In der Landesliga West hat sich der SV Luksch Riedau am Samstagnachmittag mit 3:1 gegen den SC Schwanenstadt durchgesetzt und damit den ersten vollen Erfolg dieser Saison eingefahren. Udo Niemetz sprach nach der Partie von einem verdienten Heimsieg, auch wenn spielerisch noch nicht alles gepasst hat. Hinten stand der Aufsteiger lange stabil, vorne sorgten Aron Oravecz und Doppelpacker Julian Glasner für die Tore.

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Ganz so einseitig, wie es das Ergebnis am Ende vielleicht vermuten lässt, begann die Partie aus Sicht der Gastgeber nicht. Niemetz schilderte, dass Schwanenstadt zunächst „die etwas bessere Mannschaft“ gewesen sei und über weite Strecken ein eher chancenarmes Spiel entstanden sei. Riedau hatte zwar schon vor der Führung eine gute Möglichkeit, doch der Schwanenstädter Tormann war zur Stelle. In der 17. Minute gingen die Hausherren dann trotzdem in Führung, offiziell wurde Aron Oravecz als Torschütze zum 1:0 geführt. Für Niemetz war das ein wichtiger Moment in einer Partie, in der danach vorerst nicht mehr viel passierte. „Bis zur Halbzeit haben sich die Mannschaften neutralisiert“, sagte der Sektionsleiter, der die Pausenführung deshalb auch als verdient einstufte. Es war kein Spiel mit vielen offenen Räumen oder zahlreichen Strafraumszenen, sondern eines, in dem Riedau aus einer kontrollierten Phase heraus den entscheidenden Treffer vor der Pause mitnehmen konnte.
Nach dem Seitenwechsel bekam Riedau dann genau jenen Treffer, der der Mannschaft spürbar in die Karten spielte. In der 56. Minute verwertete Julian Glasner eine Ecke per Kopf zum 2:0, und für Niemetz war das der Punkt, an dem die Partie klar in Richtung der Gastgeber kippte. „Nach dem 2:0 hat es für uns relativ gut ausgesehen, weil Schwanenstadt in der Offensive relativ harmlos war“, erklärte er. Ganz erledigt war das Spiel damit aber noch nicht. Rund um eine brenzlige Situation machte sich Riedau nach Niemetz’ Einschätzung selbst unnötig nervös, und kurz darauf kam Schwanenstadt in der 80. Minute durch Raphael Hofstätter auf 2:1 heran. „Da haben wir uns nervös gemacht und danach das 2:1 bekommen. Da ist vieles noch einmal brenzliger geworden“, sagte Niemetz. Die Antwort der Riedauer kam aber noch rechtzeitig: In der 89. Minute stellte erneut Julian Glasner den Zwei-Tore-Abstand wieder her und machte mit seinem zweiten Treffer den Heimsieg endgültig fest.
So zufrieden Niemetz mit dem Ergebnis war, so klar sprach er auch an, woran seine Mannschaft weiter arbeiten muss. „Wir sind hinten relativ sicher gestanden“, sagte er zunächst und strich damit jenen Bereich heraus, auf den sich der SV Riedau an diesem Nachmittag verlassen konnte. Gleichzeitig blieb er in seiner Analyse aber sehr offen: „Leider hatten wir viele Fehlpässe. Wir waren heute sehr ungenau und etwas unkonzentriert.“ Gerade im Zusammenspiel sieht der Sektionsleiter daher Verbesserungspotenzial. Wenn es Riedau schaffe, diese Ungenauigkeiten abzustellen, „sind wir wesentlich gefährlicher“, meinte er. Auch den Gegner ordnete Niemetz sachlich ein. Der SC Schwanenstadt sei „eine kompakte Mannschaft“, die hoch gestanden sei und dadurch Räume angeboten habe, im letzten Drittel aber zu wenig Zielstrebigkeit entwickelt habe. Dazu passte auch sein Gesamtbild von einer fairen Partie. Strittige Szenen habe es aus seiner Sicht nicht gegeben, das Schiedsrichterteam habe „eigentlich alles gut im Griff“ gehabt. Für Riedau zählt damit vor allem das Ergebnis: Nach vier sieglosen Spielen stehen nun die ersten drei Punkte dieser Saison, und genau auf dieser Basis wollen die Innviertler in den kommenden Wochen aufbauen.