In der Landesliga West hat die SPG St. Marienkirchen/Wallern 1b am Samstagnachmittag bei der Union Humer Gunskirchen mit 3:1 gewonnen. Entscheidend war aus Sicht von Sportchef Georg Haslinger vor allem der Auftakt, denn der Aufsteiger setzte die Union früh massiv unter Druck und ging rasch mit 2:0 in Führung. Danach wurde es zwar enger, am Ende sorgte ein Elfmeter in der Nachspielzeit aber für die endgültige Entscheidung.

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Haslinger blickte nach dem Schlusspfiff vor allem auf die erste halbe Stunde zurück und fand dafür sehr klare Worte: "Wir sind extrem gut in die Partie gestartet. Wir waren extrem aggressiv." Genau diese Phase gab dem Auswärtsteam die Richtung vor. Schon in der 6. Minute brachte Marcel Wageneder die SPG ASV St. Marienkirchen/Wallern 1b mit 1:0 in Führung. Haslinger sprach von einem "wunderschön herausgespielten Angriff", den Wageneder "eiskalt abgeschlossen" habe. Auch danach blieben die Gäste am Drücker, und in der 21. Minute legte Felix Paschinger nach. Sein Treffer zum 2:0 war laut Haslinger ein "Gewaltschuss direkt unter die Latte". Nach rund einer halben Stunde änderte sich das Bild aber etwas. "Wir haben den Zugriff auf das Spiel ein wenig verloren", sagte Haslinger. Union Humer Gunskirchen kam noch vor der Pause heran, weil Albin Ramadani in der 44. Minute auf 1:2 stellte. Dazu kam laut Haslinger noch eine gefährliche Standardsituation, bei der seine Mannschaft "Glück gehabt" habe, dass nicht noch das 2:2 fiel.
Auch nach dem Seitenwechsel war die Partie aus Sicht der Gäste nicht sofort wieder ganz ruhig. Haslinger sagte, dass sich seine Mannschaft "die ersten Minuten nach Seitenwechsel auch noch ein bissl schwergetan" habe. Erst danach kam die SPG ASV St. Marienkirchen/Wallern 1b besser hinein und konnte das Spiel eher in die eigene Richtung ziehen. Den entscheidenden Punkt für den Sieg sah der Sportliche Leiter aber trotzdem nicht erst in dieser Phase, sondern klar in der Anfangszeit. "Definitiv die starke Anfangsphase", sagte er auf die Frage nach dem Schlüssel zum Erfolg. "Wir haben den Gegner von Anfang an komplett unter Druck gesetzt und mit unserer aggressiven Spielweise überrumpelt." Dass die Entscheidung trotzdem bis in die Nachspielzeit offen blieb, passte zum Verlauf dieser Partie. In der 92. Minute verwandelte Stephan Dieplinger einen Elfmeter zum 3:1 und machte den Auswärtssieg damit endgültig fix. Haslinger sprach von einem "verdienten" dritten Treffer.
In seiner Analyse kam Haslinger immer wieder auf das Spiel gegen den Ball zurück. "Besonders gut funktioniert hat sicher die Aggressivität gegen den Ball", erklärte er. Nach Ballverlusten habe seine Mannschaft "wirklich versucht, in höchstem Tempo den Ball wieder zurückzuerobern", und genau das habe Union Humer Gunskirchen vor große Probleme gestellt. Für ihn lag darin auch der wesentliche Unterschied zwischen den beiden Teams. "Wir waren einfach viel aggressiver, viel zweikampfstärker und spritziger", sagte Haslinger. Gleichzeitig beließ er es nicht nur beim Lob. Gerade in jenen Phasen, in denen seine Mannschaft nicht mehr ganz so viel Zugriff hatte, sieht er noch Luft nach oben. "Das müssen wir einfach noch lernen, dass wir das Ergebnis verwalten können beziehungsweise in den Minuten dann nicht gleich wieder ein Gegentor bekommen", sagte er. Der Auftritt war also gut genug für drei Punkte, aber aus seiner Sicht noch nicht über die gesamten 90 Minuten so sauber, wie er es sich vorstellt.
Respekt hatte Haslinger trotz des Sieges auch klar vor dem Gegner. Er sprach der Union Gunskirchen eine "immense individuelle Qualität" zu und hob dabei vor allem Albin Ramadani hervor. Der Torschütze zum 1:2 sei "ständig eine Gefahr", sagte Haslinger, und gerade auch bei Standardsituationen müsse man bei ihm "immer auf der Hut sein". Kurz thematisierte der Sportliche Leiter außerdem einige Entscheidungen des Unparteiischen in der ersten Halbzeit, bei denen es aus seiner Sicht rund um Benjamin Pumberger Diskussionen geben konnte. Gleichzeitig schob er aber sofort nach, dass die Partie "im Großen und Ganzen nicht schlecht geleitet" worden sei. Positiv fiel sein Gesamtfazit trotzdem klar aus. Haslinger lobte den Trainerstab dafür, die Mannschaft sehr gut auf den Gegner eingestellt zu haben, und verwies darauf, dass die Spieler den Matchplan in der starken Anfangsphase wirklich gut umgesetzt hätten. Mit neun Punkten aus vier Runden steht die SPG St. Marienkirchen/Wallern 1b damit auf Tabellenrang zwei.