In der Landesliga West hat sich der SK WIEHAG Altheim am Freitagabend mit 3:0 gegen den ATSV Ammer Tank Sattledt durchgesetzt, doch für Sektionsleiter David Zehetner erzählte das Ergebnis nicht die ganze Geschichte. Der in dieser Saison noch sieglose Tabellenletzte kam schlecht hinein, ließ dann aber gerade rund um die Pause gute Möglichkeiten liegen. „Wenn man da den Ausgleich erzielt, ist das eigentlich eine ganz offene Partie“, sagte Zehetner nach dem Spiel der zehnten Runde.

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Der Sektionsleiter der Gäste machte keinen Hehl daraus, dass Altheim den besseren Beginn erwischte. „Altheim hatte am Anfang einfach mehr vom Spiel“, sagte Zehetner, der seine Mannschaft in der Anfangsphase nicht gut in der Partie sah. Zwingende Chancen habe es aus seiner Sicht zunächst zwar nicht gegeben, trotzdem reichte eine kurze Unkonzentriertheit, damit die Gastgeber in Minute 12 durch Felix Brandmayer in Führung gingen. Zehetner sprach von einer starken Flanke vor dem 1:0 und davon, dass Altheim danach noch kurz am Drücker blieb und bereits Richtung zweites Tor schielte. Erst als Sattledt diese Phase überstanden hatte, wurde die Partie für ihn Schritt für Schritt offener.
Gerade deshalb blieb vor allem die Zeit rund um die Pause hängen. Mit dem 0:1 ging es in die Kabinen, danach sah Zehetner die beste Phase seiner Mannschaft. „Besonders in Erinnerung geblieben sind die Minuten 45 bis 55, wo wir wirklich Fußball gespielt haben“, sagte er. In diesem Abschnitt habe sich sein Team zwei, drei Möglichkeiten erarbeitet, darunter auch „ein, zwei wirklich Top-Chancen“. Für Zehetner lag genau dort der Punkt, an dem das Spiel hätte kippen können. „Wenn man da den Ausgleich erzielt, ist das eigentlich eine ganz offene Partie und dann hast du das Momentum“, erklärte er. Für ihn war das Spiel über weite Strecken ein „Fünfzig-fünfzig-Spiel“, und auch der Eindruck vom Gegner fiel deutlich aus: Altheim sei an diesem Abend „definitiv schlagbar“ gewesen.
Dass am Ende trotzdem ein klares 0:3 stand, erklärte Zehetner vor allem mit den bekannten Problemen seiner Mannschaft. „Wir werden jedes Spiel sofort bestraft, wenn wir einen kleinen Fehler machen“, sagte der Sattledt-Coach. Während der Gegner aus wenig viel mache, münze seine Mannschaft viele Chancen nicht in Tore um. Genau dieses Muster zog sich für ihn auch diesmal bis in die Schlussphase. Lange blieb es beim knappen Rückstand, ehe Raphael Kleinbruckner in Minute 81 auf 2:0 stellte und Jonah Fröhlich in der zweiten Minute der Nachspielzeit noch das 3:0 nachlegte. Zehetner sprach von fehlender Konsequenz auf beiden Seiten des Platzes: „Uns fehlt die letzte Konsequenz im Abschluss und auch die letzte Konsequenz, Tore zu verhindern.“ Wenn der Gegner nur wenig Chancen habe, dürfe man diese eben auch nicht zulassen.
Trotz der klaren Niederlage wollte Zehetner nicht alles schlechtreden. Positiv sei, „dass wir mittlerweile zumindest wieder dort sind, dass wir als Mannschaft kämpfen“. Gerade für ein Team im Tabellenkeller ist das aus seiner Sicht eine Voraussetzung, auch wenn er offen anspricht, dass fehlende Qualität und fehlendes Glück derzeit zusammenkommen. Er verwies darauf, dass der ATSV Sattledt in mehreren Spielen zumindest dran gewesen sei, sich dafür am Ende aber nichts kaufen könne. Der Blick nach vorne bleibt dennoch alternativlos: „Es heißt jetzt einfach weitermachen, weil irgendwann muss das Glück auch mal kommen und da muss man es auch erzwingen.“ Ein klares Lob gab es nach dem Schlusspfiff auch noch für Referee Feichtinger. Für Zehetner habe es „keine strittigen Aktionen“ gegeben, die Leistung sei „super“ gewesen und „so einen Schiedsrichter wünscht man sich jede Woche“.