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„Wir haben den Kampf über 90 Minuten angenommen“ – Union Ansfelden belohnt sich gegen Viktoria Marchtrenk mit 2:1-Erfolg

Union Ansfelden
Viktoria Marchtrenk

In der Landesliga Ost hat die Union ZAUNERGROUP Ansfelden am Freitagabend gegen den ASKÖ SV Mauky´s Verfliesung Viktoria Marchtrenk einen 2:1-Heimsieg eingefahren. Früh legte der Aufsteiger vor, kurz nach der Pause fiel das 2:0, ehe es nach dem Anschlusstreffer noch einmal enger wurde. Für Sportchef Mario Farthofer lag der Schlüssel aber klar im gemeinsamen Auftritt: „Wir haben den Kampf über 90 Minuten sehr gut angenommen.“

Weiß-Blau-Orangener Fußball auf Rasen

Foto von Alfonso Scarpa auf Unsplash

Frühes 1:0 bringt Ansfelden sofort ins Spiel

Ansfelden erwischte nach den Worten von Mario Farthofer den besseren Beginn und setzte mit dem Treffer in der 4. Minute gleich ein frühes Zeichen. Milos Jotanovic schloss eine schön herausgespielte Aktion zum 1:0 ab, und genau dieses Tor war für den Sportlichen Leiter mehr als nur der erste Treffer des Abends. „Das 1:0 war wahrscheinlich sehr wichtig“, sagte Farthofer, weil seine Mannschaft damit sofort in Führung lag und die Partie auf ihre Seite ziehen konnte. Er schilderte das Führungstor als Angriff mit einem tiefen Pass in die gegnerische Hälfte, einer klugen Weiterleitung des Kapitäns und einem konsequenten Abschluss. Dass es mit dem 1:0 in die Pause ging, passte für ihn zu dieser Anfangsphase, in der Ansfelden einen guten Start erwischte und gleich früh die Weichen stellte.

Marchtrenk hat mehr Ball, Ansfelden verteidigt den Vorsprung

Mit Fortdauer der Partie änderte sich das Bild aber durchaus. Farthofer machte kein Geheimnis daraus, dass Marchtrenk immer mehr Spielanteile bekam und das Geschehen mit zunehmendem Ballbesitz stärker in seine Richtung lenkte. „Sie haben uns teilweise in kurzen Phasen sehr in die eigene Hälfte gedrückt“, sagte er. Gerade deshalb hob er die Arbeit gegen den Ball bei seiner Mannschaft besonders hervor. Marchtrenk habe mit Ball vieles richtig gemacht, aber nur bis zu einem gewissen Punkt. „Bis zu unserer Zwanzig-Meter-Grenze haben sie sehr viel richtig gemacht, dort haben wir dann sehr gut verteidigt“, erklärte Farthofer. Aus seiner Sicht lag genau dort der Unterschied: Die Gäste hatten über weite Strecken den Ball, wurden dabei aber zu selten wirklich zwingend. Ansfelden ließ hinten wenig zu und hielt den Gegner trotz dieser Phasen vom ganz großen Druck auf das Tor fern.

Vujanovic legt nach, Sulimani verkürzt vom Punkt

Nach dem Seitenwechsel legte Ansfelden dann entscheidend nach. In der 51. Minute erhöhte Rajko Vujanovic auf 2:0, und Farthofer sprach dabei von einer Elfmeterszene, bei der für ihn das Foul selbst klar war. Bei der genauen Position blieb er allerdings bewusst vorsichtig. „Es kann sein, dass es ein bisschen außerhalb des Strafraums war. Das konnten wir leider nicht genau sehen“, sagte er offen. Für Ansfelden war dieses zweite Tor trotzdem enorm wichtig, weil es nach der Phase mit mehr Marchtrenker Ballbesitz gleich wieder ein Polster gab. Ganz vorbei war die Partie damit aber nicht. In Minute 79 verkürzte Medi Sulimani für die Gäste auf 2:1. Auch hier sprach Farthofer von einem klaren Strafstoß und war in der Analyse selbstkritisch. Seine Mannschaft sei im Strafraum „zu schnell in die Attacke gegangen“, Marchtrenk habe das gut angenommen und den Elfmeter dann eiskalt verwertet.

„Wir sind als Einheit aufgetreten“

Am meisten blieb bei Farthofer nach dem Schlusspfiff aber nicht eine Einzelszene hängen, sondern das Gesamtbild seiner Mannschaft. „Wir sind wirklich als Einheit aufgetreten“, betonte er, und genau diesen Teamgeist stellte er in den Mittelpunkt seiner Analyse. Für ihn war es ein Abend, an dem die Union Ansfelden gezeigt hat, dass nicht nur lange Ballbesitzphasen zum Erfolg führen müssen. „Wir haben durch dieses Spiel auch gezeigt, dass man mit vielleicht nicht so viel Ballbesitz und eher mehr über den Kampf ein Spiel gewinnen kann“, sagte der Sportliche Leiter. Das stimme ihn „sehr positiv“. Entsprechend fiel auch sein Fazit aus: Farthofer verteilte ein pauschales Lob an die ganze Mannschaft und hob ausdrücklich hervor, dass alle den Kampf angenommen hätten. Nach diesem 2:1, das auf einem frühen Treffer, dem Nachlegen nach der Pause und viel konsequenter Defensivarbeit aufgebaut war, nimmt die Union nicht nur drei Punkte mit, sondern auch einiges an Bestätigung für den eingeschlagenen Weg.

Landesliga Ost: Ansfelden : Viktoria Marchtrenk - 2:1 (1:0)

  • 79
    Medi Sulimani 2:1
  • 51
    Rajko Vujanovic 2:0
  • 4
    Milos Jotanovic 1:0