Der ASKÖ Ohlsdorf hat sich nach dem Aufstieg in die Landesliga West im Laufe der Hinrunde zunehmend stabilisiert. Nach anfänglichen Anpassungsschwierigkeiten sammelte die Mannschaft von Trainer Adiz Cetin insgesamt 17 Punkte und überwintert damit auf Tabellenrang 12. Offensiv besteht mit 20 erzielten Treffern noch Steigerungspotenzial, bester Torschütze im Herbst war Daniel Lexl mit fünf Toren. Im Gespräch mit Ligaportal zieht der sportliche Leiter Kurt Wimmer eine differenzierte Bilanz und blickt realistisch, aber ambitioniert auf das Frühjahr.
Wimmer unterteilt den Herbst rückblickend klar in klare Abschnitte. „Ich habe die Hinrunde für mich in drei Drittel geteilt“, erklärt er. „Das erste Drittel war nicht das Schönste, das zweite war herausragend und das dritte dann eher durchwachsen.“
Trotzdem betont der sportliche Leiter, dass die Leistungen insgesamt gepasst hätten: „Wir sind ein paar Mal als Verlierer vom Platz gegangen, obwohl wir nicht die schlechtere Mannschaft waren.“ Für ihn sei entscheidend, dass das Niveau absolut landesligatauglich gewesen sei.
Ein wesentlicher Grund für die Stabilisierung sei die Kaderstruktur. Ohlsdorf setze bewusst auf eine ausgewogene Mischung. „Wir haben eine gute Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern“, so Wimmer. „Der Kader hält zusammen und bringt die Leistungen, die notwendig sind.“ Gerade nach dem Aufstieg sei dieser Zusammenhalt wichtig gewesen, um die erste schwierige Phase zu überstehen und sich im Ligabetrieb zu etablieren.
Für die Rückrunde formuliert Ohlsdorf ein klares, aber realistisches Ziel. „Wir möchten im Frühjahr mindestens 20 Punkte holen“, sagt Wimmer. Rechnet man diese zum aktuellen Konto dazu, würde man bei rund 37 Punkten landen – aus seiner Sicht eine Marke, die für einen sicheren Platz im Tabellenmittelfeld reichen könnte.
„Wenn wir das erreichen, sollten wir irgendwo zwischen Platz acht und zehn landen“, so seine Einschätzung. Entscheidend sei, dass die Leistungen stabil bleiben.
Größere Kaderveränderungen gab es im Winter nicht. Abgänge habe man keine zu verzeichnen, betont Wimmer. Neu dazugekommen ist Justin Engleitner, ein junger Offensivspieler mit Ohlsdorfer Bezug. Er ist der Sohn von Ex-Unterhaus-Goalgetter Jürgen Aschauer, der auch in Ohlsdorf aktiv war. „Er ist ein junger Bursche, der das Potenzial hat, uns zu verstärken“, erklärt der sportliche Leiter. Wichtig sei, ihm keinen Druck aufzubauen: „Er soll sich im Frühjahr entwickeln dürfen und reinschnuppern.“
Zusätzlich kehrte Dominik Mühlbacher, mit 17 Toren Goalgetter aus der Bezirksliga-Meistersaison, wieder aus der Fußballerpension zurück. „Er wollte es noch einmal probieren und wird uns definitiv helfen. Er ist ein enorm wichtiger Spieler und wird sicher seine Tore machen“, so Wimmer.
Der Trainingsstart erfolgte bewusst etwas später. Ohlsdorf setzt in der Vorbereitung auf Qualität statt Hektik. „Wir ticken da vielleicht etwas anders. Wir geben den Spielern nach Weihnachten bewusst Ruhe“, erklärt Wimmer. Ab Mitte Jänner sei dann intensiv gearbeitet worden.
Das erste Testspiel endete mit einer 0:2-Niederlage gegen OÖ-Ligist Gschwandt. Für Wimmer kein Grund zur Sorge: „Gschwandt war einfach weiter, die haben schon mehrere Spiele gehabt und länger trainiert. Die waren schlicht an diesem Tag besser.“
Ein Trainingslager ist in diesem Winter nicht geplant. Ohlsdorf nutzt stattdessen die vorhandenen Möglichkeiten. „Wir haben mit dem Kunstrasen in Gmunden eine optimale Gelegenheit, uns vorzubereiten“, so Wimmer.