In einem packenden Derby der Landesliga West trennten sich der SK Bad Wimsbach und die ASKÖ Ohlsdorf mit einem 1:1-Unentschieden. Beide Teams hatten vor dem Spiel viel zu gewinnen, wobei die Gastgeber ihren dritten Tabellenplatz verteidigen wollten, während die Gäste noch einen Punkt benötigten, um den Klassenerhalt endgültig zu sichern. Die Partie hielt, was sie versprach, und bot den Zuschauern auf dem Platz in Bad Wimsbach ein emotionsgeladenes und intensives Fußballspiel.
Die Gäste aus Ohlsdorf erwischten den besseren Start und setzten ein frühes Zeichen. Bereits in der 9. Minute gelang es Justin Engleitner, die Ohlsdorfer mit einem präzisen Abschluss in Führung zu bringen. Die Bad Wimsbacher Abwehr war in diesem Moment nicht aufmerksam genug, was Engleitner eiskalt ausnutzte. Die ASKÖ Ohlsdorf zeigte in dieser Phase des Spiels, dass sie gewillt war, die Relegation aus eigener Kraft zu vermeiden und agierte mit viel Engagement und Energie. Die frühe Führung brachte den Gästen Sicherheit, und sie versuchten, das Spielgeschehen zu kontrollieren.
Der SK Bad Wimsbach ließ sich jedoch nicht lange bitten und schlug zurück. In der 13. Minute gelang es Maximilian Hochreiter, den Ausgleich für die Gastgeber zu erzielen. Hochreiter nutzte eine Unachtsamkeit der Ohlsdorfer Abwehr und versenkte den Ball gekonnt im Netz. Dieses Tor sorgte für eine spürbare Erleichterung bei den Bad Wimsbachern und deren Anhängern. Das Spiel war nun wieder völlig offen und entwickelte sich zu einem Duell auf Augenhöhe. Beide Mannschaften zeigten viel Einsatz und waren gewillt, das Spiel für sich zu entscheiden.
Die restliche erste Halbzeit blieb hart umkämpft, doch beide Abwehrreihen standen nun besser und ließen kaum noch zwingende Chancen zu. Auch nach der Pause war das Spiel von großem Einsatz und Kampfgeist geprägt. Beide Teams versuchten immer wieder, die gegnerische Abwehr zu überwinden, doch die Defensivreihen ließen wenig zu. Die Ohlsdorfer waren sich bewusst, dass ein Punkt genügen würde, um den Klassenerhalt zu sichern, während die Bad Wimsbacher alles daran setzten, den entscheidenden Treffer zu erzielen.
Bis zum Schlusspfiff blieb das Spiel spannend, doch letztlich konnte keine der beiden Mannschaften den entscheidenden Treffer erzielen. Der Endstand von 1:1 war ein gerechtes Ergebnis in einem umkämpften Derby, das seinem Namen alle Ehre machte.
Stimmen zum Spiel:
Martin Plasser (Trainer, SK Schachner Bad Wimsbach):
„Wir haben früh einen Gegentreffer kassiert, konnten darauf aber rasch reagieren und den Ausgleich erzielen. Die Anfangsphase war sicherlich unsere beste Phase in diesem Spiel, in der wir die spielbestimmende Mannschaft waren. Ohlsdorf agierte sehr defensiv, was auch nachvollziehbar war, da ihnen im heutigen Spiel bereits ein Punkt genügte. In weiterer Folge entwickelte sich keine besonders ansehnliche oder mitreißende Partie – wie es gegen Saisonende oftmals der Fall ist. Es gab nur wenige Torchancen, zudem machten die schwierigen Witterungsbedingungen beiden Mannschaften das Leben nicht leichter. Natürlich wollen wir das letzte Saisonspiel gewinnen, um uns noch die Chance auf den dritten Tabellenplatz zu erhalten. Bereits vor der heutigen Begegnung stand fest, dass wir die Meisterschaft auf Rang drei oder vier abschließen werden. Pettenbach hat mit Andorf einen sehr starken Gegner vor der Brust, aber auch uns erwartet mit Schalchen keine einfache Aufgabe. Was am letzten Spieltag letztlich herauskommt, wird man sehen. Natürlich würden wir uns freuen, die Saison noch auf dem dritten Platz zu beenden. Mit unserem Abschneiden insgesamt sind wir aber auf jeden Fall zufrieden. Daran wird sich auch nichts ändern, unabhängig davon, ob wir am Ende Dritter oder Vierter werden.“
Adiz Cetin (Trainer, ASKÖ Ohlsdorf):
„Die ersten zwanzig Minuten gehörten Bad Wimsbach, wir sind aus unserer Sicht etwas nervös in die Partie gestartet. Dann konnten wir in Führung gehen und ab diesem Zeitpunkt das Spielgeschehen zunehmend an uns reißen. Leider hielt die Führung nicht lange und wir mussten wenig später den Ausgleich hinnehmen. Somit ging es mit einem Unentschieden in die Halbzeitpause. Im zweiten Spielabschnitt zeigte sich ein ähnliches Bild. Die ersten zehn Minuten waren die Heimischen wieder spielbestimmend, danach fanden wir besser in die Begegnung und übernahmen erneut die Kontrolle. Im Grunde genommen hätten wir uns heute auch den Sieg verdient gehabt. Unterm Strich ist das aber zweitrangig, weil uns der Punkt völlig ausreicht und wir damit zufrieden sind. Für das letzte Saisonspiel nehmen wir uns nichts Besonderes mehr vor. Wir wollen die Saison einfach mit einer positiven Leistung abschließen und das letzte Match gewinnen.“