In der 18. Runde der Landesliga West lieferten sich der SK Kammer und der USV Neuhofen/I. ein spannendes Duell, das erst in den letzten Minuten entschieden wurde. Die Gastgeber aus Kammer mussten sich jedoch am Ende mit 0:1 geschlagen geben. Der entscheidende Treffer fiel in der 69. Minute durch David Svalina, der den Neuhofnern den Sieg sicherte.
Das Spiel begann mit einem vielversprechenden Angriff der Neuhofner, der jedoch von der Abwehr der Kammerer geblockt wurde. Schon in den ersten Minuten zeigte sich, dass beide Teams auf Sieg spielten. Die Gäste aus Neuhofen kamen mehrfach gefährlich vor das Tor von Kammer, wobei Torhüter Mair sich mehrfach auszeichnen konnte. In der 12. Minute verhinderte er mit einer Glanzparade die Führung der Neuhofner.
Die Kammerer hatten in der 17. Minute ihre größte Chance der ersten Halbzeit, als ein Freistoß die Latte traf und Neuhofen mit einem Schrecken davonkam. Die erste Halbzeit blieb trotz intensiver Offensivaktionen beider Mannschaften torlos, mit einem Halbzeitstand von 0:0.
Nach der Pause drängten beide Mannschaften weiter auf das erste Tor. Der USV Neuhofen/I. machte früh Druck und zwang die Kammerer Defensive zu Höchstleistungen. Mair rettete in der 51. und 55. Minute erneut stark und hielt seine Mannschaft im Spiel. Die Neuhofner setzten ihre Angriffe fort und wurden schließlich in der 69. Minute belohnt, als David Svalina das 1:0 erzielte. Sein Treffer war das Ergebnis eines schnellen und präzisen Angriffs, dem die Kammerer nichts entgegenzusetzen hatten.
Trotz des Rückstands gab der SK Kammer nicht auf und versuchte, das Spiel noch zu drehen. In der 76. Minute drängten sie wieder verstärkt auf den Ausgleich, doch die Gäste verteidigten geschickt und ließen keine klaren Chancen mehr zu. Die Begegnung endete mit einem verdienten 1:0-Sieg für den USV Neuhofen/I.
Das Spiel war geprägt von intensiven Zweikämpfen und einer starken Torhüterleistung auf beiden Seiten, besonders durch Mair von den Kammerern. Letztlich reichte ein Moment der Brillanz von David Svalina, um den Unterschied zu machen und den Neuhofnern einen wertvollen Auswärtssieg zu bescheren.
Stimmen zum Spiel:
Markus Schneidlhofer (Sportlicher Leiter, SK-Kammer):
„Die Leistung war heute noch schlechter als gegen Schalchen – und das wieder zuhause. Es war erneut ideenlos, energielos, ohne Kampfbereitschaft. Woran die momentane Lage liegt, kann ich derzeit nicht genau sagen, aber es ist jetzt schon das zweite Mal passiert, dass wir keine Bewegung im Spiel haben und einfach keine Chancen kreieren können. So, wie wir uns aktuell zuhause präsentieren, ist das absolut nicht ligatauglich. Ich bin jetzt seit fünf Jahren sportlicher Leiter, aber eine solche Leistung lasse ich mir nicht mehr bieten. Da muss sich der eine oder andere Spieler hinterfragen.
Neuhofen hat uns heute an die Wand gespielt, sie waren uns in allen Belangen überlegen. Es hätte auch 0:5 ausgehen können. Ich verstehe es einfach nicht, und deshalb wird in der kommenden Woche mit dem einen oder anderen Spieler Klartext gesprochen werden müssen. Wir brauchen jetzt die erfahrenen Spieler, die die Situation wieder in die richtige Richtung lenken. Der Kader ist definitiv ligatauglich – wir spielen seit fünf Jahren mit demselben Stamm und waren immer eine Heimmacht. Wir haben uns dadurch ausgezeichnet, dass wir kampfbetont und als Team aufgetreten sind. So eine Leistung kann und werde ich nicht akzeptieren. Wir müssen jetzt Gespräche führen. Wir befinden uns im Mittelfeld der Tabelle, und es ist für mich unverständlich, dass wir gegen direkte Konkurrenten so schwach auftreten.
Der Verein ist gesund, es wurde alles geschaffen, damit sich die Spieler auf den Fußball konzentrieren können. Daher erwarte ich mir gegen Pettenbach ein klares Lebenszeichen – auch wenn es kein einfaches Spiel wird. Wir haben zwar keinen akuten Druck, aber wenn jemand glaubt, uns kann nichts mehr passieren, dann täuscht er sich. Ich bin das erste Mal seit fünf Jahren richtig enttäuscht von jedem Einzelnen. Jetzt ist jeder Spieler selbst gefordert. Die letzten beiden Heimspiele haben wir hochverdient verloren – und das ist in dieser Form nicht akzeptabel.“
Daniel Peer (Sportlicher Leiter, USV Knoblinger Neuhofen):
„Wir waren heute sehr gut, sind in der Defensive kompakt gestanden, haben wenige bis gar keine Chancen zugelassen und waren summa summarum die dominantere und überlegene Mannschaft. Das Spiel hätte wesentlich höher ausfallen müssen.Im ersten Abschnitt hätten wir schon 2:0 oder sogar 3:0 führen müssen. Es war ein absolut verdienter Sieg. Wir kreiden uns die nicht verwerteten Chancen aber nicht an, vielmehr überwiegt die Freude über den Sieg.Der Erfolg tut der gesamten Mannschaft gut, wir haben jetzt ein halbes Jahr lang keinen Sieg mehr geholt. Wir haben immer gewusst, dass wir Qualität im Team haben, und heute haben wir uns endlich dafür belohnt.Wir wollen jetzt in den kommenden Spielen weiter punkten.“