Im Landesliga West-Duell zwischen der SPG Union IKUNA Natternbach/St. Willibald und der Union Peuerbach haben sich die Gastgeber mit 1:0 durchgesetzt. Trainer Thomas Stranzinger sah den Heimsieg vor allem darin begründet, dass der Aufsteiger die starke Anfangsphase des Gegners überstand und sich mit dem Treffer vor der Pause genau jenen Schub holte, der in diesem engen Derby den Unterschied machte.

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Thomas Stranzinger musste zunächst eine Phase erleben, die seiner Mannschaft alles abverlangte. „Die ersten zehn Minuten hat Peuerbach sehr aggressiv gespielt und unbedingt das 1:0 machen wollen“, sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff. Zweimal wurde es in dieser Anfangsphase heikel, zweimal war aber beim Tormann der Gastgeber Endstation. Genau dieses Überstehen der ersten Welle stellte der Coach im Nachhinein als einen der wichtigsten Punkte des Nachmittags heraus. Natternbach/St. Willibald fand danach Schritt für Schritt besser in die Partie, bekam mehr Zugriff und konnte das Spiel etwas weiter weg vom eigenen Tor halten. Offensiv war noch nicht alles sauber, weil einige Angriffe nicht fertig ausgespielt wurden, doch die Gastgeber waren nun im Spiel und brachten mehr Ruhe in ein Derby, das zunächst klar von der Aggressivität und dem hohen Einsatz der Gäste lebte.
Mit zunehmender Spieldauer bekam die Partie jene Richtung, die sich Stranzinger erhofft hatte. Seine Mannschaft kam zu Möglichkeiten, spielte diese zunächst aber nicht konsequent zu Ende. Dann folgte in Minute 39 jene Szene, die für den Trainer den Ausschlag gab. Stranzinger schilderte einen guten Vorstoß aus der Innenverteidigung und einen Steckpass in die Tiefe, aus dem die Führung entstand. Vollendet wurde der Angriff von Vasyl Khimich, der zum 1:0 traf und Natternbach/St. Willibald kurz vor der Pause in Front brachte. „Ganz wichtig war natürlich das 1:0 für uns, das hat uns einen positiven Auftrieb gegeben“, sagte der Coach. Dass die Gastgeber mit dieser 1:0-Führung in die Kabine gingen, war aus seiner Sicht mehr als nur ein Zwischenstand. Es war der Moment, in dem die Partie nach der schwierigen Anfangsphase klar auf die eigene Seite kippte.
Was danach folgte, war kein Spiel mit vielen offenen Räumen, sondern ein Derby, das von Zweikämpfen, engen Räumen und viel Arbeit gegen den Ball lebte. „Es war ein Derby, wie man es sich vorstellt. Keiner hat irgendwem etwas geschenkt“, sagte Stranzinger und brachte damit den Charakter dieses Nachmittags auf den Punkt. Vieles spielte sich im Mittelfeld ab, richtig flüssig wurde die Partie dadurch nur selten. Der Trainer wollte das aber nicht als Mangel verstanden wissen, sondern als Ausdruck eines umkämpften Spiels gegen einen starken Gegner. Umso zufriedener war er mit der Arbeit seiner eigenen Mannschaft in der Defensive. „Sehr gut hat heute die Verteidigung funktioniert, vor allem im Eins gegen Eins“, betonte Stranzinger. Seine Mannschaft sei gegen den Ball sehr aggressiv gewesen, habe viele direkte Duelle für sich entschieden und genau damit die Grundlage gelegt, um den knappen Vorsprung zu verteidigen. Gleichzeitig sprach er auch Peuerbach ein Lob aus und meinte, der Gegner habe sich „in jeder Phase gut verkauft“.
Nach dem Schlusspfiff verteilte Stranzinger viel Anerkennung an seine Mannschaft, verschwieg aber auch nicht, wo er noch Luft nach oben sieht. „Mit allen Mitteln, die uns zur Verfügung stehen, haben wir gegen einen starken Gegner gut verteidigt“, sagte er und hob damit noch einmal die kollektive Arbeit hervor, die aus seiner Sicht den Unterschied gemacht hat. Mit Ball sei dagegen noch nicht alles sauber genug gewesen. „Der letzte Pass, der finale Pass, das ist das, was uns noch richtig abgeht. Den müssen wir noch ausarbeiten“, erklärte der Trainer. Dass der Sieg dennoch standhielt, machte den Auftritt für ihn umso wertvoller. In Minute 84 gab es noch die Rote Karte gegen Tobias Lehner, die Stranzinger nicht anzweifelte. „Schiedsrichter Puskaric war für mich top, auch die Rote Karte war verdient“, sagte er. So bleibt unter dem Strich ein 1:0, das sich die SPG Natternbach/St. Willibald vor allem mit konzentrierter Defensivarbeit und dem Treffer von Khimich verdient hat.