In der Landesliga West hat der SV Luksch Riedau am Freitagabend gegen den SK Schachner Bad Wimsbach 1933 ein 1:1-Remis geholt. Nach einer über lange Zeit engen und chancenarmen Partie gerieten die Gastgeber in der zweiten Hälfte in Rückstand, fanden aber noch eine Antwort. Sektionsleiter Udo Niemetz ordnete den Punkt offen ein: "Wir sind etwas glücklich über das Unentschieden", lobte aber zugleich die disziplinierte und kämpferische Leistung seiner Mannschaft.

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Von Beginn an entwickelte sich genau jene Partie, die Niemetz nach dem Schlusspfiff beschrieb. "Es war von Anfang an eine ausgeglichene Partie. Beide Mannschaften haben versucht zu spielen und nicht viel zugelassen", sagte der Sektionsleiter. Viel Raum gab es auf beiden Seiten nicht, klare Möglichkeiten waren rar und das Spiel lebte zunächst mehr von Ordnung als von Offensivaktionen. Deshalb passte für ihn auch der Zwischenstand nach 45 Minuten: "Es war zu Beginn ein chancenarmes Spiel und es war zu Recht 0:0." Dass SV Luksch Riedau in dieser Phase vor allem auf Stabilität bedacht war, kam nicht von ungefähr. "Wir mussten drei Offensivspieler vorgeben", erklärte Niemetz. Gerade deshalb sei der Plan gewesen, hinten sauber zu stehen und aus einer kompakten Grundordnung heraus auf die wenigen Momente nach vorne zu warten.
Nach dem Seitenwechsel bekam die Partie dann doch Bewegung. In der 66. Minute geriet SV Luksch Riedau mit 0:1 in Rückstand, als Jakob Konrad Stockinger für SK Schachner Bad Wimsbach 1933 traf. Niemetz schilderte die Szene klar: Nach einem missglückten Klärungsversuch kam der Ball noch einmal zu den Gästen zurück, der Stanglpass folgte und dann saß der Abschluss. Für die Gastgeber war das in dieser Situation ein heikler Moment, weil die personellen Probleme im Offensivbereich das Spiel ohnehin schwer gemacht hatten. "Da haben wir schon befürchtet, dass nichts mehr gehen wird, weil wir offensiv sehr angeschlagen waren", sagte Niemetz. Umso wichtiger war aus seiner Sicht die Reaktion. SV Luksch Riedau steckte nicht auf, nutzte einen Fehler im Herausspielen von SK Schachner Bad Wimsbach 1933 und kam in der 77. Minute zurück. Alexander Anton Stiglmayr blieb vor dem Tormann ruhig und erzielte mit einem Lupfer das 1:1, über das sich die Gastgeber am Ende sichtlich freuen konnten.
Dass am Ende überhaupt etwas Zählbares heraussprang, führte Niemetz vor allem auf das Defensivverhalten und die Einstellung seiner Mannschaft zurück. "Sehr gut funktioniert hat das Defensivverhalten. Wir sind gut gestanden, haben wenig zugelassen. Die Einstellung war top", sagte er. Damit sprach er genau jenen Teil des Spiels an, auf den sich SV Luksch Riedau an diesem Abend stützen konnte. Gleichzeitig verschwieg er nicht, wo die Probleme lagen. "Was heute nicht funktioniert hat, war das Offensivspiel, weil Schlüsselspieler gefehlt haben. Darum konnten wir hier wenig kreieren." Gerade deshalb war der Ausgleich für die Gastgeber so wertvoll. Und beinahe wäre am Ende sogar noch mehr drinnen gewesen. In der 90. Minute hatte Jannik Wesner noch eine große Gelegenheit auf den Sieg, doch es blieb beim 1:1. "Von neun von zehn Situationen macht er das Tor", meinte Niemetz, der damit auch erklärte, warum dieses Remis für ihn zwar glücklich, aber eben nicht völlig unverdient war.
Das Gesamtfazit des Sektionsleiters fiel deshalb durchaus vielschichtig aus. Einerseits sprach er offen von einem glücklichen Unentschieden, andererseits sah er seine Mannschaft in dieser Partie nicht als unterlegen. "Unterm Strich haben wir uns das 1:1 erkämpft, auch wenn der Gegner hier nicht die bessere Mannschaft war", sagte Niemetz. Den Gästen zollte er trotzdem viel Respekt. "Das ist eine sehr starke Mannschaft, spielerisch stark, mit Top-Leuten und Top-Charakteren", meinte er über den SKW, den er klar im Spitzenfeld der Liga erwartet. Für den SV Riedau steht nach dem dritten Spiel damit das zweite Remis bei einer Niederlage zu Buche. Viel wichtiger als nackte Zahlen war für Niemetz aber die Richtung: "Wir sind gekommen, um zu bleiben, und das möchten wir weiter ausbauen."