Nach der gestrigen 1:3-Auswärtsniederlage in der Landesliga West gegen den SV Riedau ist die Zeit von Edvin Durgutovic als Trainer des SC Schwanenstadt zu Ende. Der Coach zog nach der Partie die Konsequenzen aus den zuletzt schwankenden Auftritten seiner Mannschaft und legte sein Amt zurück. Im Gespräch schilderte Durgutovic, dass die Entscheidung nicht ausschließlich auf das jüngste Ergebnis zurückzuführen sei, die Niederlage in Riedau aber letztlich den entscheidenden Ausschlag gegeben habe.
Dabei hatte die Saison für Schwanenstadt eigentlich vielversprechend begonnen. Schon die Vorbereitung verlief laut Durgutovic nahezu optimal. „Wir haben eine tadellose Vorbereitung gespielt, drei OÖ-Ligisten geschlagen, auch Micheldorf besiegt und danach noch Frankenburg im Cup“, blickt der bisherige Trainer zurück. Trotz einer angespannten Personalsituation sei seiner Mannschaft anschließend auch ein „Traumstart“ in die neue Spielzeit gelungen.
Nach dem gelungenen Auftakt geriet der Motor jedoch zunehmend ins Stocken. Es folgten ein Sieg und ein Unentschieden, ehe die Mannschaft gegen Natternbach einen schwachen Auftritt hinlegte. „Danach war die Stimmung etwas im Keller, was auch normal ist“, erklärt Durgutovic. Hoffnung auf eine Trendwende machte ihm anschließend der Cup-Auftritt gegen Oedt, wo die Schwanenstädter trotz des Ausscheidens eine starke Leistung gezeigt haben. Gerade deshalb hatte sich der Coach für die darauffolgende Meisterschaftspartie eine klare Antwort seiner Mannschaft erwartet. Diese blieb allerdings aus. „Ich hätte mir eine andere Reaktion von der Mannschaft erwartet. Das gestrige Spiel war dann das exakte Gegenteil“, sagt Durgutovic über die 1:3-Niederlage in Riedau.
Für ihn wurden dabei Parallelen zum vergangenen Frühjahr sichtbar. Schon damals hatte Schwanenstadt mit stark schwankenden Leistungen zu kämpfen. „Ich habe gesehen, dass wir wieder in dieselben Muster wie im Frühjahr verfallen. Die Leistungen waren sehr schwankend und wir waren nicht immer bei 100 Prozent“, erklärt der Trainer.
Genau an diesem Punkt sei für ihn die Überzeugung gereift, dass ein Wechsel für beide Seiten die richtige Entscheidung sein könnte. „Ich hatte das Gefühl, dass ich eine Veränderung und ein neues Umfeld brauche, damit ich wieder voll durchstarten kann. Jetzt ist der richtige Moment“, so Durgutovic. Die Niederlage in Riedau sei dabei durchaus „ein Maßstab für den Rücktritt“ gewesen.
Schwanenstadts Obmann Harald Kettlgruber sieht im Trainerwechsel die Chance auf einen neuen Impuls. „Ich glaube, dass uns ein neuer Impuls helfen wird“, erklärt der Vereinschef. Erste Gespräche mit möglichen Nachfolgern laufen bereits, unter Zeitdruck setzen will sich der Klub aber nicht. „Wir werden keinen Schnellschuss machen. Es sind intensive Gespräche geplant: Was passt zu uns, welche Philosophie passt zu uns?“ Bis eine neue Lösung gefunden ist, wird die Mannschaft intern weitergeführt. Kettlgruber geht davon aus, „dass wir die Stelle in zwei Wochen wieder besetzt haben“.