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„Oedt ist das Maß aller Dinge“ – SC Marchtrenk-Neo-Trainer Hieblinger ordnet 1:5-Schlappe nüchtern ein

SC Marchtrenk
ASKÖ Oedt

In der Landesliga Ost musste sich der SC Marchtrenk am Freitagabend der ASKÖ Oedt mit 1:5 geschlagen geben. Das Ergebnis fiel am Ende klar aus, obwohl die Gastgeber in Führung gingen und laut Neo-Trainer Mario Hieblinger gerade in der Anfangsphase vieles von dem umsetzten, was sie sich vorgenommen hatten. Der sofortige Ausgleich und die größere Klasse des Ligaprimus ließen die Partie dann aber rasch kippen.

Nahaufnahme iener weißen Markierungslinie auf Fußballrasen

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Frühe Führung hält nur eine Minute

Marchtrenk legte gegen den Tabellenführer mutig los und wurde dafür nach 16 Minuten belohnt. Patrick Hamader brachte die Gastgeber nach einer Standardsituation mit 1:0 in Führung. Hieblinger sprach danach von einem ordentlichen Start und hob genau diese Phase hervor: „Wir haben ganz gut angefangen. Bis zur 25. oder 30. Minute haben wir ihnen das Leben so schwer wie möglich gemacht.“ Lange halten konnte seine Mannschaft den Vorteil aber nicht. Schon eine Minute später glich Okan Aydin zum 1:1 aus. In der 24. Minute fiel durch ein Eigentor von Julian Peterstorfer das 1:2, ehe Florian Aigner in Minute 37 und Andrija Bosnjak in Minute 41 noch vor der Pause auf 1:4 stellten.

Nach Ausgleich kippt die Partie

Für Hieblinger lag die Niederlage nicht an einem einzelnen Knackpunkt, sondern an der Entwicklung nach der eigenen Führung. „Wenn wir nicht gleich den Ausgleich bekommen, kannst du es länger spannend machen“, sagte der Marchtrenker Trainer. Aus seiner Sicht schaffte es Oedt danach immer öfter, Ballverluste des SC zu nutzen und sofort in die Tiefe zu kommen. Gerade im Mitteldrittel sei das gefährlich geworden, weil es dann schnell Richtung eigenes Tor gehe. Genau darin sah er die große Stärke des Gegners. Oedt sei „ballsicherer und zielstrebiger“ gewesen, habe die Bälle besser laufen lassen und im richtigen Moment den Weg nach vorne gefunden. Mit dem zweiten Treffer von Bosnjak zum 1:5 in der 48. Minute war die Richtung endgültig vorgegeben.

Klare Einordnung ohne Vorwurf an die eigene Mannschaft

Deutlich war die Einordnung des Marchtrenker Trainers auch in der Gesamtbetrachtung. „Oedt ist in der Liga das Maß aller Dinge“, sagte Hieblinger und sprach von Klasse, Routine und einer Spielerqualität, die sich im Verlauf des Abends immer stärker gezeigt habe. Dass der Sieg der Gäste verdient war, stellte er nicht infrage. Gleichzeitig wollte er seine eigene Mannschaft aber ausdrücklich in Schutz nehmen. „Es gibt da keinen Vorwurf an meine Mannschaft. Wir messen uns mit ganz anderen Mannschaften“, stellte er klar. Gerade die erste halbe Stunde sei ein Auftritt gewesen, den er von seinem Team schon in den ersten vier Spielen gerne öfter gesehen hätte. Marchtrenk habe von Beginn an attackiert, den Gegner beschäftigt und die eigenen Ideen zunächst gut auf den Platz gebracht.

Aus der Niederlage soll trotzdem etwas mitgenommen werden

Darauf will der SC Marchtrenk nun aufbauen. Trotz der deutlichen Niederlage nahm Hieblinger aus dem fünften Saisonspiel mehr mit als nur das Ergebnis. Er verwies darauf, dass die Mannschaft gegen einen besonders starken Gegner phasenweise das umgesetzt habe, was man sich vorgenommen hatte. Auch rund um die Spielleitung gab es aus seiner Sicht nichts zu beanstanden: Schiedsrichter Joldzic habe die Partie „ganz okay“ geführt, ohne große Fehler oder Diskussionen. Viel wichtiger war für den Trainer ohnehin der Blick nach vorne. „Wenn wir so auftreten wie gegen so einen starken Gegner, werden wir in Zukunft auch mit Punkten belohnt“, sagte Hieblinger. Das 1:5 war deutlich, die Anfangsphase und die Art des Starts sollen für Marchtrenk aber ein Ansatz für die nächsten Aufgaben sein.

Landesliga Ost: SC Marchtrenk : ASKÖ Oedt - 1:5 (1:4)

  • 48
    Andrija Bosnjak 1:5
  • 41
    Andrija Bosnjak 1:4
  • 37
    Florian Aigner 1:3
  • 24
    Eigentor durch Julian Peterstorfer 1:2
  • 17
    Okan Aydin 1:1
  • 16
    Patrick Hamader 1:0