Landesliga West

SK Altheim nach schwierigem Start am Ende gut in der Landesliga etabliert

Der SK WIEHAG Altheim hat den Sprung in die Landesliga West gut gemeistert und überwintert nach dem Aufstieg aus der Bezirksliga West mit 20 Punkten auf Rang neun im gesicherten Mittelfeld. Die Bilanz ist dabei absolut ausgeglichen: fünf Siege, fünf Unentschieden und fünf Niederlagen. Auch offensiv präsentiert sich Altheim solide, ohne jedoch auf einen einzigen Goalgetter angewiesen zu sein – die 21 Treffer sind auf mehrere Schultern verteilt. Sportchef Josef Wageneder sieht nach der Hinrunde viele positive Signale – auch, weil sich die Mannschaft nach einem schwierigen Start rasch stabilisieren konnte.

Schwieriger Auftakt, starke Anpassung

Wageneder spricht von einem Herbst, mit dem man in Altheim „auf jeden Fall zufrieden“ sei. Besonders bemerkenswert sei dabei der Verlauf der Saison gewesen. „Der Start war nicht einfach – auch von der Auslosung her. Wir haben in den ersten vier Spielen drei Niederlagen und einen Sieg gehabt“, erklärt er. Danach habe sich das Bild aber deutlich gewandelt: „In den restlichen elf Spielen hatten wir nur zwei Niederlagen. Da hat man gesehen, dass wir in der Liga angekommen sind.“ Mit den 20 Punkten liegt Altheim laut Wageneder dort, wo man sich den Verein ungefähr erwartet hatte – vielleicht sogar leicht darüber. „Man hat gar nicht gewusst, wie man sich nach sechs Jahren Bezirksliga in der Landesliga tut. Am Ende war das sehr positiv.“

Kein Goalgetter – aber ein breiter Kader

Mit Blick auf die Torverteilung sieht Wageneder keinen Nachteil darin, dass es keinen klaren Top-Torschützen gibt. Im Gegenteil: „Grundsätzlich ist das kein Nachteil, weil man nicht so abhängig ist von Einzelspielern.“ Vielmehr liege die Stärke des SK Altheim im Gesamtpaket. „Unsere große Stärke ist die Kompaktheit und die Ausgeglichenheit vom Kader. Wir haben einen guten Kader, einen breiten Kader – mit absolut ausreichender Qualität für die Landesliga.“ Dass man nicht einzelne „Spitzenspieler“ wie manche andere Landesliga-Klubs im Team habe, sei bekannt – dafür funktioniere das Kollektiv umso besser. „Jeder Ausfall tut weh, aber wir können zwei, drei Ausfälle ersetzen, ohne dass man Bauchweh bekommt.“

Ziele: 30-Punkte-Marke und Entwicklung

Für das Frühjahr ist die Zielsetzung klar und bodenständig. „In erster Linie die ominösen 30 Punkte, von denen man immer spricht. Dass man so schnell wie möglich auf der sicheren Seite ist“, sagt Wageneder. Gleichzeitig soll der sportliche Prozess fortgesetzt werden. „Generell geht es darum, die Entwicklung der Mannschaft weiterzuführen. Dass sich die Spieler weiterentwickeln können.“ Dazu gehört auch, junge Spieler weiter an die Kampfmannschaft heranzuführen – sofern es der Punktestand erlaubt. „Wenn es zulässt, wollen wir andere junge Spieler in den Kader integrieren, dass man ihnen mehr Spielzeit geben kann.“

Transferaktivitäten: ein Abgang, ein junger Zugang

Am Transfermarkt blieb es in Altheim insgesamt ruhig – mit einer klaren Bewegung auf beiden Seiten. Fix ist der Abgang von Bastian Mühlbacher, der nach Munderfing wechselt. „Er ist ein routinierter Spieler. Die zweite Herbsthälfte war er verletzt, aber in der ersten Hälfte regelmäßig im Einsatz“, erklärt Wageneder. Mühlbacher wolle künftig „noch ein bisschen mehr Einsatzzeiten haben“.

Neu dazu kommt Sanel Salletmayr aus Senftenbach. Wageneder beschreibt ihn als jungen, variabel einsetzbaren Mittelfeldspieler: „Er kann am Flügel spielen – vor allem links – oder auch in der Mitte.“ Der Transfer passt auch zur Vereinsstrategie: „Unser Ziel ist es, junge Spieler aus der näheren Umgebung zu verpflichten und im Verein zu integrieren.“ Mehr wird sich personell voraussichtlich nicht tun. „Wir planen nicht mehr Transfers, weil der Kader schon sehr breit ist – auch von der Qualität her. Und wir wollen die eigenen jungen Spieler forcieren.“

Winterprogramm und Trainingsstart

Der Winterfahrplan ist bereits abgesteckt. Zuerst stehen noch Einsätze in der Halle am Programm. Am Wochenende steht das große Hallenturnier in Altheim am Programm, eine Woche später folgt ein weiterer Auftritt in Schärding. Der offizielle Trainingsstart erfolgt am 26. Jänner, wobei sich viele Spieler bereits jetzt individuell fit halten. „Wir starten sicher nicht bei null“, so Wageneder. Ein Trainingslager ist ebenfalls fixiert – diesmal jedoch nicht im Ausland. „In den Semesterferien sind wir vier Tage im Burgenland, in Steinbrunn. Die letzten Jahre waren wir in Kroatien – heuer probieren wir Österreich.“