In der Landesliga Ost hat sich die ASKÖ Steinbach Schwertberg in Runde fünf der SPG Union St. Florian / Niederneukirchen mit 2:3 geschlagen geben müssen. Die Gäste lagen schon 2:0 vorne, kassierten kurz vor der Pause den Anschluss und mussten gegen Ende noch einmal zittern. Trainer Maximilian Reitbauer führte den Auswärtssieg vor allem auf den Willen seiner Mannschaft zurück: "Wir haben es mehr gewollt und unseren Matchplan knallhart durchgezogen."

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Reitbauers Mannschaft war sofort im Spiel und stellte früh die Weichen. In der 11. Minute brachte Dominik Jonas Zittmayr die Gäste mit 1:0 in Führung, und in einer ersten Hälfte, die der Trainer klar auf seiner Seite sah, blieb St. Florian das aktivere Team. "Die Jungs haben das perfekt umgesetzt und waren kämpferisch top drinnen", sagte Reitbauer. Nach 38 Minuten legte Ivan Pavlovic das 2:0 nach. Aus Sicht des Trainers wäre in dieser Phase sogar noch mehr möglich gewesen, ehe Ümit Nuredini mit dem 1:2 in der 45. Minute dafür sorgte, dass Schwertberg kurz vor der Pause wieder dran war.
Gerade dieses späte Gegentor war aus Sicht der Gäste der unangenehme Teil eines bis dahin sehr ordentlichen Auftritts. Reitbauer ärgerte sich vor allem darüber, dass seine Mannschaft die Situation davor nicht sauber gelöst hatte. "Wir haben den Ball vor dem Gegentor leider nicht besser klären können", sagte er und sprach von einem Moment, in dem sein Team zu schlampig verteidigte. Entsprechend klar war für ihn die Vorgabe für den zweiten Abschnitt: "Wir mussten konsequent weiter verteidigen und unseren Matchplan durchziehen." Dazu kamen laut Reitbauer auch personelle Anpassungen. Der Lohn folgte in der 64. Minute, als Pavlovic mit seinem zweiten Treffer auf 3:1 stellte. Dass Roberto William Stan in der 70. Minute noch auf 2:3 verkürzte, machte die Schlussphase zwar eng, doch die Gäste brachten den Vorsprung über die Zeit. Am Ende habe man das, so Reitbauer, "wirklich erwachsen zu Ende gespielt".
"Ich möchte die Mannschaft als Ganzes hervorheben. Jeder hat sich klar dem Matchplan untergeordnet und für diese drei Punkte gekämpft", sagte er. Genau dort sah er auch den Unterschied in diesem Spiel. "Der unbändige Wille der Mannschaft, dieses Spiel unbedingt gewinnen zu wollen, war heute entscheidend." Für Reitbauer war das keine Floskel, sondern die Erklärung für einen Auftritt, in dem St. Florian intensiv arbeitete, viele klare Aktionen hatte und nach Ballgewinnen schnell umschaltete.
Dass trotzdem zwei Gegentore fielen, blendete Reitbauer in seiner Analyse nicht aus. Beim 1:2 kurz vor der Pause störte ihn das fehlende Klären, beim zweiten Gegentreffer sprach er von einem Standard, bei dem seine Mannschaft "nicht ganz am Mann dabei" gewesen sei. Abgesehen davon zeigte er sich mit der Defensivarbeit aber sehr einverstanden. "Wir haben das sehr konsequent verteidigt und brutal umgeschaltet", sagte der Trainer, der seine Elf nach dem 3:2 vor allem für die Haltung lobte. Mit dem Auswärtssieg hält die SPG St. Florian/Niederneukirchen nach fünf Runden bei sechs Punkten, Schwertberg bleibt bei vier Zählern. Reitbauers Schlusswort fiel deshalb passend aus: "Ich bin sehr stolz auf die Mannschaftsleistung und auf das Zusammenhalten im Kollektiv."