Wie erwartet hatte der SV Oftering in der 2. Klasse Mitte einen extrem schweren Herbst zu bewältigen. Mit nur einem Punkt blieb man hinter den eigenen Vorstellungen zurück und überwintert als Tabellenschlusslicht. Das Torverhältnis von 6:62 unterstreicht die Dimension der Probleme, vor allem in der Defensive. Für den sportlichen Leiter, Michael Katzensteiner, ist klar, dass es im Frühjahr nur eine Richtung geben kann: „Eigentlich kann es eh nur besser werden.“
Eine lange Ursachenforschung braucht es aus Vereinssicht nicht. Katzensteiner spricht offen aus, wo der Schuh gedrückt hat. „Das Hauptproblem war ganz klar die Verteidigung. Wir haben viel zu viele Tore bekommen und vorne zu wenig Durchschlagskraft gehabt.“ Genau dort setzt der Verein nun an. Ziel für die Rückrunde ist es, zunächst Stabilität in die Mannschaft zu bringen, um nicht erneut früh in eine Abwärtsspirale zu kommen.
Um dieses Vorhaben zu unterstützen, hat sich Oftering in der Winterpause personell verstärkt. Mit Tugay Demirkol (Franckviertel Linz), Edin Bock (zuletzt SV Waizenkirchen), Zubeir Bislimi (zuletzt FC Hertha Wels) und Flamur Bajrami (zuletzt ATSV Stadl-Paura) stehen aktuell vier Neuzugänge fest. Zwei davon sollen vor allem die Defensive stabilisieren, zwei weitere Impulse im Offensivspiel setzen. „Verstärken werden sie uns auf jeden Fall“, zeigt sich Katzensteiner vorsichtig optimistisch, auch wenn sich das tatsächliche Leistungsvermögen erst im Pflichtspielbetrieb zeigen wird. Zusätzlich sind noch zwei bis drei weitere Spieler im Gespräch.
Die Vorbereitung auf das Frühjahr läuft bereits. Seit dem 20. Jänner befindet sich die Mannschaft im Trainingsbetrieb, vorerst mit Lauf- und Aufbauarbeit. Auch ein erstes Testspiel wurde bereits absolviert. Gegen ATSV Stadl-Paura setzte es zwar eine 1:3-Niederlage, dennoch zog der sportliche Leiter ein positives Zwischenfazit: „Ich habe es nicht persönlich gesehen, aber ich habe gehört, dass wir eigentlich gar nicht so schlecht gespielt und durchaus offensive Akzente gesetzt haben. Der Trend nach oben war da.“ Ein Trainingslager ist nicht geplant, stattdessen setzt man auf kontinuierliche Arbeit im heimischen Umfeld.
Ein einfacher Start ins Frühjahr wartet allerdings nicht. Der SVO trifft in den ersten Runden erneut auf mehrere Topteams der Liga. Umso wichtiger wird es sein, defensiv kompakter aufzutreten und sich Erfolgserlebnisse über kleinere Schritte zu erarbeiten. Der Anspruch für die Rückrunde ist klar formuliert: weniger Gegentore, mehr Ordnung im Spiel – und damit die Basis, um die schwierige Saison zumindest versöhnlich zu Ende zu bringen.