Der SV Luksch Riedau hat sich in der Bezirksliga West im Herbst erneut gesteigert. Nach Rang sechs in der Vorsaison überwintert die Mannschaft von Trainer Andreas Wimmeder mit 23 Punkten auf dem starken vierten Tabellenplatz – nur ein Zähler trennt die Innviertler aktuell von Rang zwei. Aus Vereinssicht fällt die Zwischenbilanz entsprechend positiv aus, auch wenn man weiß, dass noch mehr möglich gewesen wäre.
Sektionsleiter Udo Niemetz spricht von einer insgesamt zufriedenstellenden Hinrunde, verweist aber auch auf einzelne Spiele, in denen die Mannschaft unter ihren Möglichkeiten geblieben ist. „In ein paar Partien haben wir nicht ganz das abgerufen, was wir eigentlich können“, hält er fest. Unterm Strich sei die Entwicklung jedoch klar erkennbar – und das in die richtige Richtung.
Auffällig ist vor allem der Wandel in der Spielanlage. Mit 32 erzielten Treffern stellt der SV Riedau die offensivstärkste Mannschaft der Liga – ein Wert, der in dieser Form in den vergangenen Jahren nicht selbstverständlich war. „Normalerweise war unsere große Stärke immer die Defensive“, erklärt Niemetz. In dieser Saison habe sich das Bild etwas gedreht, was auch der klaren Spielidee des Trainers geschuldet sei. Der Fokus liege stärker auf einem nach vorne gerichteten, attraktiven Fußball. Großen Anteil daran hat Torjäger Jannik Wesner. Mit 15 Treffern in 13 Spielen führt er aktuell die Torschützenliste an. „Darauf sind wir natürlich sehr stolz“, sagt Niemetz. Dass Riedau nun auch offensiv so konstant liefert, wertet man im Verein als wichtigen Entwicklungsschritt.
Angesichts der Tabellenkonstellation sind die vorderen Plätze in Reichweite. Der Rückstand auf Platz zwei beträgt lediglich einen Punkt. Entsprechend ist auch der Relegationsrang ein Thema, auch wenn man im Verein bewusst einen nüchternen Zugang wählt. „Ganz klar, der Relegationsplatz ist ein Ziel“, sagt Niemetz offen. Gleichzeitig wolle man nichts erzwingen. Die Mannschaft solle sich weiterentwickeln, junge Spieler integriert werden und man nehme „mit, was geht“. Der Anspruch, im oberen Tabellendrittel mitzuspielen, ist jedenfalls vorhanden – ebenso der Wille der Spieler, die Teams ganz vorne zu ärgern.
Personell bleibt es im Winter ruhig. Der einzige Abgang ist jener von Christoph Denk, der künftig für Union Eggerding aufläuft. „Er ist ein guter Verteidiger, der uns natürlich weh tut“, so Niemetz, der den Wechsel nachvollziehen kann: Denk möchte mehr Spielzeit, die er sich von diesem Transfer erwarte. Darüber hinaus wird sich am Kader nichts ändern. Auch ein talentierter Spieler, der vor dem Abgang zur Rieder Akademie stand, entschied sich nun für einen Verbleib, was man im Verein als wichtiges Signal wertet.
Die Vorbereitung auf die Rückrunde ist bereits angelaufen. Neben individuellem Heim- und Hallentraining startete das Mannschaftstraining offiziell Anfang der vergangenen Woche. Aktuell stehen mehrere Einheiten auf dem Kunstrasen am Programm. Ein zentraler Baustein der Wintervorbereitung ist das Trainingslager von 17. bis 21. Februar am Gardasee. In den Semesterferien reist der Verein mit Kampfmannschaft und Reserve an – insgesamt rund 53 Personen. Neben der sportlichen Arbeit soll dort auch das Teambuilding im Vordergrund stehen.