In der Landesliga Ost musste sich die SPG St. Florian/Niederneukirchen im Heimspiel gegen den USV St. Ulrich mit einem 1:1-Unentschieden begnügen. Nach der Führung durch Jakob Andeßner hatten die Gastgeber laut Trainer Maximilian Reitbauer über weite Strecken mehr vom Spiel, ließen aber das zweite Tor liegen. So blieb die Partie offen, ehe Paul Vorderderfler den Ausgleich erzielte.

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Der Trainer sagte offen, dass seine Mannschaft am Anfang nicht ideal ins Spiel gekommen sei, sich dann aber hineingearbeitet habe. Genau das sei für ihn ein wichtiger Punkt gewesen, weil seine Elf danach immer besser Zugriff bekam. „Grundsätzlich denke ich, dass wir über weite Phasen des Spiels die Oberhand hatten“, erklärte Reitbauer. Er sprach davon, dass seine Mannschaft über sechzig bis siebzig Minuten mehr Spielanteile hatte, griffiger wurde und vor allem in den Umschaltmomenten immer wieder in gute Situationen kam. Belohnt wurde diese Phase in Minute 33, als Jakob Andeßner zum 1:0 traf. Mit dieser Führung ging es auch in die Pause, und aus Sicht der Gastgeber war das die passende Grundlage, um das Spiel in der zweiten Hälfte auf die eigene Seite zu ziehen.
Gerade deshalb blieb nach dem Schlusspfiff das Gefühl, dass für die SPG mehr möglich gewesen wäre als nur dieser eine Punkt. Reitbauer musste auf die Frage, was seiner Mannschaft zum Sieg gefehlt habe, gar nicht lange überlegen. „Das zweite Tor“, sagte er, und legte gleich nach: „Wenn wir das machen, dann machen wir den Sack auch zu.“ Der Coach sprach von mehreren klaren Chancen und von Szenen, in denen seine Mannschaft auf die gegnerische Kette zulief, den Abschluss aber entweder nicht suchte oder einen Kontakt zu viel nahm. Für ihn war das ein entscheidender Punkt, weil St. Florian / NNK gerade in dieser Phase das Spiel hätte früher schließen können. Den Führungstreffer von Jakob Andeßner hob er dabei trotzdem besonders hervor. „Unser Stürmer Jakob Andeßner hat das überragend gemacht. So einen Ball trifft er vermutlich nie wieder“, sagte Reitbauer mit einem Lachen. Hinter dieser lockeren Bemerkung steckte aber eine klare Aussage: Die guten Momente waren da, nur wurden sie nicht konsequent genug fertig gespielt.
Weil die Vorentscheidung ausblieb, blieb St. Ulrich im Spiel und kam in Minute 70 zum 1:1 durch Paul Vorderderfler. Auch diesen Moment ordnete Reitbauer klar ein. „Beim Ausgleich nach einem Ballverlust haben wir nicht gut verteidigt“, sagte der Trainer. Viel mehr wollte er aus dieser Szene nicht machen, aber darin lag aus seiner Sicht dennoch die große verpasste Chance des Abends. Statt bei einer Führung nachzulegen, musste seine Mannschaft nach dem Gegentor wieder mit dem offenen Spielstand umgehen. Dass am Ende trotzdem zumindest ein Punkt blieb, war für Reitbauer kein Zufall. Er hob hervor, dass seine Elf die Schlussphase ordentlich und konzentriert verteidigt habe. St. Ulrich hatte am Ende noch einige Standards, doch genau dort gefiel dem Trainer das Verhalten seiner Mannschaft. „Wir haben dieses 1:1 gut über die Zeit gebracht. Der Gegner hatte in der Schlussphase noch einige Standards, die wir sehr souverän und verteidigt haben. Vor einem Jahr hätten wir solche Spiele noch verloren.", sagte er.
Trotz des verpassten Heimsiegs wollte Reitbauer die Leistung seiner Mannschaft nicht auf den fehlenden zweiten Treffer reduzieren. Ihm gefiel vor allem, wie geschlossen seine Elf auftrat. „Die Burschen treten sehr einheitlich auf, treten als Mannschaft auf, kämpfen füreinander, sind sehr bissig und sehr giftig“, sagte der Coach. Dazu komme ein großer Wille, Spiele unbedingt gewinnen und zugleich mit aller Konsequenz verteidigen zu wollen. Auch deshalb konnte er mit dem Punkt am Ende gut leben, obwohl der Sieg aus seiner Sicht näher gewesen wäre. Den Gegner beschrieb Reitbauer als taktisch gut eingestellte, giftige Mannschaft, die Fußball spielen kann. Umso wichtiger war für ihn, dass seine Mannschaft dagegenhielt und über weite Strecken selbst das aktivere Team war. „Lob an die Mannschaft“, sagte er deshalb ausdrücklich. Nach den jüngsten Aufgaben auswärts in Schwertberg und nun daheim gegen den USV St. Ulrich nehme seine Elf aus diesen Leistungen Auftrieb mit. Der Blick geht damit schon zur nächsten Heimpartie, in der die SPG St. Florian/Niederneukirchen gute Phasen künftig noch konsequenter in Tore und Siege umsetzen will.