Spielberichte

„Bis zur roten Karte waren wir sicher ebenbürtig“ – ASKÖ Ohlsdorf erklärt 0:5-Debakel in Esternberg

SPG Esternberg/St. Roman
ASKÖ Ohlsdorf

In der Landesliga West hat die SPG Esternberg/St. Roman am Samstagnachmittag die ASKÖ Ohlsdorf klar mit 5:0 geschlagen. So deutlich, wie es das Ergebnis am Ende aussehen ließ, sah es laut Co-Trainer Philipp Dollberger anfangs aber nicht aus. Er sprach von einer ebenbürtigen Phase bis zur roten Karte und sah vor allem das 0:2 unmittelbar vor der Pause als jenen Moment, der die Partie endgültig in die falsche Richtung drehte.

Spieler in Schwarz-Blau führt den Ball

Bild von jcomp auf Freepik

Bis zur 28. Minute war Ohlsdorf ordentlich drin

Aus Sicht der Gäste begann die Partie nämlich keineswegs so, dass sich ein 0:5 früh abgezeichnet hätte. Dollberger sagte rückblickend: „Wir haben ganz gut und energisch ins Spiel gefunden.“ Genau diese Anfangsphase hob er auch später noch einmal hervor, als er meinte: „Bis zur roten Karte waren wir sicher ebenbürtig.“ In der 28. Minute wurde die Aufgabe für ASKÖ Ohlsdorf dann allerdings deutlich schwerer, als Damir Gavric ausgeschlossen wurde. Nur drei Minuten später nutzte SPG Esternberg/St. Roman die Situation aus, Attila Gábor Soós brachte die Gastgeber mit 1:0 in Führung. Dollberger sprach dabei von einem „bitteren“ Verlauf, weil der darauffolgende Freistoß auch noch abgefälscht zum Rückstand geführt habe. Trotzdem wollte er die Szene nicht als alleinige Erklärung stehen lassen.

Das 2:0 vor der Pause war der Knackpunkt

Entscheidend war für Dollberger nicht nur die Unterzahl an sich, sondern vor allem der Zeitpunkt des zweiten Gegentreffers. „Wir wollten das 1:0 einfach in die Halbzeit bringen, kriegen dann in der letzten Minute vor der Halbzeit noch das 2:0. Dann war es natürlich schwierig“, sagte der Co-Trainer. Valentin Berghammer traf in der 45. Minute zum 2:0, und genau dieses Tor bezeichnete Dollberger auch als eigentlichen Knackpunkt: „Der Knackpunkt war wahrscheinlich das 2:0 kurz vor der Halbzeit.“ Nach dem Seitenwechsel bekam ASKÖ Ohlsdorf laut eigener Einschätzung keinen richtigen Zugriff mehr. „Wir haben in der zweiten Halbzeit nicht mehr wirklich in die Zweikämpfe gefunden, waren immer einen Schritt zu spät. Die Abstände waren ein bisschen zu groß“, fasste Dollberger die Probleme zusammen. Als Oliver Krivec in der 65. Minute auf 3:0 stellte, war die Partie aus Gästesicht endgültig in eine Richtung gekippt. In der Schlussphase legten die Gastgeber durch Berghammer in der 87. Minute und Attila Gábor Soós in der 90. Minute noch zwei Treffer nach.

Keine Ausreden, aber ein klarer Auftrag für die nächsten Wochen

Bei aller Enttäuschung wollte Dollberger die Niederlage nicht auf einzelne Umstände schieben. „Die rote Karte war natürlich ein Knackpunkt, aber es wird keine Ausrede sein“, stellte er klar. Das galt für ihn auch mit Blick auf die personelle Situation. Er sprach zwar davon, dass einige gefehlt hätten, schob aber sofort nach: „Der Kader ist groß genug, dass andere spielen.“ Auch die Leistung des Unparteiischen stellte er nicht in den Mittelpunkt. „Über die rote Karte kann man diskutieren, ich habe das Video noch nicht gesehen. Aber an Schiedsrichter Reitinger ist nichts gelegen“, sagte Dollberger und hielt unterm Strich fest: „Beim 5:0 muss man nichts diskutieren, dann ist es einfach eine verdiente Niederlage.“ Damit wartet die ASKÖ Ohlsdorf nach vier Runden weiter auf die ersten Punkte, doch im Lager der Gäste will man die Situation nicht schönreden und zugleich nicht in Hektik verfallen. Dollberger formulierte den Auftrag klar: „Jetzt gilt es einfach, noch enger zusammenzurücken.“ Und zum Schluss schob er noch nach: „Wir schaffen das.“

Landesliga West: Esternberg/St. Roman : Ohlsdorf - 5:0 (2:0)

  • 90
    Attila Gábor Soós 5:0
  • 87
    Valentin Berghammer 4:0
  • 65
    Oliver Krivec 3:0
  • 45
    Valentin Berghammer 2:0
  • 31
    Attila Gábor Soós 1:0

 

Transfers Oberösterreich

Headstart Focus Plus - Empfohlen von SV Ried

Top Live-Ticker Reporter

Top Nachwuchs-Reporter