Beim SV Riedau kommt es zu einer Veränderung auf der Trainerbank: Nach sechs Spielen ohne Punktgewinn hat sich der Aufsteiger von Trainer Andreas Wimmeder getrennt. Die Innviertler liegen nach zwölf Runden mit sechs Zählern auf dem vorletzten Tabellenplatz der Landesliga West und wollen mit einem neuen Impuls die Wende schaffen. Die Entscheidung sei dem Verein alles andere als leichtgefallen, wie Sektionsleiter Udo Niemetz im Gespräch mit Ligaportal betont, angesichts der sportlichen Entwicklung sah man sich jedoch zum Handeln gezwungen. Roland Hofpointner übernimmt vorerst interimistisch.
Wie der Verein in einer Stellungnahme mitteilte, fiel der Entschluss am Montag nach einer Analyse der zuletzt gezeigten Leistungen. Mit Blick auf die verbleibenden drei Partien der Hinrunde wollte man noch einmal einen neuen Impuls setzen und entschied sich deshalb dazu, Wimmeder freizustellen. Der Trainer, der über die UEFA-A-Lizenz verfügt, genoss beim Verein großen Respekt. Umso schwerer sei die Entscheidung gefallen, erklärt Niemetz: Wimmeder habe hervorragende Arbeit geleistet, dennoch sei die sportliche Situation zuletzt immer schwieriger geworden.
Der SV Riedau war in der vergangenen Saison gemeinsam mit Wimmeder in die Landesliga aufgestiegen. „Wir sind unverhofft aufgestiegen und hatten eigentlich für die Bezirksliga geplant“, schildert Niemetz die Ausgangslage. Nach dem Aufstieg durch die Relegation sei die Mannschaft ohne großen Druck in die neue Spielzeit gegangen und habe zu Beginn durchaus gute Leistungen gezeigt. In weiterer Folge kamen jedoch Verletzungen hinzu, zudem entwickelte sich der Saisonverlauf unglücklich. Die Mannschaft geriet in eine Negativspirale, aus der sie zuletzt nicht mehr herausfand. Da der Klassenerhalt inzwischen das erklärte Ziel ist, wollte der Verein noch vor der Winterpause reagieren.
Für die verbleibenden Aufgaben der Hinrunde wird Roland Hofpointner die Mannschaft interimistisch betreuen. Wie es danach weitergeht, ist noch offen. „Im Winter wollen wir schauen, wer weitermacht – vielleicht Roland, vielleicht ein anderer Kandidat“, erklärt Niemetz. Bis dahin soll die Mannschaft möglichst rasch wieder zu Punkten kommen und sich eine bessere Ausgangslage für den Kampf um den Klassenerhalt erarbeiten.
Auch Wimmeder selbst verabschiedete sich mit persönlichen Worten vom Verein. Für ihn sei der SV Riedau nie einfach nur ein Trainerjob gewesen, vielmehr habe viel Herzblut und Leidenschaft in der gemeinsamen Zeit gesteckt. Besonders der gemeinsame Aufstieg in die Landesliga werde ihm in Erinnerung bleiben. Zugleich zeigte er Verständnis für die Entscheidung: Als Trainer sei man für den sportlichen Erfolg verantwortlich und müsse die Konsequenzen akzeptieren, wenn die Ergebnisse ausbleiben. Sein Dank galt allen, die den gemeinsamen Weg mit ihm gegangen sind; der Mannschaft wünschte er für die Zukunft alles Gute und bessere Zeiten.