Bezirksliga West

Union Gurten 1b: Starker Herbst trotz schwieriger Kadersituation gegen Hinrundenende

Die Union Raiffeisen Gurten 1b hat sich in der Bezirksliga West eindrucksvoll in Szene gesetzt. Nach Rang sieben in der Vorsaison spielte die Mannschaft von Trainer Mario Krämer eine sehr konstante Herbstsaison und überwintert mit 24 Punkten auf Tabellenrang drei. Nur drei Niederlagen stehen zu Buche, dazu eine insgesamt stabile Balance zwischen Offensive und Defensive. Beste Torschützen waren Jonah Fröhlich und Fabian Baumgartner mit jeweils sechs Treffern.

Im Verein fällt die Zwischenbilanz klar positiv aus, wie Matthias Weinberger, der sportliche Leiter der 1b, betont. „Generell waren wir sehr zufrieden“, erklärt er, relativiert aber zugleich die Rahmenbedingungen, unter denen diese Punkteausbeute zustande kam. „Zum Schluss war es schon extrem. In der Kampfmannschaft und bei den Perspektivspielern hatten wir insgesamt acht Verletzte. Das hat sich natürlich auch auf uns ausgewirkt.“ Trotz dieser Ausfälle gelang es der 1b, die Situation intern aufzufangen: „Wir haben Spieler aus der eigenen Reserve nachgezogen und trotzdem weiter gepunktet. Das spricht schon für die Breite und die Qualität in unserem Unterbau.“

Tempo und defensive Stabilität als Erfolgsfaktoren

Auf die Frage nach den sportlichen Stärken sieht Weinberger vor allem zwei Faktoren als ausschlaggebend. „Defensiv stehen wir sehr gut“, sagt er, ergänzt aber sofort: „Und wenn wir nach vorne kommen, tut sich die Liga schwer mit unserem Tempo.“ Gerade die vielen jungen Spieler im Kader seien ein klarer Vorteil. „Da kommt kaum eine Mannschaft mit. Das ist sicher ein Punkt, der uns im Herbst ausgezeichnet hat.“

Klare Zielsetzung: Weiter oben bleiben und Spieler entwickeln

Trotz der starken Ausgangsposition will man in Gurten bewusst den Druck gering halten. „Unser Ziel ist ganz klar, unter den ersten fünf zu bleiben“, so Weinberger. Der Fokus liege weiterhin auf der Entwicklung der Mannschaft, nicht auf kurzfristigen Erfolgen. „Wir haben die Mannschaft über die letzten dreieinhalb Jahre aufgebaut. Im Sommer werden wieder ein oder zwei Spieler den nächsten Schritt machen und weiter nach oben kommen.“ Genau dafür sei die 1b da – als Entwicklungsschritt Richtung höhere Aufgaben.

Bewegung im Kader – mit Blick auf die Zukunft

Ganz ruhig bleibt es im Winter dennoch nicht. „Rene Kienberger muss drei bis vier Monate pausieren“, erklärt Weinberger. Gleichzeitig gibt es mehrere junge Spieler, die neu integriert werden. Dazu zählen Sebastian Obermair (Altheim), Yannic Rusch (Ostermiething), Raphael Zaglmayr (Aka U18) sowie weitere Perspektivspieler aus dem Nachwuchs. Zudem stößt ein junger Italiener zur Mannschaft, der bereits bei der Kampfmannschaft mittrainiert hat. „Das hat sich zufällig ergeben, passt aber sehr gut in unser Konzept“, so Weinberger.

Gemeinsame Vorbereitung mit allen Teams

Der Trainingsstart ist für den 2. Februar angesetzt. Ein besonderes Highlight wartet in der Vorbereitung: „Wir fahren mit allen drei Mannschaften gemeinsam ins Trainingslager nach Slowenien“, berichtet Weinberger. Rund 60 Personen – Spieler, Trainer und Betreuer – reisen gemeinsam mit einem Doppeldeckerbus an. „Das ist natürlich auch für den Teamgeist extrem wichtig. Die Stimmung im Verein ist aktuell richtig gut.“