Spielberichte

"Wir waren ab Minute eins sehr dominant" – Donau Linz lässt beim 3:1-Erfolg kaum Zweifel aufkommen

ASKÖ Donau Linz
SC Hörsching

In der Landesliga Ost hat die ASKÖ Donau Linz am Freitagabend gegen den SC eMoC Hörsching einen 3:1-Heimsieg gefeiert und laut Trainer Alexander Steinkellner genau das gezeigt, was sich das Trainerteam vorgestellt hatte. Die Gastgeber hatten über weite Strecken mehr vom Spiel, knackten den tiefen Block des Gegners vor der Pause zweimal und legten nach dem Seitenwechsel das 3:0 nach, ehe spät noch ein Gegentor fiel.

Mehrere Fußbälle in einem Netz und Aufwärmleibchen

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Donau übernimmt früh die Kontrolle

Steinkellner musste nach dem Schlusspfiff nicht lange überlegen, wie er die Partie einordnet. Für ihn war vor allem entscheidend, dass seine Mannschaft von Beginn an den Ton angegeben hat. "Wir sind ab den ersten Minuten sehr dominant aufgetreten, haben ab Minute eins gezeigt, dass wir das Spiel zu Hause gewinnen wollen", sagte der Donau-Trainer. Hörsching versuchte es laut Steinkellner mit einer klar defensiven Ausrichtung, stand tief und überließ den Hausherren viel Ballbesitz. Genau darin sah der Coach aber keinen Nachteil, sondern einen Punkt, den seine Mannschaft an diesem Abend gut gelöst hat. "Sie haben in einem tiefen Block im 5-4-1 verteidigt, das sehr engagiert gemacht und waren im letzten Drittel kompakt", erklärte er. Umso zufriedener war er damit, wie ruhig und kontrolliert Donau dagegen spielte. "Gegen einen tief stehenden Block haben wir das sehr gut gemacht", so Steinkellner, der seine Elf schon vor der Pause klar auf Kurs sah.

Ablinger trifft doppelt, Vidackovic legt nach

Dass Donau die Überlegenheit auch in Tore ummünzte, zeigte sich in einer starken Phase vor der Halbzeit. In der 29. Minute brachte Philipp Ablinger die Gastgeber mit dem 1:0 in Führung. Steinkellner hob dabei vor allem die Vorbereitung hervor und sprach von einem "überragenden Ball in die Tiefe" von Veljko Rakic. Nur vier Minuten später legte Donau nach, und wieder war Ablinger zur Stelle. Diesmal entstand das Tor laut Trainer nach einer einstudierten Variante, an deren Ende Philipp Stangl auf der Seite freigespielt wurde, in die Mitte zog und "eine Topflanke" brachte, die Ablinger per Kopf zum 2:0 verwertete. Damit war die Richtung der Partie schon früh klar. Nach dem Seitenwechsel ließ Donau laut Steinkellner in der Dominanz nicht nach und machte in der 54. Minute alles noch deutlicher. Beim 3:0 durch Nenad Vidackovic sprach der Trainer von einem schönen Ball in die Tiefe und einer Hereingabe zur Mitte, die sein Spieler schließlich verwertete. Der späte Treffer von Fatlum Emruli zum 3:1 in der zweiten Minute der Nachspielzeit änderte am Gesamteindruck dann nichts mehr.

Kein Wendepunkt, sondern ein durchgehend klarer Auftritt

Interessant war dabei, dass Steinkellner gar keinen einzelnen Moment als entscheidend herausheben wollte. Für ihn lag der Unterschied zwischen den beiden Teams nicht in einem Wendepunkt, sondern in der Art, wie Donau dieses Spiel insgesamt angelegt hat. "Einen entscheidenden Moment hat es nicht gegeben", sagte er. "Wir waren ab Minute eins sehr dominant und klar überlegen." Besonders wichtig war für den Trainer, dass seine Mannschaft dem Gegner kaum Möglichkeiten gab, nach Ballgewinnen schnell umzuschalten. "Wir haben dem Gegner kaum Optionen im Umschalten gegeben", sagte Steinkellner und nannte genau das einen wesentlichen Grund dafür, warum Hörsching trotz disziplinierter Defensivarbeit kaum Zugriff auf die Partie bekam. Dass die Gäste gut eingestellt waren, wollte er dabei ausdrücklich nicht kleinreden. Im Gegenteil: "Ich glaube, dass der Trainer sie sehr gut auf uns eingestellt hat", meinte Steinkellner. Umso höher bewertete er die Leistung seiner Mannschaft, die den Plan des Gegners trotzdem aufbrechen konnte.

Viel Zufriedenheit, aber kein Anlass zum Zurücklehnen

Am Ende blieb beim Trainer vor allem ein sehr positives Gesamtbild hängen. "Es war sicher mannschaftlich gesehen die beste und stabilste Leistung der letzten fünf Saisonspiele", sagte Steinkellner, der seine Elf nicht nur wegen der drei Tore lobte, sondern auch wegen der Kontrolle über nahezu die gesamte Spielzeit. Ganz ohne Verbesserungsmöglichkeiten wollte er den Freitagabend dennoch nicht abhaken. "Natürlich gibt es Situationen, wo wir noch Optimierungsbedarf haben", stellte er klar. Das passt zu einer Einschätzung, die nach so einem Spiel im Unterhaus oft viel über die innere Haltung einer Mannschaft verrät: zufrieden, aber nicht satt. Dass die Partie zudem sehr fair verlief, strich Steinkellner ebenfalls heraus. "Es war ein sehr faires Spiel, ohne kritische und strittige Situationen. Schiedsrichter Fuchs-Eisner hat eine unauffällig gute Leistung gebracht." Mit dem 3:1 hält Donau nach fünf Runden bei 15 Punkten und bleibt damit in der Tabelle  ganz vorne dabei.

Landesliga Ost: Donau Linz : Hörsching - 3:1 (2:0)

  • 92
    Fatlum Emruli 3:1
  • 54
    Nenad Vidackovic 3:0
  • 33
    Philipp Ablinger 2:0
  • 29
    Philipp Ablinger 1:0