schwertberg erst in der 87. Minute zum Ausgleich kam und sich diesen Zähler also spät sicherte. Positiv hob Scheuringer außerdem hervor, dass es trotz schwieriger Witterungsbedingungen ein faires Spiel gewesen sei. Strittige Szenen sah er keine, auch die Spielleitung bewertete er klar: "Aus meiner Sicht war die Leistung von Schiedsrichter Wimhofer sehr gut." Für die ASKÖ steht damit nach vier Runden ein 2:2, das wegen des späten Ausgleichs gut tut und wegen des Spielverlaufs auch als brauchbare Standortbestimmung taugt.

Landesliga Ost: ASKÖ Schwertberg : St. Ulrich - 2:2 (1:1)

  • 87
    Lukas Wurzer 2:2
  • 65
    Felix Baumgartner 1:2
  • 10
    Lorenz Egger 1:1
  • 6
    Lukas Wurzer 1:0