In der Landesliga West hat die ASKÖ Ohlsdorf gegen den SV Luksch Riedau einen 3:2-Auswärtssieg geholt, obwohl die Gäste zur Pause noch 1:2 zurücklagen. Co-Trainer Philipp Dollberger sah seine Mannschaft nach schwierigem Beginn spätestens ab dem Ausgleich auf Kurs: "Ab dem 1:1 waren wir die bessere Mannschaft." Vor allem die zweite Halbzeit habe klar den Gästen gehört, deshalb sei der Sieg über 90 Minuten "absolut verdient" gewesen.

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Zum Start hatte Ohlsdorf laut Dollberger "ein wenig Probleme", weil der Aufsteiger auf den Seiten immer wieder Überzahl herstellen konnte. Das spiegelte sich auch im Rückstand wider, als Jannik Wesner die Gastgeber in der 20. Minute mit 1:0 nach vorne brachte. Mitte der ersten Halbzeit stellten die Gäste dann um und fanden besser hinein. Der Ausgleich fiel in der 32. Minute durch Dominik Mühlbacher, nachdem der gegnerische Tormann den Ball nicht sauber klären konnte. Dass Ohlsdorf trotzdem mit einem Rückstand in die Kabine ging, ärgerte den Co-Trainer besonders. Das 2:1 von Emrah Becirevic in der 45. Minute sei "bitter" gewesen, weil man diese Situation konsequenter verteidigen und "mit einem Unentschieden in die Halbzeit gehen" müsse. Gleichzeitig betonte Dollberger aber auch, dass sich seine Mannschaft schon vor der Pause gut in die Partie hineingekämpft habe und ab dem 1:1 aus seiner Sicht die aktivere Mannschaft gewesen sei.
Gerade deshalb maß Dollberger dem Beginn der zweiten Halbzeit große Bedeutung bei. "Die ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit waren richtig, richtig gut", sagte er, und genau in dieser Phase habe Riedau laut seiner Einschätzung kaum noch gewusst, wie es sich befreien soll. Ohlsdorf blieb am Drücker, ließ den Gegner nicht mehr richtig zum Spiel kommen und spielte nach den Worten des Co-Trainers "echt guten Fußball". Nur die Tore fehlten zunächst noch. "Die Tore haben zwar ein bissl auf sich warten lassen", meinte Dollberger, doch in der 71. Minute fiel dann das 2:2 durch Zsombor Silimon. Dass dieser Treffer nach einem Standard entstand, gefiel ihm besonders: "Endlich mal ein Standardtor. Das tut auch mal gut, gehört auch dazu." Nur sieben Minuten später war die Partie komplett gedreht. Tobias Riedler traf zum 3:2, und auch dieses Tor passte für Dollberger ins Bild einer starken zweiten Hälfte, weil es "gut herausgespielt über die Seiten" gewesen sei, mit einer flachen Flanke auf die erste Stange und einem verwerteten Abschluss.
Für Dollberger war der Sieg nicht nur wegen des Spielverlaufs bemerkenswert, sondern auch wegen der Umstände rund um die Partie. Die ASKÖ Ohlsdorf musste nach seinen Angaben erneut "fünf, sechs Spieler" vorgeben, dazu habe sich beim Aufwärmen noch ein weiterer Akteur verletzt. Gerade deshalb hob er die Reaktion seiner Mannschaft besonders hervor. "Die Moral, der Zusammenhalt, das Positive war schon cool", sagte der Co-Trainer, der der gesamten Mannschaft "ein großes Kompliment" aussprach. Seine Elf habe den Rückschlag unmittelbar vor der Pause weggesteckt und sei in der zweiten Halbzeit "in allen Belangen besser" gewesen. Dazu passte für ihn auch der Rahmen der Partie. "Den Schiedsrichter muss man auch mal loben. Referee Dukic hat seinen Job gut gemacht", sagte Dollberger, der ein faires Spiel gegen einen fairen Gegner gesehen hatte. Eine größere Szene, über die man im Nachhinein diskutieren müsste, habe es aus seiner Sicht nicht gegeben. So blieb unter dem Strich ein Auswärtssieg, den Ohlsdorf nach Rückstand noch drehte und den der Co-Trainer deshalb auch ohne Einschränkung als verdient einordnete.