In der Landesliga Ost hat der Ennser Sportklub am Freitagabend gegen den SV Gallneukirchen mit 0:2 verloren. Für die Gäste war es ein Auswärtssieg, der laut Trainer Michael Mehlem vor allem aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung entstanden ist. Gallneukirchen ließ diesmal nur wenig zu, nutzte zwei sauber herausgespielte Angriffe und nahm nach zuletzt zu vielen Gegentoren verdient drei wichtige Punkte mit.

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Michael Mehlem sprach nach dem Schlusspfiff von einem Abend, an dem seine Mannschaft „im Kollektiv wieder in die Spur gefunden“ habe. Genau so ordnete der Trainer auch den Spielverlauf ein. Gallneukirchen war aus seiner Sicht über weite Strecken das aktivere Team, hatte spielerische Vorteile und kam auch zu den klareren Möglichkeiten. „Wir waren spielerisch überlegen, haben auch mehr Torchancen gehabt und der Sieg hätte grundsätzlich auch noch höher ausfallen können“, sagte Mehlem. Die Führung fiel in der 28. Minute und passte zu diesem Bild. Beim 0:1 lief der Angriff laut Mehlem zunächst gut über außen, danach kam der Ball zu Burak Katar, der mit Übersicht noch einmal weiterleitete, ehe Tobias Killinger den Abschluss verwertete. Für die Gäste war das kein Zufallsprodukt, sondern ein Tor, das aus einem sauber ausgespielten Angriff entstand. Mit diesem 1:0 ging Gallneukirchen auch in die Pause und hatte damit den ersten Teil des Plans bereits umgesetzt.
Die Phase kurz nach Wiederbeginn wertete der Trainer als klaren Wendepunkt. In der 49. Minute sah der Ennser Valdrin Fejzaj die Rote Karte, und Mehlem machte keinen Hehl daraus, dass diese Szene das Spiel verändert hat. „Die rote Karte war natürlich dann ein Vorteil für uns“, sagte er. Danach hatte seine Mannschaft mehr Ballbesitz, zugleich blieb der Trainer mit seiner Analyse aber bewusst nüchtern. Er meinte, dass Gallneukirchen die Überzahl nicht immer so ausgespielt habe, „wie man es normal machen muss, wenn man einen Spieler mehr ist“. Gerade in Ballbesitz habe man geduldiger sein können. Trotzdem blieb für ihn unterm Strich stehen, dass seine Mannschaft auch unabhängig von der numerischen Überzahl die bessere gewesen sei. Die Entscheidung fiel dann in der 80. Minute mit dem 0:2. Wieder war Burak Katar beteiligt, diesmal mit dem Pass in die Tiefe auf Wolfram Mehlem, der die Situation laut Trainer „mit Übersicht und Ruhe“ löste. Damit war die Partie endgültig abgesichert.
Dass am Ende vorne zwei Tore und hinten die Null standen, war für Mehlem der eigentliche Kern dieses Auswärtssiegs. „Das war ganz wichtig, dass wir keinen Gegentreffer bekommen haben“, betonte er mehrfach. Nach den vergangenen Wochen sei genau das ein Thema gewesen, weil der SV Gallneukirchen zuletzt zu viele und, wie er selbst sagte, „richtig blöde Tore“ bekommen habe. Umso höher bewertete er diesmal die Arbeit gegen den Ball. „Wir waren gegen den Ball besser, wir sind in der Defensive besser gestanden“, sagte Mehlem. Dazu kam noch, dass wegen einer Sperre der zweite Tormann zum Einsatz kam und seine Aufgabe nach Einschätzung des Trainers „richtig gut gemacht“ hat. Mehlem sprach von einigen sehr guten Paraden, die seine Mannschaft im Spiel gehalten hätten. Zugleich verlor er auch den Gegner nicht aus dem Blick. Der Aufsteiger habe routinierte Spieler und nach vorne Qualität, deshalb sei ein 1:0 immer heikel geblieben. Auch deshalb hätte sich Gallneukirchen nach seiner Meinung einige brenzlige Situationen ersparen können, wenn man früher nachgelegt hätte. Den Unparteiischen bewertete Mehlem insgesamt als solide, auch wenn er einräumte, dass die Rote Karte „vielleicht ein bissl hart“ gewesen sei. Viel wichtiger war ihm aber die Richtung, in die sein Team wieder unterwegs ist: „Wir sind hochzufrieden mit dem 2:0, und das war für uns der richtige Weg, dass wir die Spur wieder gefunden haben.“