Nach der Trennung von Trainer Reinhard Klug wurde der Trainerposten beim ATSV Sattledt zuletzt interimistisch übernommen, doch nun präsentieren die Hausruckviertler mit Mario Hieblinger den Nachfolger für den vakanten Posten. Der neue Trainer übernimmt den Tabellenletzten der Landesliga West, der nach dem jüngsten 2:3 gegen Bad Wimsbach weiterhin bei lediglich einem Punkt hält und damit dringend auf weitere Zähler angewiesen ist. Nach einer zweiwöchigen Interimslösung haben sich Verein und Hieblinger am vergangenen Wochenende auf eine Zusammenarbeit geeinigt, sein Debüt auf der Sattledter Bank wird der 48-Jährige am kommenden Freitag gegen Grieskirchen feiern.
Die Suche nach einem neuen Trainer fiel dabei in eine Phase, in der sich das Trainerkarussell in den Landesligen zuletzt besonders schnell gedreht hat. „Es gab zuletzt viele Wechsel und Entlassungen“, erklärt Sattledts sportlicher Leiter Thomas Gasperlmair. Als der Verein von Hieblingers Verfügbarkeit erfuhr, wurde deshalb schnell der Kontakt hergestellt. „Wir hatten einen sehr guten ersten Eindruck und haben schnell gemerkt, dass er zu uns passen könnte“, berichtet Gasperlmair.
Trotz des positiven Eindrucks wollte Sattledt die Entscheidung nicht überstürzen und setzte zunächst auf eine Interimslösung. „Wir hatten zwei Wochen eine Interimslösung, weil wir keinen Schnellschuss machen wollten“, so Gasperlmair. Danach wurden die Gespräche mit Hieblinger intensiviert, ehe sich Vorstand und sportliche Leitung geschlossen für den neuen Coach aussprachen. „Alle waren sich einig, dass er der Richtige ist. Am Wochenende haben wir uns dann final geeinigt.“
Auf Hieblinger wartet nun eine schwierige, aber keineswegs aussichtslose Aufgabe. Trotz des letzten Tabellenplatzes sieht Gasperlmair in den jüngsten Auftritten bereits eine positive Entwicklung, die es nun weiterzuführen gilt. „Die letzten beiden Partien waren bereits gut von uns, die Mentalität war wieder besser. Die Jungs haben sich reingeworfen, da müssen wir weitermachen“, betont der sportliche Leiter.
Mit sieben noch ausstehenden Spielen bis zur Winterpause bietet sich Sattledt zudem ausreichend Gelegenheit, das Punktekonto aufzubessern. Den ersten Schritt soll Hieblinger am kommenden Freitag gegen Grieskirchen machen, wenn er erstmals selbst an der Seitenlinie steht. Die Marschroute für die kommenden Wochen ist dabei klar: „Wir wollen bis zur Pause so viele Punkte wie möglich holen und bis zum Winter noch einiges mitnehmen.“