In der Landesliga Ost hat der SV HAKA Traun gegen die DSG Union Metallbau Blauensteiner Naarn mit 5:3 gewonnen und damit nach vier Niederlagen den ersten Dreier eingefahren. Neo-Trainer Philipp Haslgruber sah vor allem den starken Beginn als Schlüssel: "Die erste Halbzeit war spielentscheidend." Nach einer 4:0-Führung wurde es zwar noch einmal eng, in der Nachspielzeit machte Traun den Heimsieg aber endgültig zu.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Für die Gastgeber war die Partie schon vor dem Anpfiff von großer Bedeutung, und genau so trat die Mannschaft dann auch auf. "Wir haben uns für die Partie natürlich viel vorgenommen. Nach vier Spielen ohne Punkt war das ein ganz wichtiges Spiel", sagte Haslgruber. Seine Elf legte einen Start hin, der dem Trainer gefallen musste: Bereits in der 2. Minute brachte Nedim Duric Traun mit 1:0 in Führung. "Das erste Tor nach zwei Minuten hat uns Sicherheit gegeben", meinte der Coach, der in diesem frühen Treffer einen der wichtigsten Momente des Abends sah. Traun blieb danach das aktivere Team und legte in der 18. Minute durch Duric das 2:0 nach. Kurz vor der Pause erhöhte Ermin Avdibasic auf 3:0, womit die Hausherren eine erste Halbzeit abrundeten, die Haslgruber später klar einordnete: "Der Auftritt meiner Mannschaft in der ersten Halbzeit war spielentscheidend." Als Kerim Ramic kurz nach Wiederbeginn in der 57. Minute sogar das 4:0 erzielte, schien die Begegnung bereits entschieden.
Gerade weil Traun bis dahin alles im Griff hatte, störte den Trainer die Phase danach umso mehr. "Bis zum 4:0 war es eine super kompakte Leistung von meiner Mannschaft", sagte Haslgruber, ehe er offen ansprach, was nach dem ersten Gegentor passierte. Paul Hintersteininger verkürzte in der 61. Minute auf 4:1, und danach wurde die Partie plötzlich wieder offen. "Nach dem 4:1 haben wir ein bisschen den Faden verloren", so der Trainer. Naarn kam besser ins Spiel, Traun verteidigte in der letzten Linie nicht mehr so konsequent, und die Gäste machten aus ihren Möglichkeiten viel. Stefan Taferner stellte in der 81. Minute auf 4:2 und brachte die Gäste in der Nachspielzeit sogar auf 4:3 heran. Haslgruber sprach von einer Phase, in der seine Mannschaft "kurz unachtsam" gewesen sei und es deshalb "noch einmal knapp geworden ist". Ganz kippen ließ Traun die Partie aber nicht mehr: Ebenfalls in der Nachspielzeit setzte die Heimelf noch einen Konter, den Kerim Ramic zum 5:3 abschloss und damit den Schlusspunkt unter einen wilden Abend setzte.
Abseits des späten Zitterns nahm Haslgruber vor allem aus der guten Stunde seiner Mannschaft viel Positives mit. "Wir haben entschlossen verteidigt, uns auf nichts eingelassen und super umgeschaltet, wenn wir den Ball gewonnen haben", sagte der neue Trainer. Besonders das Spiel über die Flügel und der Tiefgang gefielen ihm. "Jedes Mal, wenn wir hinter die Abwehr gekommen sind, war es gefährlich für den Gegner." Auch die Einschätzung des Gegners fiel interessant aus. Haslgruber hatte das Gefühl, dass die Union Naarn vielleicht von einer anderen Partie ausgegangen war: "Die werden uns sicher ein bisschen unterschätzt haben." Wichtig war für ihn am Ende aber vor allem der Effekt auf die eigene Lage. "Es war in Summe wichtig, dass wir einfach einmal den Sieg geholt haben", sagte er. Viel Zeit zum Genießen bleibt nicht, denn schon in der kommenden Runde wartet mit St. Magdalena das nächste direkte Duell. Haslgruber machte die Richtung klar: "Jetzt heißt es einfach weitermachen. Wir wollen wieder kompakt und entschlossen auftreten."