Mit dem erwarteten Heimsieg gegen Traun startete Tabellenführer und Titelfavorit SK Vorwärts Steyr ins Frühjahr der OÖ-Liga. Die Glieder-Truppe schickte Traun mit 2:0 nach Hause und liegt somit weiterhin vier Punkte vor dem ersten Verfolger, den Ried-Amateuren. In einer mittelmäßigen Partie sicherten Offensivakteur Michael Lageder durch ein glückliches Tor und Joker Gernot Falkner die drei Punkte für ihre Mannschaft.
Vorwärts wollte frühe Führung
Vor 1700 Zusehern im Steyrer Stadion wollten die Gastgeber von Beginn an
zeigen wer Herr im Haus ist und sie übernahmen sofort nach Anpfiff das
Kommando. Die erste Torchance ließ daher nicht lange auf sich warten. In
Minute vier tauchte Toptorschütze Daniel Lindorfer erstmals gefährlich
auf. Kerschbaumer tankte sich auf der rechten Außenbahn durch, brachte
die Flanke auf seinen Teampartner, dieser kam mit dem Kopf allerdings
nicht ideal zum Ball, wodurch das Leder am Gehäuse vorbei flog. Eine
Minute später die nächste Gelegenheit für die Steyrer Offensivabteilung:
Eckball durch Rabenhaupt, der mit aufgerückte Innenverteidiger
Danninger kommt an er Strafraumgrenze volley zum Schuss, drischt den
Ball allerdings über das Tor. Vorerst keine Zeit zum Durchatmen für die
Trauner Hintermannschaft. Wiederum eine Minute später ist es Dominic
Schierhuber der von links eine gefährliche Flanke schlägt und damit für
Gefahr sorgt. Allerdings fehlten in der Mitte die Abnehmer. In dieser
Gangart ging es dann weiter und vor allem mit den Flügelspielern
Kerschbaumer und Schierhuber hatten die Trauner ihre Probleme.
Nach Offensiv-Sturm verflachte Partie
Nach 25 Minuten wurde die Partie ruhiger und die Chancen weniger. Die
Partie spielte sich meist in der Hälfte der Gäste ab, jedoch fanden die
Hausherren kein geeignetes Rezept gegen die extrem tiefstehende Abwehr
der Obermüller-Elf. Lediglich ein Freistoß von Vorwärts-Kapitän Michi
Mehlem in der 32. Minute ging noch gefährlich aus das Trauner Tor. Nach
exakt 45 Minuten bat der sicher pfeifende Schiedsrichter Feichtinger die
22 Akteure zum Pausentee.
Glückstor sorgte für die Führung
Ohne Wechsel auf beiden Seiten ging die Partie weiter und das Publikum
sah auch den gleichen, lauwarmen Kick wie vor der Pause. In der 52.
Minute schließlich war es Michael Lageder, der sich den Ball erkämpfte
und einen Sololauf Richtung 16er der Gäste startete. Er zog ab und zum
Leid der Trauner Fans fälschte ein eigener Spieler den Ball so
unglücklich ab, das dieser unhaltbar für Torhüter Christian Holzer in
die Maschen kullerte.
Joker sorgt für die Entscheidung
Vorwärts drängte sofort auf das 2:0. Trainer Edi Glieder wollte die
Vorentscheidung und brachte in der 62. Minute mit Gernot Falkner einen
zweiten Stürmer neben Daniel Lindorfer. Und Edi Glieder bewies damit ein
gutes Näschen: Minute 65, Lindorfer zieht über rechts auf, bringt den
Ball scharf zur Mitte und Gernot Falkner hämmert den Ball aus kurzer
Distanz in die Maschen. Danach verwaltete Vorwärts Steyr geschickt die
Führung und Traun kam lediglich in der 81. Minute noch zu einer
ernsthaften Torchance, welche Torhüter Berger toll parierte. Die Fans
stimmten sich schon mit Sprechchören (,,Sierning wir kommen‘‘) auf das
bevorstehende Derby in der nächsten Runde ein. Eine Partie, in der sich
Vorwärts Steyr sicher steigern muss um zu gewinnen, denn nach der
heutigen Leistung gibt es noch viel Luft nach oben.
Stimmen nach dem Spiel:
Edi Glieder (Vorwärts-Trainer):
"Aufgrund des Ballbesitzes sicher ein verdienter Sieg für meine
Mannschaft allerdings bin ich mit der Partie heute überhaupt nicht
zufrieden. Die Mannschaft konnte nicht annähernd die Leistung aus den
letzten Trainings abrufen. Wir müssen uns in der nächsten Woche
ordentlich auf Sierning vorbereiten und dort viel bissiger agieren, denn
wir wollen unbedingt gewinnen."
Gerhard Obermüller (Traun-Trainer):
"Ich bin eigentlich ganz zufrieden mit dem Auftreten meiner Mannschaft
heute. Wir wollten tief stehen und den Steyrern keine Chanen geben, das
ist uns phasenweise ganz gut gelungen. Das erste Tor war natürlich sehr
bitter und auch de Zeitpunkt. Je länger es 0:0 gestanden wäre, desto
größer wären unseren Chancen auf einen Punkt gewesen. Alles in allem war
der Sieg für Vorwärts verdient, unsere Gradmesser kommen in den
nächsten Wochen, da müssen wir bestehen."
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