In der Landesliga West hat die ASKÖ Ohlsdorf beim ATSV Ammer Tank Sattledt mit 3:2 gewonnen und sich damit die ersten Punkte der Saison gesichert. Nach einem 1:2-Pausenrückstand drehte Ohlsdorf die Partie. Co-Trainer Philipp Dollberger sah vor allem in der Reaktion nach dem Rückstand den entscheidenden Punkt: „Wir haben uns nicht brechen lassen. Die Mentalität war einfach das Wichtigste.“
Für Ohlsdorf begann die Partie zunächst genau nach Wunsch. Dominik Mühlbacher brachte die Gäste in der 17. Minute mit 1:0 in Führung, und aus Sicht von Co-Trainer Philipp Dollberger war dieser Start auch absolut verdient. „Wir sind eigentlich ganz gut in die Partie gestartet und absolut verdient in Führung gegangen“, sagte er nach dem Spiel. Danach kippte die erste Halbzeit aber in eine andere Richtung. Sattledt kam durch Semih Gölemez in der 23. Minute zum Ausgleich und legte in der 32. Minute durch Sertan Cam sogar das 2:1 nach. Dollberger führte diese Phase nicht auf einen klaren spielerischen Einbruch zurück, sondern auf Fehler, die seine Mannschaft selbst verursacht habe. „Die zwei Gegentore waren einfach individuelle Fehler“, sagte er, und genau das ärgerte ihn trotz des späteren Sieges sichtbar. So ging Ohlsdorf trotz gutem Beginn mit einem Rückstand in die Pause.
Was Dollberger an diesem Abend besonders hervorhob, war die Reaktion seiner Mannschaft nach der Pause. Lukas Mayr stellte in der 51. Minute auf 2:2, und genau dieses Tor war für den Ohlsdorfer Co-Trainer der Moment, in dem sich das Spiel endgültig drehte. „Wie wir in der zweiten Halbzeit das 2:2 gemacht haben, war klar, dass wir das Spiel gewinnen, weil wir es unbedingt gewinnen wollten“, erklärte er. Dollberger sprach davon, dass seine Mannschaft über die gesamten zweiten 45 Minuten mehr wollte als der Gegner und das auch am Platz gezeigt habe. „Die ganze zweite Halbzeit hat man gemerkt, dass wir mehr wollen wie der Gegner, dass wir besser gespielt haben“, sagte er. Dass schließlich erneut Dominik Mühlbacher in der 77. Minute zum 3:2 traf, passte in dieses Bild: Ohlsdorf blieb dran, gab nach dem Rückschlag nicht auf und belohnte sich diesmal auch. Für Dollberger war der Sieg deshalb nicht nur glücklich, sondern „aufgrund der zweiten Halbzeit absolut verdient“.
Der auffälligste Punkt in der Analyse des Co-Trainers war weniger ein taktischer Aspekt als die Haltung seiner Mannschaft. „Die größte Stärke war ganz einfach der Kopf“, sagte Dollberger. Gerade weil Ohlsdorf nach dem eigenen 1:0 plötzlich mit 1:2 zurücklag, habe sich gezeigt, wie die Mannschaft diesmal mit Widerständen umgeht. „Der Kampf war super. Wir wollten das Spiel um so viel mehr gewinnen wie der Gegner“, meinte er, und genau darin sah er den Unterschied zu den Wochen davor. Gleichzeitig sprach Dollberger auch klar an, was weiterhin verbessert werden müsse. Trotz des Erfolgs habe Ohlsdorf wieder zwei Gegentore bekommen, die aus seiner Sicht vermeidbar waren. „Wir kriegen zu viele Tore, zu viele einfache Tore aus individuellen Fehlern. Das müssen wir einfach abstellen“, sagte er. Für ihn ist das der Bereich, an dem jetzt weiter gearbeitet werden muss, weil es sonst schwierig werde, regelmäßig Spiele zu gewinnen.
Auch der Blick auf den Gegner fiel bei Dollberger deutlich aus. Er sah beim ATSV Sattledt vor allem zwei offensive Schlüsselspieler, die es zu kontrollieren galt. Das habe in der ersten Halbzeit nicht immer geklappt, nach dem Seitenwechsel aber wesentlich besser. „Vor allem in der zweiten Halbzeit haben wir sie sehr gut unter Kontrolle gehabt“, sagte er. Viel Aufhebens wollte er um die Spielleitung nicht machen. Schiedsrichter Pölzl sei noch jung gewesen und vielleicht „ein bissl nervös auf beide Seiten“, spielentscheidend sei aber keine Entscheidung gewesen. Viel wichtiger war für Dollberger ohnehin das Signal, das von diesem Sieg ausgeht. „Ich bin stolz auf die Mannschaftsleistung. Jeder, auch die Bank, hat den unbedingten Willen aufgebracht, das Spiel zu gewinnen“, sagte er. Nach den ersten Punkten der Saison soll dieser Erfolg nun kein Einzelfall bleiben. „Für uns ist das der Anfang“, stellte der Co-Trainer klar.